Firmenprofil

  • Branche:
  • Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr
  • Leistungsspektrum:
  • Forschung und Entwicklung
  • Standorte national:
  • Köln (Sitz des Vorstands), Augsburg, Berlin, Bonn, Braunschweig, Bremen, Bremerhaven, Dresden, Göttingen, Hamburg, Jena, Jülich, Lampoldshausen, Neustrelitz, Oberpfaffenhofen, Oldenburg, Stade, Stuttgart, Trauen, Weilheim
    • Standorte international:
    • Büros in Brüssel, Paris, Tokio und Washington D.C.
      • Link Standorte weltweit:
      • www.DLR.de/standorte
      • Anzahl Mitarbeiter:
      • 8.000
      • Bedarf an Absolventen:
      • ca. 350 Absolventen (m/w) pro Jahr
      • Gesuchte Fachrichtungen:
        • Ingenieurwissenschaften (Maschinenbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Elektrotechnik, Chemieingenieurwesen, Verfahrenstechnik, Werkstofftechnik, Bauingenieurwesen, Nachrichtentechnik, Umwelttechnik, Vermessungstechnik, u.a.)
        • Naturwissenschaften (Physik, Geographie, Geologie, Meteorologie, Mineralogie, Medizin, u.a.)
        • Mathematik und Informatik
      • Einstiegsmöglichkeiten:
        • Studentische Hilfskraft (m/w)
        • Praktikant (m/w)
        • Bachelorand (m/w)
        • Masterand (m/w)
        • Diplomand (m/w)
        • Doktorand (m/w)
        • Berufseinsteiger (m/w)
      • Praktika:
      • ca. 350 Praktikanten (m/w) pro Jahr
      • Abschlussarbeiten:
      • ca. 700 Studien- und Abschlussarbeiten pro Jahr
      • Homepage:
      • www.DLR.de
      • Link zum Karrierebereich:
      • www.DLR.de/jobs
      • Bewerbungsverfahren:
      • Die 33 Forschungsinstitute und Einrichtungen des DLR agieren eigenständig bei der Gewinnung ihres Nachwuchs und beurteilen, welches Bewerbungsverfahren für sie bzw. die jeweils zu besetzende Stelle geeignet ist. In den meisten Fällen verläuft das Bewerbungsverfahren klassisch in Form eines persönlichen Vorstellungsgesprächs. Je nach Aufgabenstellung und Verantwortlichkeit der Position kann es erfahrungsgemäß mehrere „Runden“ dauern, bis die Entscheidung für einen Kandidaten oder eine Kandidatin gefallen ist.
      • Recruiting-Events:
      • Treffen Sie uns auf Events wie:
        • Tag der offenen Tür
        • Hochschulmessen
        • DLR_Student_Insight
        • ​u.a.
      • Link Messetermine:
      • www.DLR.de/jobs/veranstaltungen
      • Mitarbeiter Benefits:
      • Vielfältige Qualifizierungsprogramme wie z.B. DLR_Gradute_Program für Promovierende, Talent Management Programm u.a.
      • Awards:
      • DLR trendence Graduate Barometer TOP 100 Top-Arbeitgeber 2016 AwardDLR Zertifikat seit 2002 audit berufundfamilieDLR MINT minded Company 2016 Award

      Kontakt

      Wir über uns

      Nachhaltig und faszinierend – Forschen für die Welt von morgen

      Foto: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

      Das DLR zählt mit rund 8.000 Mitarbeitenden – davon 3.600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – zu den größten und bedeutendsten Forschungsorganisationen Europas.

      Als Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt, Verkehr und Energie erfüllt das DLR eine einzigartige Mission

      > die Erforschung von Erde und Sonnensystem
      > die Forschung für den Erhalt der Umwelt
      > die Entwicklung umweltverträglicher Technologien für Mobilität und Kommunikation

      Darüber hinaus sind wir als Raumfahrt-Agentur auch für die Planung und Realisierung der deutschen Raumfahrtaktivitäten verantwortlich.

      Hört sich spannend an? Ist es auch! Denn dahinter steht eine einzigartige Vielzahl faszinierender Themen, Aufgaben und Projekte, mit denen sich unsere Wissenschaftlerinnen in 33 Instituten an 20 Standorten befassen. Mit ihrer Arbeit finden sie Antworten auf die brennenden Fragen unserer Zeit und schaffen die Grundlagen dafür, wie wir morgen leben werden.

      Ob Atmosphärenforschung, Planetenforschung, Solartechnologie, Verkehrsmanagement, Aeroelastik, Umweltbeobachtung, Raumfahrtmedizin oder ein anderes spannendes Forschungsthema – die Wahrscheinlichkeit, dass auch Sie Ihre Mission in einem unserer Institute verwirklichen können, ist groß. Aber ganz gleich, wo Sie beim DLR einsteigen, ob in Grundlagenforschung oder Technologie-Entwicklung – bei allem, was wir tun, steht der Nutzen für Gesellschaft und künftige Generationen im Vordergrund. Und wir tragen mit unserer Arbeit dazu bei, technologisch die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu sichern.

      Stellenangebote

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      Aktuelle Stellenangebote beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt finden Sie unter folgendem Weblink: www.DLR.de/jobs

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      Aktuelle Stellenangebote

      Architekt (m/w) - Projektsteuerung von Baumaßnahmen

      Bauingenieur (m/w) - Projektsteuerung von Baumaßnahmen

      Betriebswirt (m/w) - Administrative Bearbeitung von Drittmittelprojekten

      Geograph, Geoinformatiker o. ä. (m/w) - Forschungs- und Entwicklungsaufgaben für die Satellitendatenauswertung

      Informatiker o. ä. (m/w) - IT Service Specialist am Institut für Technische Thermodynamik

      Ingenieurwissenschaftler, Wirtschaftswissenschafter o. ä. (m/w) - Analyse von Fahrzeugtechnologien hinsichtlich ihrer Einflüsse auf die Nutzer

      Küchenhilfe (m/w) - Unterstützung bei Küchenarbeiten

      Sicherheitsingenieur (m/w) - Arbeitssicherheit, Brand- und Umweltschutz

      Sozialwissenschaftler, Erziehungswissenschaftler o. ä. (m/w) - Bildung für nachhaltige Entwicklung

      Student Ingenieurwissenschaften o. ä. (m/w) - Anwendungen zur thermischen Energiespeicherung

      Student Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau o. ä. (m/w) - Konzeptentwicklung zur Applikation des Vakuumaufbaus für großflächige CFK – Luft-und Raumfahrtstrukturen

      Student Luft- und Raumfahrttechnik (m/w) - Flugmechanische Untersuchungen zu Flugabbruchsystemen von unbemannten Frachtflugzeugen

      Student Luft- und Raumfahrttechnik, Maschinenbau o. ä. (m/w) - Auslegung eines Verbindungsbereichs im Zusammenbau der Außenhaut mit der Struktur eines Hochgeschwindigkeitszugs

      Student Luft- und Raumfahrttechnik, Maschinenbau o. ä. (m/w) - Parametrische Untersuchung der aeroelastischen Stabilität von Nurflügel-Konfigurationen unter Einbeziehung der flugmechanischen Bewegung

      Student Maschinenbau, Fahrzeugtechnik o. ä. (m/w) - Erweiterung eines Prüfstands - Inbetriebnahme und Untersuchung

      Student Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften (m/w) - Analyse von gemessenen Solarspektren und Modellierung von Spektren

      Student Psychologie, Human Factors o. ä. (m/w) - Mensch-Maschine Interaktion - Human Factors in der Luftfahrt

      Verkehrswissenschaftler, Geograph o. ä. (m/w) - Empirische Analyse der Personenverkehrsnachfrage

      Verkehrswissenschaftler, Wirtschaftswissenschaftler o. ä. (m/w) - Modellierung der Personenverkehrsnachfrage

      Wirtschaftsingenieur, Betriebswirt o. ä. (m/w) - Institutscontrolling

      Karriere-Blog

      Erfahrungsberichte

      Erfahrungsberichte


      Interessante Mitarbeiter Einblicke in die Arbeitswelt bei DLR erhalten Sie unter folgendem Weblink: www.DLR.de/jobs/wissenschaft-leben

      Unternehmensnews

      Aktuelles

      Das Forschungsschiff Akademik Tryoshnikov ist von seiner Antarktisumrundung zurückgekehrt. Nach erfolgreichem Abschluss der "Antarctic Circumnavigation Expedition" lief der Eisbrecher mit dem internationalen Forscherteam am frühen Morgen des 25. April 2017 in Bremerhaven ein. Wissenschaftler der Forschungsstellen für Maritime Sicherheit des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR) in Bremen und Neustrelitz haben die Mission begleitet. Nicht vor Ort, aber aus dem All. Sie unterstützten die Navigation in den eisbedeckten Gewässern durch Aufnahmen der Radarsatelliten TerraSAR-X und Sentinel-1. Erstmals wurden nun neben Radarbildern auch aus Satellitendaten generierte Eiskarten an Bord geschickt – Karten, die Rückschlüsse auf die Dicke und die Befahrbarkeit des Eises erlauben. "Unser erklärtes Ziel ist es, dass diese Produkte zukünftig automatisch, zusätzlich zu den Satellitenbildern zur Verfügung stehen" erklärt Egbert Schwarz, Wissenschaftler der Forschungsstelle Maritime Sicherheit in Neustrelitz.
      Die Forschungseinrichtung Lufttransportsysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Institut für Lufttransportsysteme der Technischen Universität Hamburg (TUHH) feiern am 25. April ihr zehnjähriges Bestehen mit einem Festakt. Daran schließt sich das 4. Symposium "Luftverkehr der Zukunft" unter dem Titel "Perspektiven des Lufttransportsystems in Deutschland" an.
      Vom 24. bis 28. April 2017 kommen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen zum 11. Internationalen Symposium der IAA (International Academy of Astronautics) zu Kleinsatelliten für die Erdbeobachtung in Berlin zusammen, um sich über die aktuellen Entwicklungen in der Kleinsatellitentechnik auszutauschen.
      CO2-neutrale Brennstoffe sind ein wichtiger nächster Schritt auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Energieversorgung. Auf der Hannover Messe vom 24. bis 28. April 2017 stellen Energieforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) vor, wie solche Energieträger in Zukunft mit erneuerbaren Energien, insbesondere Sonnenenergie, hergestellt und genutzt werden können. Mit dem Brennstoffzellenflugzeug HY4 und einer Klimaanlage für Elektrofahrzeuge zeigt das DLR ganz konkrete Beispiele, wie mehr Nachhaltigkeit auch in der Mobilität gelingt. Das DLR stellt zudem eine moderne Gasturbine mit geringen Schadstoffemissionen für eine dezentrale Energieversorgung vor. Aus dem Bereich der Robotik präsentiert das DLR einen Airbag für die sichere Interaktion zwischen Mensch und Maschine.
      Ob für Bordcomputer, Steuerungssysteme, Sensoren und Kameras oder wissenschaftliche Experimente – beim Flug durchs All benötigen Satelliten jede Menge Energie. Scheint die Sonne auf den Satelliten, erzeugen Solarzellen diese Energie. Befindet er sich im Schatten der Erde, stellen Batterien die notwendige elektrische Leistung zur Verfügung.
      19. April 2017
      Hightech für Helfer
      Jährlich sterben mehr Menschen an Hunger als an AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen. Täglich haben 795 Millionen Menschen auf der Welt, jeder Neunte, nicht genug zu essen. Durch die Folgen des Klimawandels verschärft sich die prekäre Lage – Ernteausfälle aufgrund von extremen Dürreperioden oder Überschwemmungen sind nur ein Beispiel. Doch wo sind wann welche Schäden zu erwarten? Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt nun – gefördert durch das Auswärtige Amt – das UN World Food Programme (WFP) bei der Risikokartierung und Früherkennung von kritischen Entwicklungen im Rahmen der weltweiten Bekämpfung von Hunger. Ziel des neuen Projekts ist es, das WFP dabei zu unterstützen, in einem „Spatial Risk Calendar“ (SPARC) räumlich oder zeitlich wiederkehrende Umweltrisiken frühzeitig aufzudecken und genauer zu prognostizieren, um daraus geeignete Hilfsmaßnahmen und Strategien ableiten zu können.
      Am 15. Februar 2017 hat eine indische Trägerrakete die Rekordanzahl von 104 Satelliten gleichzeitig ins All gebracht - neben einem 714 Kilogramm schweren Erdbeobachtungssatelliten und zwei kleineren Technologieerprobungssatelliten gehörten 101 Kleinsatelliten mit Gewichten zwischen etwa einem und vier Kilogramm zum Gepäck.
      Verkehrsforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben mit dem Triebwagenzug NGT CARGO ein innovatives und ganzheitliches Konzept entwickelt, um die Attraktivität des Schienengüterverkehrs zu steigern.
      Der Stellenwert der globalen Vernetzung in der Raumfahrt ist enorm gestiegen. Die immer breitere Digitalisierung und die damit einhergehende stetig wachsende Datenmenge definieren die Anforderungen an den Raumfahrtsektor neu.
      Auf der Hannover Messe Industrie vom 24. bis zum 29. April 2017 spielt das Thema Energie 4.0 eine wichtige Rolle. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) präsentiert sich dort wieder mit seiner Energieforschung. Prof. Karsten Lemmer, Vorstand für Energie und Verkehr im DLR, ist verantwortlich für die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung der Forschungsarbeiten in diesen gesellschaftlich so relevanten Bereichen. Im DLR forschen rund 1200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit unterschiedlichsten Kompetenzen an umweltfreundlichen, effizienten und kostengünstigen Technologien für ein zukunftsfähiges Energiesystem und eine nachhaltige Mobilität. Im Interview erläutert Prof. Lemmer, welche Themen die Forschung in den Bereichen Energie und Verkehr im DLR in Zukunft prägen werden.
      Die neue Wettbewerbssaison ist gestartet: Das DLR sucht wieder die besten Anwendungsideen im Bereich Satellitennavigation und Erdbeobachtung für die Ideenwettbewerbe "European Satelliten Navigation Competition" (ESNC) und "Copernicus Masters". Inzwischen ist noch mehr möglich: So stehen seit Ende 2016 die ersten Services des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo für den Praxiseinsatz zur Verfügung. Zuvor waren erstmals vier Galileo-Satelliten gleichzeitig mit einem Start in ihre Orbits gebracht worden. Die Ariane-Rakete verschaffte der Konstellation damit einen Schub auf jetzt bereits 18 Satelliten. Auch das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus ist nun einsatzfähig: Mit dem Start von Sentinel-2B Anfang März 2017 sind inzwischen fünf Satelliten auf ihrer Wächtermission und liefern wertvolle Daten zu Erdoberflächen, Ozeanen, Atmosphäre, Katastrophenmanagement, Klimawandel und Sicherheit.
      Bereits zum zehnten Mal und sieben Jahre nach dem letzten Start einer MAXUS-Rakete startete am 7. April 2017 die Forschungsrakete MAXUS-9 der europäischen Weltraumorganisation ESA von der nordschwedischen Startanlage Esrange bei Kiruna. Nach knapp 12 Minuten in der Schwerelosigkeit landete die Nutzlast der Rakete wieder sicher mit einem Fallschirm und wurde vom Missionsteam geborgen. Mit Erreichen der Schwerelosigkeitsphase wurden insgesamt fünf Experimente mit unterschiedlichem Schwerpunkt im Inneren der Nutzlast durchgeführt. Mit dabei waren auch drei deutsche Forschungsvorhaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), sowohl aus der Materialphysik (XRMON-Diff2 und GRADECET), als auch aus der Biologie (EuGraPho), die vom Raumfahrtmanagement des DLR und vom Kölner DLR-Institut für Materialphysik im Weltraum gefördert wurden.
      Aktuelle Bilder der HRSC-Kamera zeigen einen durch Asteroideneinschläge entstandenen Dreifachkrater in der Region Sirenum Terra auf dem Mars. Am Kraterboden befinden sich geschichtete Ablagerungen, die auf das längere Vorhandensein eines Sees dort schließen lassen.
      Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat zusammen mit dem Astronomischen Institut der Universität Bern die erste Teleskopstation in Südafrika in Betrieb genommen: Die Station dient zur permanenten Überwachung des geostationären Orbits und ist Teil des SMARTnet™-Netzwerkes (Small Aperture Robotic Telescope Networks). Ihre Sensoren liefern wichtige Informationen, um Kollisionen im täglichen Satellitenbetrieb zu verhindern. Mit Hilfe der gewonnenen Daten werden die vom GSOC betriebenen Satelliten in Zukunft noch sicherer gesteuert werden können.
      Elektrisches Fliegen und ein effizientes Luftverkehrsmanagement sind weltweit Gegenstand aktueller Forschungsarbeiten für einen möglichst lärm- und emissionsarmen Luftverkehr. Zukünftig könnte daneben eine Renaissance des Überschallpassagierverkehrs möglich werden, die auch davon abhängt, wie gut sich der Überschallknall mittels ausgefeilter Formgebung ohne aerodynamische Einbußen reduzieren lässt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat nun in diesen Bereichen eine engere Zusammenarbeit mit Japanischen Partnern vereinbart. Zwei Abkommen erweitern die Kooperation des DLR mit der Japanischen Einrichtung für Luft- und Raumfahrtforschung JAXA (Japanese Aerspace Exploration Agency). Dazu wurde die bestehende Zusammenarbeit um einen Kooperationsvertrag mit der Japanischen Forschungseinrichtung ENRI (Electronic Navigation Research Institute) ergänzt.
      Vom 23. bis 26. März 2017 wurde erstmals ein neuartiges System zur schnellen Aufklärung von Schadensgebieten bei internationalen Rettungseinsätzen erprobt. In Kooperation mit I.S.A.R. Germany (International Search- and- Rescue) und Germandrones führte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mehrere Testflüge mit einem unbemannten Luftfahrzeug durch. Die Aufklärungsflüge zeigten, welche Potentiale diese Technologie für Rettungskräfte birgt und welche technologischen Weiterentwicklungen für die Nutzung im realen Einsatz nötig sind.
      Der Klimawandel mit seinen ökologischen und ökonomischen Auswirkungen stellt eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen dar. Es gilt weltweit nachhaltige Strategien zu entwickeln und Maßnahmen zum Schutz des empfindlichen Klimasystems abzuleiten. Voraussetzung dafür ist ein tiefgreifendes Verständnis der komplexen Umweltprozesse, die zum Klimawandel beitragen. Atmosphärenforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) konnten nun einen wichtigen Beitrag dazu leisten.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die kanadische University of British Columbia (UBC) arbeiten im Rahmen der Initiative DLR@UBC seit September 2016 erfolgreich zusammen. Die Partnerschaft soll in den nächsten Monaten erweitert und intensiviert werden. Darauf einigten sich die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Pascale Ehrenfreund und der Präsident der UBC Prof. Santa Ono bei einem Treffen am 31. März 2017 in Vancouver.
      Sprache ist ein erstaunliches Kommunikationsmittel – bei ihr zählt jedes Detail. Um den Sprachprozess besser analysieren zu können, erproben Sprachwissenschaftler der Universität Tübingen nun das Schlierenmessverfahren. Dieses Messverfahren spielt in der Luft- und Raumfahrt bei der Visualisierung von Temperatur- oder Druckunterschieden in Gasen eine wichtige Rolle. Gemeinsam mit Wissenschaftlern des Standorts Lampoldshausen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat ein Team von Sprachwissenschaftlern in einer Messreihe untersucht, inwieweit die Schlierenmesstechnik die Kenntnis über die dynamischen Prozesse, die während des Sprechens entstehen, verbessern kann.
      Unsere Informationsgesellschaft steht vor einer Herausforderung: Stetig wachsende Datenmengen müssen immer schneller weltweit übertragen werden, damit wir von den technischen Errungenschaften unserer Zeit profitieren können. "Satelliten liefern uns Zugriff auf immer schnelleres Internet mit extrem hohen Datenraten. Kommunikationstechnik steuert Industrie 4.0, Big Data und die Mobilität der Zukunft.
      "Mit der Initiative 'Raumfahrt bewegt' möchten wir den engen Austausch zwischen Raumfahrt, Mobilität und Logistik voranbringen. Die Raumfahrt kann durch Technologieentwicklungen und zum Beispiel durch satellitengestützte Dienste aus den Bereichen Navigation, Erdbeobachtung und Telekommunikation wichtige Impulse geben. So wirken sich insbesondere die hohen Sicherheitsstandards und Qualitätsmerkmale der Raumfahrtbranche gewinnbringend auf andere Branchen, wie die Automobilbranche, aus. Wir brauchen nicht nur eine 'New Space Economy' mit einem stärkeren Engagement privater Investoren in der Raumfahrt, sondern auch eine 'New Mobility', um den Hightech-Standort Deutschland langfristig zu sichern", betonte Bundeswirtschaftsministerin und Koordinatorin der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, Brigitte Zypries, im Vorfeld der Konferenz.
      In Deutschland und Japan hat die Politik ambitionierte Ziele für den Umbau des Energiesystems und den Klimaschutz gesetzt. Erneuerbare Energien werden stark ausgebaut und Effizienzmaßnahmen verstärkt. Hierbei spielt die Energieforschung in beiden Ländern eine große Rolle. Vor diesem Hintergrund wird die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem japanischen National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) weiter ausgebaut werden. Das AIST betreibt wie das DLR anwendungsorientierte Forschung und ist eine staatlich getragene Forschungsorganisation.
      23. März 2017
      Sonne auf Knopfdruck
      Die größte künstliche Sonne der Welt scheint seit dem 23. März 2017 in Jülich. Der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel nahm gemeinsam mit Dr. Georg Menzen (BMWi) und Prof. Dr. Karsten Lemmer, Vorstand für Energie und Verkehr des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die neue Forschungsanlage "Synlight" in Betrieb. Mit der Anlage sollen unter anderem Produktionsverfahren für solare Treibstoffe, wie beispielsweise Wasserstoff, entwickelt werden.
      In der Aprilausgabe des #DLRmagazins knipsen wir die Sonne an. Sie ist allerdings künstlich und Forschern in Jülich vorbehalten. Ein Wabenfeld aus 149 einzeln ansteuerbaren Strahlern erreicht eine Gesamtleistung von zehntausend Sonnen.
      An seine erste Bahnfahrt erinnert sich Joachim Winter noch genau: „Das war von Lübeck nach Travemünde an die Ostsee, mit einer Dampflok, im Personenwagen, dritte Klasse. Ich bin schon Bahn gefahren, bevor ich laufen konnte.“ Rund sechzig Jahre später hat die Bahnwelt den promovierten Ingenieur, Globetrotter und Familienvater immer noch fest in ihrem Bann. Seit nunmehr fast einem Jahrzehnt leitet er am Institut für Fahrzeugkonzepte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart das Projekt „Next Generation Train“. Hinter diesem Vorhaben, abgekürzt NGT, steht mehr als die evolutionäre Weiterentwicklung des Status quo. Abseits bestehender Blaupausen und Systemgrenzen denken und konstruieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Version vom Hochgeschwindigkeitszug der Zukunft. Gleichzeitig entwickeln sie die benötigten Technologien, um den NGT schneller, sicherer, komfortabler und umweltfreundlicher zu machen – ein hochgestecktes Ziel für Forscher mit Ambitionen.
      Auch dieses Jahr ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wieder auf der weltweit größten Messe für Informationstechnik, der CeBIT, vertreten. Vom 20. bis zum 24. März präsentiert das DLR auf verschiedenen Plattformen ausgewählte Projekte, in Kooperation mit den jeweiligen Partnern. Dabei zeigt sich, dass das DLR nicht nur vielfältig aufgestellt, sondern auch ein guter und verlässlicher Partner für Industrie und Forschung ist.
      Fast auf den Tag genau vor 25 Jahren, am 19. März 1992, schwebte mit Klaus-Dietrich Flade der erste Deutsche als Kosmonaut in die russische Raumstation MIR ein. Flade ist ausgebildeter Testpilot sowie Luft- und Raumfahrtingenieur und bleibt im Rahmen der MIR’92-Mission sechs Tage lang als Wissenschaftskosmonaut auf dem damals einzigen Außenposten der Menschheit im All.
      Wie kann Weltraummüll eingefangen werden? Wie können Studierende die Drehung der Forschungsrakete in Schwerelosigkeit reduzieren? Am 16. März 2017 startete um 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ) vom Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Nordschweden die REXUS-22-Forschungsrakete mit XY Experimenten an Bord, um diese und weitere Fragen zu klären.
      Eine Beimischung von 50 Prozent Biotreibstoff reduziert im Reiseflug die Rußpartikelemissionen eines Flugzeugtriebwerks um 50 bis 70 Prozent gegenüber der Verbrennung von reinem Kerosin. Dies zeigt eine nun im Fachjournal NATURE erschienene Studie, die auf gemeinsamen Forschungsflügen der NASA, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und des kanadischen National Research Council (NRC) beruht. Die Ergebnisse liefern weltweit erstmals wichtige Anhaltspunkte darüber, wie Biotreibstoffe in der Luftfahrt nicht nur die Emissionen im Umfeld von Flughäfen mindern, sondern auch im Reiseflug zu einer klimafreundlichen Entwicklung des Luftverkehrs beitragen können.
      Umweltschutz, Landwirtschaft, Stadtplanung: Dies sind nur einige der Bereiche, die von den Erdbeobeobachtungsdaten der Sentinel-Satelliten des europäischen Copernicus-Programms profitieren werden. Fünf dieser Satelliten liefern bereits heute vielfältige Informationen über Zustand und Beschaffenheit der Erdoberfläche: Damit ist das Copernicus-System nun einsatzfähig. Die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, die sich daraus ergeben, sind Thema des Nationalen Forums für Fernerkundung und Copernicus 2017 - "Copernicus@work".
      Für die Umwelt- und Klimaforschung hinauf in die Stratosphäre vordringen, Nord- und Südpol befliegen und rund um die Welt bis in entlegene Winkel Atmosphärendaten sammeln: Das ist seit nun bald fünf Jahren das Einsatzspektrum des deutschen Ausnahme-Forschungsflugzeugs HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft). Anlässlich eines Symposiums zu den bisherigen und bis 2022 geplanten HALO-Missionen, sagte Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka in Berlin.
      Auf der JEC World in Paris, der europäischen Leitmesse für Faserverbundleichtbau, präsentiert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom 14. bis 16. März 2017 aktuelle Forschungsprojekte rund um das Thema faserverstärkte Hochleistungskunststoffe. Im Mittelpunkt des gemeinsamen Auftritts des DLR-Instituts für Bauweisen und Strukturtechnologie, des DLR-Instituts für Faserverbundleichtbau und Adaptronik und des Zentrums für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) in Augsburg und Stade stehen in diesem Jahr innovative Technologien für die effiziente Produktion von Faserverbundbauteilen. Am rund 120 Quadratmeter großen DLR-Stand in Halle 5a (E59 und D63) zeigen und erklären die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vielfältige Beispiele für Anwendungen vor allem aus den Bereichen der Luft- und Raumfahrt.
      Landschaftsplaner, Meteorologen, Land- und Forstwirte, Naturschutzbeauftragte, Stadtentwickler - Erdbeobachtungssatelliten können diesen Berufsgruppen helfen, ihre Arbeit besser und effizienter zu gestalten. Doch sie profitieren nur dann von den Informationen aus dem All, wenn sie verlässlich, schnell und sicher an die benötigten Daten kommen. Dafür hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) nun die "Copernicus Data and Exploitation Platform - Deutschland" - kurz CODE-DE - freigeschaltet. CODE-DE sichert deutschen Nutzern einen unkomplizierten Zugang zu Erdbeobachtungsdaten und erleichtert damit ihren Arbeitsalltag.
      Einen Super-Rechner für die Flugzeugforschung hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Göttingen am Mittwoch, 8. März 2017, in Betrieb genommen. Dafür wurden 3 Millionen Euro am Standort investiert. "Damit wird das DLR seiner Rolle als einer der europaweit führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der aeroelastischen Simulation gerecht", sagte DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke, "das ist ein weiterer Schritt in der Digitalisierung der Luftfahrtforschung".
      Das Land Niedersachsen und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben heute in einem gemeinsamen "Memorandum of Understanding" die zukünftige Zusammenarbeit zum Testfeld für automatisiertes Fahren besiegelt. Auf den Autobahnen 2,7,391 und 39 sowie auf Bundes- und Landstraßen wird bis Anfang 2018 schrittweise die notwendige Technik dafür installiert. Das Land Niedersachsen (Wirtschaftsministerium und Wissenschaftsministerium) und das DLR investieren in den schrittweisen Aufbau des Testfeldes gemeinsam fünf Millionen Euro.
      Das Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe werden in Zukunft am DLR-Standort Köln enger zusammenarbeiten. Ziel der Kooperation ist die Kompetenzen für Luft- und Raumfahrtmedizin zu bündeln sowie Forschungsvorhaben gemeinsam durchzuführen. Außerdem soll der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert und die vorhandenen Ressourcen optimal genutzt werden. Dazu entsteht in den kommenden Jahren ein neues Gebäude der Luftwaffe auf dem Gelände des DLR in Köln. Am 6. März 2017 begrüßte DLR-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Hansjörg Dittus Vertreter der Bundeswehr und Ministerien zum ersten Spatenstich für das neue Gebäude.
      Die Gesellschaft im 21. Jahrhundert wird immer mobiler. Deutlicher Gradmesser dafür ist der touristische Luftverkehr, der in diesem Sommer erheblich stärker wächst als der Luftverkehr insgesamt und dabei das Flugaufkommen zu internationalen Zielen dominiert. Das zeigt eine nun veröffentlichte Analyse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Blick auf die Vorlieben deutscher Flugreisender.
      Knapp zwei Jahre nach seinem "Zwillingssatelliten" ist am 7. März 2017 um 2.49 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (6. März, 22.49 Uhr Ortszeit) der europäische Erdbeobachtungssatellit Sentinel-2B an Bord einer Vega-Trägerrakete vom europäischen Weltraumbahnhof der ESA in Kourou (Französisch-Guyana/Südamerika) zu seiner Mission gestartet.
      Mit Beginn des Jahres 2017 ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Mitglied der Eclipse Foundation, einer gemeinnützigen Stiftung, die eine Plattform zur Entwicklung von industriefreundlicher Open Source Software bereitstellt. Als "Solution Member" ist das DLR nun Teil dieser Plattform und liefert einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung von individuellen Softwarelösungen für Industriepartner weltweit.
      Einst strömten hier gewaltige Wassermassen über die Oberfläche und formten eines der größten Talsysteme des Mars - die Kasei Valles. Diese Bilder der Kamera HRSC zeigen einen Ausschnitt des Mündungsgebiets dieses Ausflusskanalsystems, das am Übergang von der Tiefebene Chryse Planitia zum Marshochland liegt.
      Erst drei europäische Astronautinnen waren bisher im Weltall. Doch hinsichtlich künftiger Mars-Missionen und touristischer Raumflüge gilt es noch zahlreiche Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den weiblichen Organismus zu erfassen und zu verstehen. Im Rahmen der Initiative 'Die Astronautin' sucht das Unternehmen HE Space derzeit eine deutsche Astronautin für eine zehntägige Mission auf der Internationalen Raumstation ISS. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) begleitete die Auswahl aus wissenschaftlichem Interesse, indem es die psychologischen und medizinischen Eignungsuntersuchungen vornahm.
      Ohne Technologien zum Speichern von Strom und Wärme lässt sich die Dekarbonisierung, also der Verzicht auf kohlenstoffhaltige Energieträger und der Ausbau der erneuerbaren Energien, nicht umsetzen. Einen Einblick in aktuelle Projekte gab das Stuttgarter EnergieSpeicherSymposium des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Zum sechsten Mal kamen am 22. Februar 2017 mehr als 100 Vertreter aus Forschung, Industrie und Politik zusammen, um aktuelle Ergebnisse zu präsentieren und zu diskutieren. Im Fokus standen Speicher für energieintensive Industrieprozesse. Das Symposium wird veranstaltet vom DLR-Institut für Technische Thermodynamik, das neue Speichertechnologien entwickelt und deren Integration in regionale, nationale und internationale Energiesysteme untersucht.
      Um die deutschen Energie- und Klimaschutzziele zu erreichen, muss die Elektromobilitätvoran kommen. Schlüsselfaktor dafür ist eine bedarfsgerechte öffentliche Ladeinfrastruktur. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben im Rahmen des Projektes LADEN2020 erstmals den Gesamtbedarf an öffentlichen Ladepunkten ermittelt.
      Das Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Airbus Defence and Space GmbH haben am 17. Februar 2017 den Industrievertrag für die Konstruktions- und Bauphase des deutsch-französischen Klimasatelliten MERLIN geschlossen.
      Einmal als Studierender mit eigenen Ideen die Luftfahrttechnik in neue Bahnen lenken. Flugzeugentwürfe konzipieren, die den Passagierflug jenseits der Schallmauer neu erfinden oder revolutionär leise und emissionsarm sind. Das sind die zwei Herausforderungen, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit der NASA gleichzeitig Studierenden in Deutschland und den USAstellt. Zum Auftakt treffen sich die deutschen Teilnehmer aus sieben Hochschulen am 17. Februar 2017 im Zentrum für angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Hamburg. Bis Ende Juni sollen die Wettbewerbsvorschläge eingereicht sein und den deutschen Gewinnern winkt im Herbst ein Trip zur amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde. Dort werden sie ihre Arbeit neben den amerikanischen Siegern des Wettbewerbs präsentieren.
      Die Entwicklung von Automatisierungstechnologien in Fahrzeugen nimmt stetig zu. Dabei gehört die Nutzung von autonomen Fahrzeugen längst nicht mehr in den Bereich der Science Fiction.
      Die Modernisierung des Flugverkehrsmanagements ist eine der zentralen Herausforderungen der heutigen Luftfahrtforschung. Dafür hat die Europäische Union das Single European Sky ATM Research Programme (SESAR) als Teil des Forschungsrahmenprogramms Horizon 2020 mit insgesamt 29 Projekten ins Leben gerufen. Zwei Projekte mit dem Schwerpunkt auf sicheren und effizienten Flughäfen von morgen sind nun unter der Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gestartet. Im Fokus stehen die Anwendung der Fernüberwachungstechnik, die das Flugverkehrsmanagement für einen oder mehrere Airports aus einem Kontrollzentrum (Remote Tower Center) ermöglicht, sowie der umfangreiche Testbetrieb neuer Entwicklungen im Flugverkehrsmanagement am Boden.
      Eigentlich war das 2009 gestartete NASA-Weltraumteleskop Kepler zur Suche nach extrasolaren Planeten schon 2013 wegen zweier defekter Schwungräder außer Betrieb gesetzt worden. Doch die Missionskontrolle schaffte es, den Teleskop-Orbiter in einem veränderten Betriebsmodus auf seiner Umlaufbahn um die Sonne in eine Raumlage zu manövrieren, die eine Fortsetzung der Mission ermöglichte: Dabei wurde der Sonnenwind zur Stabilisierung der Sonde genutzt, so dass der Mission im Mai 2014 ein "zweites Leben" eingehaucht wurde, von der NASA mit dem Missionsnamen K2 bezeichnet.
      Die Straßenfahrzeuge von morgen werden zunehmend intelligent, vernetzt, elektrifiziert und autonom unterwegs sein. Diese Trends wirken sich auch auf die zum Einsatz kommenden Fahrzeugkonzepte und Werkstoffe aus. Dieser Themenkomplex stand im Mittelpunkt der Tagung werkstoffplus auto, die am 15. und 16. Februar 2017 in Stuttgart stattfand. Rund 160 Experten aus Industrie und Wissenschaft tauschten sich über aktuelle und zukunftsweisende Entwicklungen auf dem Gebiet der automobilen Werkstofflösungen aus.
      Eine neue Rakete zu entwickeln, die mit Hilfe von Sauerstoff und Alkohol fliegt: Diesem Ziel sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die brasilianische Raumfahrtagentur Agência Espacial Brasileira (AEB) nun einen großen Schritt näher gekommen. Das zeigen die nun präsentierten Ergebnisse der ersten Brenntest-Kampagne für das Oberstufen-Triebwerk eines zukünftigen brasilianischen Kleinträgers.
      Im Rahmen der 12. Internationalen Ilan Ramon Raumfahrtkonferenz in Israel, hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am 31. Januar 2017 eine Kooperation mit der israelischen Raumfahrtagentur ISA vereinbart.
      Dr. Matthias Maurer wurde am 2. Februar 2017 im Europäischen Raumflugkontrollzentrum (ESOC) der ESA in Darmstadt als neues Mitglied des ESA-Astronautenkorps der Öffentlichkeit vorgestellt. In der ESA-Astronautenauswahl von 2009 war er bereits unter den Finalisten. Mit der Astronauten-Grundausbildung im Europäischen Astronautenzentrum (ESA/EAC) auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln, dem Heimatstandort aller ESA-Astronauten, beginnt die Vorbereitung auf seinen Flug ins All.
      Anfang 2017 ist es Winter in der Nordhemisphäre des Mars. Ein neu erstelltes Farbmosaik zeigt das ungewöhnliche, fast perfekt symmetrische Muster der elfhundert Kilometer durchmessenden Nordpoleiskappe des Mars. Die Untersuchung der Nordpolkappe soll dazu beitragen, mehr über die Entwicklung des Klimas unseres Nachbarplaneten zu erfahren.
      Sechs Monate lang war die Sonderausstellung "KOMETEN - die Mission Rosetta: Eine Reise zu den Ursprüngen des Sonnensystems" eine Attraktion im Museum für Naturkunde in Berlin. Am 26. Januar 2017 schloss die Sonderausstellung, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Kooperation mit dem weltbekannten Berliner Museum und der Max-Planck-Gesellschaft zusammengestellt hatte. Mehr als siebenhunderttausend Besucher bestaunten nach Angaben des Museums ein über vier Meter großes Modell des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko im Maßstab 1:1000 und erfuhren alles Wissenswerte über Kometen und die europäische Raumfahrtmission Rosetta. Die Sonde war 2004 auf ihre lange Reise gestartet, hat zwischen 2014 und 2016 den geheimnisvollen "Schweifstern" erforscht und dabei die Landesonde Philae auf ihm abgesetzt.
      Das Institut für Fahrzeugkonzepte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt gemeinsam mit der japanischen Firma Yamaha Corporation spezielle Fahrzeugsysteme auf Basis thermoelektrischer Effekte. Ziel der Zusammenarbeit ist, neuartige Module für den Einsatz in der Restenergienutzung von Straßen- und Schienenfahrzeugen prototypisch herzustellen.
      Seit einigen Wochen kommt es in Chile in Folge einer längeren Trockenperiode zu flächendeckenden Waldbränden. Um die Einsatzkräfte vor Ort mit aktuellen Lagebildern des Katastrophengebietes zu versorgen, aktivierte das chilenischen Katastrophenschutzministerium (ONEMI - Oficina Nacional de Emergencia del Ministerio del Interior) am 25.Januar 2017 die Internationale Charter für Weltraum und Naturkatastrophen. Das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums (DFD) am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erhielt den Auftrag die Koordinierung der gesamten Charter-Aktivierung zu übernehmen. Im Rahmen der Charter-Aktivitäten forderten die Mitarbeiter des ZKI unter anderem beim DLR-Institut für Optische Sensorsysteme Daten des DLR-Satelliten TET-1 der FireBIRD-Mission an. Dank einer reibungslosen DLR-internen Koordination vergingen zwischen Bestellung, Planung, Satellitenkommandierung, Datendownload und Datenverarbeitung nur wenige Stunden, bis das ZKI eine erste Lagekarte der Brandherde nach Chile schicken konnte.
      Mit dem Telekommunikationssatelliten Hispasat 36W-1 ist am 28. Januar 2017 um 2.03 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (27. Januar, 22.03 Uhr Ortszeit) der erste Satellit einer neuen, wesentlich in Deutschland entwickelten und gebauten Satellitenplattform ins All gestartet: SmallGEO ist ein Programm für relativ leichte geostationäre Satelliten, die mit etwa drei - statt klassischerweise sechs oder acht - Tonnen in 36.000 Kilometer Höhe um die Erde kreisen.
      Klimawandel, Digitalisierung, Industrie 4.0 sowie die Transformation des Energie- und Verkehrssystems, diese zentralen gesellschaftlichen Aufgaben stehen 2017 im Fokus der Forschungsarbeiten des Deutsche Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Auf der Neujahrespressekonferenz in Berlin stellt das DLR am 26. Januar 2017 die Ausrichtung seiner Forschungsarbeiten sowie ausgewählte Projekte vor.
      Bis Ende 2017 werden die Satellitenmissionen Sentinel-1, -2 und -3 des europäischen Copernicus-Programms ein tägliches Datenvolumen von mehr als 20 Terabyte generieren. Angesichts dieser Datenmengen sind neue Auswertungsverfahren erforderlich. Deshalb haben Wissenschaftler am Earth Observation Center (EOC) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen den TimeScan-Prozessor entwickelt und erfolgreich getestet.
      Die Sicherheitsforschung zählt zu den großen Herausforderungen unserer modernen Gesellschaft und stellt eines der zentralen Forschungsfelder des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) dar. Zu den aktuellen Themen und Projekten informierte sich der Parlamentarische Staatssekretär Uwe Karl Beckmeyer, Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, am 25. Januar 2017 bei seinem Besuch am DLR-Standort in Berlin-Adlershof.
      Eines der komplexesten Experimente, das je auf einer Forschungsrakete geflogen wurde: So könnte man das Experiment MAIUS 1 beschreiben, das am 23. Januar 2017 um 3.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit mit einer Forschungsrakete vom Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Nordschweden ins Weltall gestartet ist. Während der etwa sechsminütigen Phase, in der während des Fluges Schwerelosigkeit herrscht, ist es deutschen Wissenschaftlern erstmalig gelungen, ein Bose-Einstein-Kondensat (BEK) im Weltraum zu erzeugen und für Interferometrie-Experimente zu nutzen.
      Zukünftig soll der Verkehr an Ampelkreuzungen besser fließen und Verkehrsteilnehmer dürfen mit weniger Wartezeit rechnen. Möglich machen dies zwei neuartige Steuerungsverfahren für Ampeln, die Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt und erstmalig in Braunschweig getestet haben.
      Das Röntgenteleskop eROSITA ist nun startbereit: Nicht in den Weltraum, aber nach Moskau ging die Reise am 20. Januar 2017 an Bord eines Frachtflugzeugs für das Hauptinstrument der russisch-deutschen Weltraummission Spectrum-Roentgen-Gamma (SRG). Das Instrument des Max-Planck-Instituts für Extraterrestrische Physik (MPE), das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gefördert wird, soll den gesamten Himmel in bisher nicht erreichter Präzision durchmustern.
      Schülerinnen und Schüler können einen eigenen voll funktionsfähigen Mini-Satelliten in der Größe einer Getränkedose entwickeln und mit einer Rakete in den Himmel schicken. Dies ermöglicht der vierte deutsche CanSat-Wettbwerb (engl. für Dosen-Satellit), den das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt. Das Siegerteam qualifiziert sich für die anschließende europaweite Ausscheidung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Bewerbungsschluss ist der 3. Februar 2017.
      Der Asteroid Psyche ist Ziel der 14. Mission im Rahmen des Discovery-Programms der NASA. Die gleichnamige robotische Mission startet 2023 und wird erstmalig einen metallischen Asteroiden erforschen, um weitere Kenntnisse über die Entstehung des Sonnensystems und speziell über die Struktur und Entwicklung von Planetenkernen zu gewinnen.
      Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben gemeinsam mit Partnern einen 170-seitigen Leitfaden zur Ertragsberechnung eines Solarkraftwerks erstellt. Die Solarthermiebranche verfügt damit erstmals über umfangreiche und standardisierte Berechnungsgrundlagen, die den hohen Anforderungen bei der Projektfinanzierung gerecht werden.
      Einmal wie ein Astronaut um die Erde kreisen und die irdische Pracht der wandernden Jahreszeiten bestaunen. Seit März 2016 können Besucher des Gasometers Oberhausen dieses Schauspiel erleben. Insgesamt 750.000 Menschen strömten im vergangenen Jahr in das 100 Meter hohe Industriedenkmal und haben die "Wunder der Natur" zur erfolgreichsten Einzelausstellung des Jahres 2016 in Deutschland gemacht und gleichzeitig einen Besucherrekord am Gasometer aufgestellt. "Die vielen Besucher machen die Faszination für die Erdbeobachtung deutlich", sagt Nils Sparwasser vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Insgesamt 1,5 Millionen Bilder erzeugten die Forscher, um die Schönheit der Erde zu zeigen und gleichzeitig einen Blick aus dem All auf unseren Heimatplaneten zu ermöglichen. Das Ergebnis: Eine Erdkugel mit einem Durchmesser von 20 Metern, auf der sich aufwendig projiziert Tag und Nacht abwechseln oder auch Wolkenbänder die Luftströmungen um die Erde sichtbar machen. "Wenn die Besucher im Gasometer Oberhausen auf die künstliche Erde blicken, sehen sie die Vielfalt der Erdbeobachtungsdaten, die wir Tag für Tag empfangen und nutzen, um die Wunder der Natur besser zu verstehen und zu erhalten."
      Mit dem Projekt "Umrollung Piste 28" soll am Flughafen Zürich die Anzahl von kreuzenden Flugzeugen deutlich reduziert und die Sicherheit weiter erhöht werden. Um rauszufinden, ob solch ein neuer Weg auch problemlos betrieben werden, hat der Flughafen Zürich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt.
      Der Wecker klingelt rücksichtslos um Punkt 07:00 Uhr. Aufstehen, duschen, frühstücken! Halb schlaftrunken bewegt man sich dann, nach einer viel zu kurzen Nacht, durch den Berufsverkehr zur Arbeit und so richtig wach fühlt man sich erst nach der zweiten Tasse Kaffee. Sie kennen das? – Schlafmangel ist ein alltägliches Problem, das alltägliche Risiken verstärkt: Wahrnehmung und Reaktionsvermögen sind eingeschränkt, das Konzentrationsvermögen lässt ebenfalls nach. In einer Langzeitstudie gehen Wissenschaftlerinnen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) den medizinischen Ursachen dieser Phänomene auf den Grund.
      Ein Crashtest von Hochgeschwindigkeitszügen, auf Wolkenjagd in Westafrika, der Erstflug eines viersitzigen Brennstoffzellen-Flugzeugs - 2016 war ein Jahr mit vielen Forschungshighlights im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
      14.205 Kilometer von Berlin entfernt fegen Stürme mit 250 Kilometern in der Stunde über die Antarktische Halbinsel hinweg. An ihrer Nordspitze trotzt seit 25 Jahren die Antarktis-Station GARS O’Higgins (German Antarctic Receiving Station) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Mehrere zehntausend Male hat die Anlage Datenpakete von Satelliten empfangen, hat Kommandos gesendet oder auch als Radioteleskop gedient. Nun wird die Station mit 2,5 Millionen Euro modernisiert.
      Wenn Flugzeuge fliegen, entstehen hinter ihnen von den Tragflügelspitzen ausgehende starke Wirbel, so genannte Wirbelschleppen. Diese können sicherheitsrelevante Auswirkungen auf den nachfolgenden Flugverkehr haben. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat nun in Flugversuchen die Weiterentwicklung eines Wirbelschleppenausweichsystems erprobt. Das System kann die potentiell gefährlichen Wirbelschleppen allein aus Wetterinformationen und den Navigationsdaten des vorausfliegenden Flugzeugs vorhersagen, mögliche Konflikte ermitteln und dazu Ausweichmanöver vorschlagen.
      Am 15. Dezember 2016 hat das europäische Satellitennavigationssystem Galileo einen weiteren Schritt hin zum künftigen Routinebetrieb gemacht. Die European GNSS Agency (GSA) hat im Auftrag der Europäischen Kommission durch einen Vertrag, der heute in Brüssel unterschrieben worden ist, den Betrieb von Galileo für die nächsten zehn Jahre an das Münchener Unternehmen Spaceopal übertragen.
      Der Krater Occator auf dem Zwergplaneten Ceres ist ein Hingucker: Mit einem Durchmesser von 92 Kilometern ist er größer als der Krater Tycho auf dem Mond - der selbst von der Erde aus mit dem bloßen Auge als heller Fleck zu erkennen ist. Seine Wände ragen mit bis zu 2000 Metern höher empor als die Eiger-Nordwand in den Berner Alpen. Und seine hellen Flecken im Inneren des Kraters lassen weltweit die Wissenschaftler über ihre Beschaffenheit und ihren Ursprung diskutieren. "Der Einschlag, der diesen Krater entstehen ließ, hat sehr wahrscheinlich eine Verbindung zum tieferen Untergrund geschaffen - und so konnte vermutlich ein Gemisch aus Eis, Schlamm und Salz durch Spalten in der Kruste nach oben steigen", sagt DLR-Planetenforscher Prof. Ralf Jaumann, Mitglied im Kamera-Team der amerikanischen Dawn-Mission. Das helle kalkhaltige Salz an Ceres‘ Oberfläche ist der Rückstand dieses Prozesses. "Es hat also eine Art vulkanischer Tätigkeit stattgefunden - allerdings nicht mit geschmolzenem Gestein, sondern mit einem geschmolzenem Eis-Schlamm-Gemisch." Ein vom DLR-Institut für Planetenforschung erstelltes Video simuliert einen Überflug über den einzigartigen Krater. Vorgestellt werden die detaillierten Ergebnisse sowie weitere Bilder auf einer Pressekonferenz am 15. Dezember 2016 auf der AGU (American Geophysical Union).
      Ab dem 14. Dezember 2016 können Teams von Studierenden aller Hochschulen in Deutschland am Wettbewerb "Überflieger" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) teilnehmen. Dazu können sie bis zum 28. Februar 2017 ihre Ideen für Experimente auf der Internationalen Raumstation ISS beim DLR einreichen. In einem zweistufigen Auswahlprozess werden bis zu drei Teams ausgewählt, die bei der Umsetzung ihrer Experimentidee durch das DLR, die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) und das US-amerikanische Unternehmen DreamUp unterstützt werden.
      Von außen sehen die Päckchen unspektakulär aus - aber in ihrem Inneren befinden sich jeweils hunderte von kleinen Detektoren, die in der Internationalen Raumstation ISS die kosmische Strahlung erfassen. Nun hat der europäische Astronaut Thomas Pesquet das mittlerweile zehnte Detektoren-Set für das Experiment DOSIS 3D im Forschungslabor Columbus installiert. An insgesamt elf verschiedenen Orten im Modul zeichnen die Detektoren für sechs Monate die Strahlung auf, bis sie wieder eingesammelt und zur Auswertung auf die Erde transportiert werden. "So können wir über einen längeren Zeitraum ein dreidimensionales Bild gewinnen, wo im Forschungslabor welche Strahlung ankommt", erläutert Dr. Thomas Berger, Strahlenphysiker am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und wissenschaftlicher Leiter des Experiments. Zudem messen die Wissenschaftler die ganz persönliche Strahlendosis des französischen Astronauten im Auftrag des Europäischen Astronautenzentrums (EAC) mit einem passiven Personendosimeter (EuCPD). Erstmals können aber auch mit dem neu installierten System EAD (ESA Active Dosimeter) die Strahlungsdaten des Astronauten den Strahlenphysikern auf der Erde in Echtzeit zur Verfügung gestellt werden.
      Die Reduzierung von Schadstoffen ist ein Hauptziel bei der Entwicklung moderner Gasturbinen für die Energieerzeugung und den Antrieb von Flugzeugen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist das genaue Verständnis der Verbrennungsvorgänge innerhalb der Brennkammer einer Gasturbine entscheidend. Ingenieure des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Rolls-Royce Deutschland haben nun gemeinsam eine erste Testkampagne an einem neu entwickelten Versuchsträger durchgeführt.
      Gute Nachrichten für den "Maulwurf" HP3 (Heat Flow and Physical Properties Package), den das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am 5. Mai 2018 mit der amerikanischen Mission InSight für Wärmefluss-Messungen zum Mars schicken wird: Die Landestelle in der Ebene "Elysium Planitia" hat sehr wahrscheinlich einen Wärmefluss, der durchschnittlich und somit repräsentativ für den Mars sein wird. Dies haben detaillierte Simulationen ergeben, die die DLR-Planetenforscherin Dr. Ana-Catalina Plesa mit ihrem Team erstellte: Das dreidimensionale Modell zeigt, dass der "Maulwurf", der zum ersten Mal Messungen in mehreren Metern Tiefe auf dem Mars durchführen wird, nicht auf extreme, verfälschende Anomalien stoßen wird. "Unser dreidimensionales Modell erfasst die Variationen und Abweichungen im Wärmefluss - der erloschene Vulkan Elysium Mons zum Beispiel wird die Messungen der InSight-Mission nicht beeinträchtigen", erläutert Dr. Ana-Catalina Plesa.
      Das Reallabor Schorndorf geht einen weiteren Schritt, um das Ziel eines bedarfsgerechten Nahverkehrs umzusetzen: Zwei Test-Busse werden pünktlich zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 im innerstädtischen Busverkehr der baden-württembergischen Kreisstadt zum Einsatz kommen. Der Schorndorfer Oberbürgermeister Matthias Klopfer übergab die beiden Fahrzeuge am 9. Dezember an Knauss Linienbusse, den Betreiber der Buslinien des öffentlichen Personennahverkehrs.
      Die Energiewende ist eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft. Die Energieforschung der Helmholtz-Gemeinschaft besitzt vielseitige Kompetenzen, um dieses ambitionierte Ziel umzusetzen. Auf Einladung der Sprecher von vier Helmholtz-Forschungsprogrammen darunter auch dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) trafen sich nun Expertinnen und Experten aus sieben Helmholtz-Zentren in Berlin, um die verschiedenen Forschungsfelder stärker zu bündeln und Systemlösungen für die zukünftige Energielandschaft zu identifizieren. Die Veranstaltung wurde organisiert vom Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB).
      08. Dezember 2016
      Mars: Flug über Mawrth Vallis
      Etwa 600 Kilometer lang und bis zu zwei Kilometer tief: Das ist Mawrth Vallis, ein ausgetrocknetes Ausflusstal auf unserem Nachbarplaneten Mars. Die vom DLR betriebene Kamera HRSC an Bord der ESA-Raumsonde Mars Express hat das Tal in hochauflösenden Bildern aufgenommen. Aus dem am DLR-Institut für Planetenforschung berechneten digitalen Geländemodell haben Wissenschaftler der Freien Universität Berlin einen Film von einem simulierten Flug entlang des Talverlaufs erzeugt.
      Zum ersten Mal in der Raumfahrtgeschichte haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in einem Weltraumexperiment gezeigt, wie sich ein Satellit einem Fremdsatelliten völlig autonom, allein auf Basis passiver optischer Beobachtungen annähern kann. Diese hochanspruchsvolle Technologie wurde im Rahmen des Experiments AVANTI auf dem Erdbeobachtungssatelliten BIROS demonstriert, bei dem der Satellit bis auf 50 Meter an sein Zielobjekt heranfliegen konnte.
      Die internationale Politik hat sich in der Klimavereinbarung von Paris ehrgeizige Ziele zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen gesteckt. Eine entscheidende Rolle wird dabei das Monitoring der Emissionen spielen. Den internationalen Bemühungen in diesem Bereich wird im Frühjahr 2017 das Forschungsflugzeug HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft) die zwei wichtigsten Klimagase CO2 und Methan ins Visier seiner neuartigen Instrumente nehmen und dabei Daten von Europa bis Nordafrika liefern, an denen derzeit noch ein eklatanter Mangel herrscht.
      Am 1. und 2. Dezember 2016 tagten die in Europa für Raumfahrt zuständigen Minister im schweizerischen Luzern, um die programmatischen und finanziellen Weichen für die europäische Raumfahrt der nächsten Jahre zu stellen. Die sogenannte ESA-Ministerratskonferenz ist das höchste Entscheidungsgremium der Europäischen Weltraumorganisation ESA und fand zuletzt genau vor zwei Jahren, am 2. Dezember 2014, in Luxemburg statt.
      Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben im Auftrag von Greenpeace International untersucht, wie die Energieversorgung Brasiliens bis ins Jahr 2050 durch den forcierten Ausbau erneuerbarer Energien und Effizienzmaßnahmen nachhaltig umgestaltet werden kann. Die im Rahmen der Energy [R]evolution Projektreihe entstandene Studie zeigt Entscheidern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Wege und Handlungsoptionen auf, um die Energieversorgung zu einhundert Prozent auf erneuerbare Ressourcen umzustellen und so den damit verbundenen Ausstoß von Kohlenstoffdioxid auf Null zu senken.
      Im Rahmen des Projekts "Flugzeuggetragenes Mehrkanal-Radarsystem für die Maritime Sicherheit“ hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Juni 2016 eine Flugkampagne in der Nordsee durchgeführt. Dabei kamen das flugzeuggetragene Radarsystem F-SAR des DLR-Instituts für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme und das Schiff BP 24 "Bad Bramstedt“ der Bundespolizei See zum Einsatz. Bei der Flugkampagne wurden Radardaten des kontrolliert fahrenden Polizeischiffs aufgezeichnet, dass sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Fahrtrichtungen bewegte.
      30. November 2016
      Plasmaforschung auf der ISS
      Die Plasmakristall-Experimente zählen zu den erfolgreichsten Forschungsarbeiten auf der Internationalen Raumstation ISS. Das Plasmakristall-Labor PKE-Nefedov gehörte zu den ersten naturwissenschaftlichen Forschungslaboren auf der ISS, seit 2014 ist im Columbus-Modul der Nachfolger PK-4 in Betrieb. Mehr als 70 wissenschaftliche Publikationen belegen den Wissenszuwachs aus den Experimenten der letzten 15 Jahre. Die Forschungsgruppe Komplexe Plasmen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gewinnt mit ihren Arbeiten grundlegende Erkenntnisse, die insbesondere der Festkörper- und Flüssigkeitsphysik dienen, aber auch Anwendungen in der Weltraumphysik, der Plasmaphysik und Plasmatechnologie sowie der Fusionsforschung ermöglichen. Ende November trafen sich am DLR in Oberpfaffenhofen die internationalen Projekt- und Forschungspartner zu einem umfassenden Symposium, um die bisherigen Ergebnisse von PK-4 vorzustellen und die künftigen Aktivitäten zu planen.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die MTU Aero Engines haben sich erneut zum strategischen Dialog getroffen. Das Treffen, zu dem sich Technik-Vorstand Dr. Rainer Martens (MTU) und DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke sowie die agierenden Direktoren beider Seiten austauschten, stand im Zeichen der jüngst beschlossenen Neugründung eines Test- und Simulationszentrums für Gasturbinen des DLR in Augsburg.
      Der bundesweit ausgeschriebene Schülerwettbewerb StratoSAT ist eröffnet: Seit dem 24. November 2016 können Schülerteams ab 14 Jahren spannende Vorschläge zur Erforschung der Atmosphäre oder zur Fernerkundung der Erdoberfläche für ihre eigene „Mini-Satellitenmission“ bis zum 31. Januar 2017 bei der Ludwig-Maximilians-Universität München einreichen. Insgesamt werden aus den Bewerbungen zehn Teams für den Wettbewerb ausgewählt.
      Landeanflüge leiser gestalten, das ist die Motivation zweier gemeinsamer Forschungsvorhaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und des Umwelt- und Nachbarschaftshauses (UNH) in Kelsterbach, deren erste Ergebnisse heute auf der internationalen Konferenz für aktiven Schallschutz ICANA 2016 am Flughafen Frankfurt vorgestellt wurden. Ein Pilotenassistenzsystem für leisere Anflüge sowie ein Verfahren für flexiblere lärmentlastende Anflugrouten konnten in diesem Jahr erprobt werden. Beide Verfahren haben ihr Potential unter Beweis gestellt und werden zukünftig noch umfangreichere Tests durchlaufen. Die vorgestellten Arbeiten sind Teil zahlreicher Forschungsaktivitäten für leiseres Fliegen, die der Fachausschuss Fluglärm im DLR koordiniert.
      Klare Konturen zeichnen Roboter David aus. Sie sollen betonen, was er kann, nicht etwas vortäuschen, was er nicht kann, meint Tilo Wüsthoff. Die Jahresendausgabe des DLR Magazins 2016 stellt den Designer mit dem für das DLR untypischen Berufsbild vor. Klarheit will auch das Team um Frank Duschek schaffen. Dessen laserbasiertes Nachweisverfahren für Gefahrstoffe hilft bei Industrieunfällen oder Naturkatstrophen, die Lage aus sicherer Distanz zu klären.
      Nach Naturkatastrophen oder im Krisenfall ist eine schnelle und effiziente Hilfe unerlässlich. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird in Zukunft gemeinsam mit der Hilfsorganisation International Search and Rescue Germany (I.S.A.R.) an neuen Entwicklungen und Anwendungen im Bereich des Krisen- und Katastrophenmanagement arbeiten. Dazu unterzeichneten beide Parteien am 18. November 2016 in Weeze ein Kooperationsabkommen.
      Ende September diesen Jahres kam die Rosetta-Mission mit dem spektakulären Aufsetzen ihres Orbiters auf der Oberfläche des Kometen 67P/Churyumov-Gersimenko zum Ende ihrer Beobachtungsphase. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie nach 4595 Tagen im All 7,9 Milliarden Kilometer zurückgelegt, sechs Vorbeiflüge an der Erde, am Mars und zwei Asteroiden absolviert und in einer mehr als zweijährigen Kampagne den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenkoauf seiner Reise durchs Sonnensystem begleitet und mit elf wissenschaftlichen Experimenten sowie mit einem 2014 bereits gelandeten Roboter Philae untersucht. Eine der Entdeckungen veröffentlichte nun das wissenschaftliche Magazin "Science", an der auch zehn Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt waren. Der Artikel, der auf Daten des Spektrometers VIRTIS (Visible and Infrared Imaging Spectrometer) basiert, berichtet über die Entdeckung von kurzzeitig erscheinendem Trockeneis (Kohlendioxid-Eis) in bestimmten Oberflächenbereichen des Kometen, denen die Entstehung zweier ungewöhnlicher großer Wassereisaufschlüsse folgte. "Erstmals konnte CO2-Eis anhand von eindeutigen spektralen Eigenschaften innerhalb eines größeren Fleckens von etwa 80 mal 60 Meter im Gebiet Anhur auf der Oberfläche eines Kometen nachgewiesen werden", berichtet DLR-Planetenforscherin Gabriele Arnold, die die Arbeiten von VIRTIS in Deutschland koordiniert.
      Antonianna, Lisa, Kimberley und Tijmen - so heißen die vier Galileo-Satelliten, die am 17. November 2016 pünktlich um 14.06 Uhr Mitteleuropäischer Zeit erstmals mit einer speziell angepassten Version des europäischen Schwerlastträgers Ariane 5 vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guyana) gestartet sind. Bisher brachte eine Sojus-Rakete jeweils zwei der über 700 Kilogramm schweren Navigationssatelliten auf ihre Umlaufbahnen in 23.222 Kilometer Höhe.
      Am Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben Forscher eine neue Methode zur 3D Vermessung der Erde entwickelt. In enger Zusammenarbeit mit dem Alfred-Wegener-Institutes (AWI) konnte diese Methode nun sehr erfolgreich zur Vermessung von Gletschern und Eisflächen angewendet werden. Bereits seit einigen Jahren unterstützt das AWI das DLR bei der sukzessiven Interpretation des Radarsignales und so konnte das DLR erfolgreich seine Radartechnologie in dem Bereich der Kryosphäre ausbauen. Das nun entwickelte satellitengestütze Radarkonzept ermöglicht es Wissenschaftlern die Veränderung der Eisschilde erstmals mit einem tomographischen Verfahren zu erfassen.
      Am Montag dürfen sich Hobbyastronomen und alle Menschen, die sich am Anblick des Vollmonds erfreuen, auf einen besonderen Anblick gefasst machen: Ein volkstümlich genannter Supermond (vom englischen Wort für "supermoon") steht am Himmel. Aber warum ist dieser Mond eigentlich so "super"?
      Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner gestrigen Sitzung die Bewilligung von finanziellen Mitteln in Höhe von 42 Millionen Euro für den Aufbau von sechs neuen Instituten für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beschlossen.
      Am 10. November 2016 besuchte der Stellvertreter des Inspekteurs der Luftwaffe, Generalleutnant Dieter Naskrent, zusammen mit einer Delegation des Kommandos Luftwaffe den DLR Standort Köln, um sich über die sicherheitsrelevanten Forschungsaktivitäten insbesondere im Bereich der Wehrtechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu informieren.
      Bereits zum fünften Mal in Folge hat der TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. das DLR für sein herausragendes Gleichheitsmanagement ausgezeichnet. Am 9. November 2016 nahmen Patricia Femppel, Leiterin der DLR-Organisationseinheit Diversität und Chancengleichheit (komm.) und Karin Eichentopf, DLR-Beauftragte für Chancengleichheit (komm.) das "TOTAL E-QUALITY"-Prädikat entgegen.
      In der Schwerelosigkeit erreicht der Mensch nicht immer dieselbe Geschicklichkeit wie auf der Erde - nicht einmal mit Übung. Ein Phänomen, das in der bemannten Raumfahrt bekannt aber nicht entschlüsselt ist: Was ist der Grund für die verminderte Hand-Auge-Koordination im All, und wie können Leistungseinbußen ausgeglichen werden? Zusammen mit Kosmonauten auf der Internationalen Raumstation ISS haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) deshalb eine achtwöchige Experimentreihe gestartet. Hierbei kommt der Kontur-2-Joystick des DLR-Instituts für Robotik und Mechatronik zum Einsatz, der sich seit Juli 2015 auf der ISS befindet. Das System ist kraftreflektierend und ermöglicht dank Telepräsenz-Technologie die feinfühlige Fernsteuerung von robotischen Systemen, so als ob der Bediener selbst vor Ort wäre. Letztes Jahr wurden mehrere Experimente zur Steuerung von Robotern auf der Erde mit dem Kontur-2-Joystick auf der ISS erfolgreich abgeschlossen. Zuletzt konnte das Projektteam im Dezember 2015 mit einem feinfühligen "Tele-Handshake" zwischen ISS und Erde diese Technologie erfolgreich demonstrieren.
      Solare ultraviolette Strahlung, kurz UV-Strahlung, ist aufgrund ihrer Wellenlänge unterhalb von 400 Nanometern für den Menschen zwar nicht sichtbar, ihre Auswirkungen jedoch umso mehr. UV-Strahlung kann zum Beispiel unsere Haut schneller altern lassen, aber auch Materialien, insbesondere Kunststoffe, werden unter Einwirkung von UV-Strahlung porös. Die Haut können wir auf vielfältige Weise schützen, zum Beispiel durch entsprechende Kleidung oder mit Hilfe von Sonnenschutzmitteln. Für den UV-Schutz von Kunststoffen bedient man sich Lichtschutzmitteln, die als Additive beigegeben werden. Diese werden schon während der Produktion dem Kunststoff beigemischt und wirken ähnlich wie eine Sonnenmilch. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen haben nun einen umfangreichen Satz globaler Karten erstellt, welche die für die Kunststoffzersetzungen relevante UV-Strahlungsdosis in allen Regionen der Welt anzeigt. Mit Hilfe dieser Karten können Unternehmen die Dosierung der Additive optimieren und so ein regional angepasstes, robusteres Produkt anbieten. Der global tätige Chemiekonzern BASF hatte die Karten beim DLR angefragt und diese nun zur exklusiven Nutzung in Lizenz genommen.
      Die Erleichterung und Freude war groß: Am 8. November 2016 ist um 10.30 Uhr Mitteleuropäischer Zeit die Experimentalrakete HEROS3 (Hybrid Experimental Rocket Stuttgart) vom schwedischen Raumfahrtzentrum Esrange erfolgreich gestartet und stellte - mit rund 30 Kilometern Höhe - einen neuen europäischen Höhenrekord unter studentischen Raketen auf.
      Effizienz und erneuerbare Energien sind die Hauptstrategien für einen vollständig treibhausgasfreien Verkehr - eine der Voraussetzungen, um die Klimaschutzziele zu erreichen, die sich Deutschland mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens gegeben hat. Diese können kostengünstig realisiert werden, wenn vor allem in den Städten alternative Verkehrsmittel zum Einsatz kommen und weniger Verkehr vom Verbrennungsmotor abhängt.
      Der Speiseplan von Polarforschern in der Antarktis löst meist wenig Begeisterung aus. Oft gibt es nur haltbare Vorratsware, insbesondere im Polarwinter, wenn die Forscher für Monate von der Außenwelt abgeschnitten sind. Ende kommenden Jahres soll sich das ändern, wenn das EDEN ISS-Gewächshaus die deutsche Polar-Station Neumayer III mit frischem Obst und Gemüse versorgt. Dabei soll auch erprobt werden, wie frische pflanzliche Nahrungsmittel auf der Raumstation ISS und später bei Missionen zu Mond und Mars kultiviert werden können. Nun ist der nicht ganz alltägliche Antarktis-Container beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Bremen eingetroffen. Der Umbau zum autarken Biotop für Salat, Kräuter, Gurken und vielleicht sogar Erdbeeren hat begonnen. Währenddessen bereitet sich DLR-Forscher Paul Zabel bereits auf seine außergewöhnliche Mission am Ende der Welt vor.
      Mit einem ganz besonderen Ziel ist ein einzigartiger Versuch am German Space Operation Center (GSOC) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gestartet. Das Experiment AVANTI (Autonome Visuelle Anflug-Navigation und Target Identifikation) soll zeigen, wie ein Satellit einen Flugkörper im All erkennen und autonom daran heranfliegen kann. Diese Fähigkeit wird in der Zukunft notwendig, um alte und inaktive Satelliten sowie Weltraumschrott im Weltall einzufangen und auf eine sichere Umlaufbahn zu bringen. Dazu nutzen die Wissenschaftler den vor kurzem gestarteten Kleinsatelliten BIROS und den von ihm ausgesetzten Nanosatelliten BEESAT-4. Die Technologie für das Experiment ist dabei auf BIROS stationiert, der den "Fänger"-Satelliten darstellen soll. Der kleine BEESAT-4 dient im Versuch als "inaktiver" Satellit.
      Diese Bilder der vom DLR betriebenen hochauflösenden Stereokamera HRSC (High Resolution Stereo Camera) an Bord der europäischen Raumsonde Mars Express zeigen den westlichen Teil von Acheron Fossae, einem System tektonischer Grabenbrüche auf dem Mars.
      Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben einen neuen Rekord in der Datenübertragung per Laser aufgestellt: 1,72 Terabit pro Sekunde über eine Freiraumdistanz von 10,45 Kilometer – dies entspricht einer Übertragung von 45 DVDs pro Sekunde. Damit könnten weite Teile der heute noch unterversorgten ländlichen Gebiete Westeuropas mit Breitbandinternet versorgt werden. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt den Internetzugang mit hohen Datenraten auch außerhalb der Ballungsgebiete zu ermöglichen und wollen zeigen, wie dies mit Satelliten möglich ist“, erklärt Prof. Christoph Günther, Direktor des DLR-Instituts für Kommunikation und Navigation.
      Am 26. Oktober 2016 tagte die Generalversammlung des Advisory Council of Aviation Research (ACARE) unter Vorsitz von Prof. Rolf Henke, Luftfahrtvorstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Das Gremium bringt die führenden Vertreter der europäischen Luftfahrtbranche aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Gemeinsam erarbeiten sie die Leitlinien der europäischen Luftfahrtforschungsstrategie für morgen.
      Windräder können nach dem Vorbild von Buckelwalen effizienter und leiser werden: die Idee eines Göttinger DLR-Forschers ist jetzt vom niedersächsischen Umweltministerium preisgekrönt worden. Dr. Holger Mai erhielt den vom Ministerium gestifteten Sonderpreis Umwelt im Rahmen des Innovationspreises des Landkreises Göttingen.
      Herausragende und innovative Nutzungsideen zur Satellitennavigation und zur Erdbeobachtung aufzeigen und voranbringen – das ist das Ziel der beiden Ideenwettbewerbe "European Satellite Navigation Competition (ESNC)" und "Copernicus Masters". Das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) kürt auch in diesem Jahr je einen Spezialpreis-Gewinner.
      Eine vierwöchige "Weltraummission" in der Halbwüste Utahs: Dieser Feldtestkampagne des Projekts Field Trials Utah (FT-Utah) stellen sich ab dem 24. Oktober 2016 die Rover SherpaTT und Coyote III. In dem unwegsamen, marsähnlichen Testareal unweit der Kleinstadt Hanksville im Süden des US-Bundesstaates müssen sie nicht nur Dauer- und Belastungstests über sich ergehen lassen - sie sollen auch ein künstliches Missionsszenario erfolgreich absolvieren.
      Ein digital gestütztes Buskonzept, das ohne feste Haltestellen auskommt und den Nahverkehr an die individuellen Ansprüche der Nutzer anpasst – mit diesem Ziel ist das Projekt Reallabor Schorndorf im Februar gestartet. Die Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wollen in den nächsten drei Jahren gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Industrie und Verwaltung das dazu benötigte Konzept entwickeln, im Pilotversuch umsetzen und auswerten. Mit Mercedes-Benz Vans unterstützt ab sofort auch ein weltweit tätiger Hersteller von Transportern das Projekt als Kooperationspartner.
      Das 21. Jhd. wird ein maritimes Jahrhundert sein. Der globalisierte Handel, wachsende Handelsströme und eine stetig wachsende Weltbevölkerung werden zu einer verstärkten Nutzung der Küstengebiete wie auch der Ozeane als Lebens-, Transport-, Produktions- und Verkehrsraum führen. Darüber hinaus ist der maritime Raum wichtige Ressource und Standort für die Energie- und Rohstoffgewinnung sowie für die Erzeugung von Nahrung und in einigen Regionen auch Trinkwasser. Dabei spielen die bevorstehenden Herausforderungen vor allem für die Exportnation Deutschland eine wichtige Rolle.
      Cybersicherheit ist in einem Zeitalter immer stärkerer Digitalisierung ein hochaktuelles Thema, speziell die Sicherheit kritischer Infrastrukturen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist dabei die zuständige Bundesbehörde. Um sich über die Forschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in diesem Bereich zu informieren, besuchte Arne Schönbohm, Präsident des BSI, den Standort Oberpfaffenhofen. Dort wird in mehreren Instituten an Konzepten für beispielsweise sicherere Datenübertragung geforscht.
      Die europäische Orbitermission Venus Express lieferte über acht Jahre, zwischen 2006 und 2014, eine enorme Fülle an Messdaten und Aufnahmen von der Atmosphäre und Oberfläche des Schwesterplaneten der Erde. Anhand von spektroskopischen Messungen in Wellenlängen des nahen Infrarot haben Wissenschaftler im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) an den Flanken von Idunn Mons, einem Vulkan auf der Südhalbkugel der Venus mit 200 Kilometern Basisdurchmesser, Anomalien in den Messungen identifiziert, die auf Spuren von jungem Vulkanismus auf der Venus hindeuten. "Es ist uns gelungen, einzelne Lavaströme zu identifizieren und ihre Ausdehnung zu kartieren, die an der Caldera am Gipfel des Vulkans ihren Ausgang nehmen und sich über die Ostflanke erstrecken" sagt Piero d’Incecco vom DLR-Institut für Planetenforschung, der seine Forschungsergebnisse auf der gemeinsamen Konferenz der Division for Planetary Sciences (DPS) der American Astronomical Society und des European Planetary Science Congress im kalifornischen Pasadena vorstellte. "Die Daten deuten stark darauf hin, dass der Vulkan in geologisch jüngerer Zeit aktiv war". D’Incecco und seine Kollegen wendeten dabei einen technischen Kniff an. "Wir kombinierten die Infrarotmessungen von Venus Express mit den räumlich viel höher aufgelösten topographischen Radardaten der NASA-Mission Magellan, die den Planeten zwischen 1990 und 1992 aus einer Umlaufbahn kartierte. Durch die Kombination der Datensätze zweier unterschiedlicher Missionen ist es zum ersten Mal die Kartierung einer noch vor kurzem aktiven vulkanischen Struktur auf einem anderen Himmelskörper als der Erde gelungen".
      Mehr als 1,5 Millionen Kinder und deren Familien werden zurzeit von der humanitären Hilfsorganisation SOS Kinderdorf International weltweit in über 130 Ländern unterstützt. Damit die Organisation auch bei Naturkatastrophen, wie Hochwasser, Erdbeben oder Waldbränden, in den betroffenen Gebieten effektiver Hilfe anbieten kann, unterstützt das Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen SOS Kinderdorf International beim Aufbau von Notfall- und Katastrophenschutzkonzepten. Mit Hilfe innovativer technischer Lösungen aus dem Erdbeobachtungsbereich sollen Frühwarnungen ermöglicht werden. Zudem bietet das ZKI eine Notfallkartierung betroffener Einrichtungen an und unterstützt die NGO bei der Weiterentwicklung von Kommunikations- und Arbeitsabläufen. Die Allianz SE fördert das Projekt im Rahmen der globalen Partnerschaft mit SOS Kinderdorf International und stellt darüber hinaus ihre Expertise zur Optimierung des Systems zur Verfügung.
      Die deutschen Satellitenmissionen TerraSAR-X und TanDEM-X prägen seit 2007 und 2010 die internationale Forschungslandschaft mit einzigartigen Erdbeobachtungsdaten. Wissenschaftliche Nutzer aus der ganzen Welt sind am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen zusammengekommen, um im Rahmen des „TerraSAR-X und TanDEM-X Science Meetings“ die aus den Daten gewonnenen Ergebnisse auszutauschen und Anforderungen an künftige Fernerkundungstechnologien zu formulieren. In rund 200 Präsentationen offenbart sich vom 17. bis 20. Oktober 2016 der neueste Stand der Forschung – aus den Bereichen Glaziologie, Hydrologie, Permafrost, Meereis, Hangrutschung, Landwirtschaft, Wald, Vulkanologie, Küsten und Ozeane, Georisiken und Methoden zur Erstellung digitaler Geländemodelle. Begleitend dazu stellt der TanDEM-X Blog des DLR Vorträge aus dem „Science Meeting“ vor und skizziert, in welcher Weise die Daten der zwei Radarmissionen Forscher weltweit unterstützen.
      Wie entwickeln sich die Technologien zur Erzeugung von Strom aus Solarenergie in den kommenden Jahrzehnten? Welche Technologie ist die wirtschaftlichste? Welche Chancen bietet die Kombination aus mehreren Systemen? - Eine Studie unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat die zukünftige Entwicklung von photovoltaischen und solarthermischen Kraftwerken bis zum Jahr 2030 untersucht. Die Ergebnisse wurden vom 11. bis 14. Oktober 2016 auf der SolarPACES Konferenz in Abu Dhabi vorgestellt.
      Seit dem 14. März 2016 flogen der Orbiter TGO (Trace Gas Orbiter) und der Lander Schiaparelli für die ESA-Mission ExoMars gemeinsam in Richtung Mars - nun, am 16. Oktober 2016, beginnt für den Lander der ereignisreiche Weg zur Marsoberfläche, während der Orbiter in eine Umlaufbahn um den Mars gesteuert wird. Um 16.42 Uhr deutscher Zeit wird Schiaparelli mit einer Relativgeschwindigkeit von 30 Zentimetern in der Sekunde ins All gestoßen. Drei Tage später, am 19. Oktober 2016, wird der Lander dann in die Marsatmosphäre eintreten - mit einer Geschwindigkeit von 21.000 Kilometern in der Stunde. In diesem Moment werden für Dr. Ali Gülhan vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wohl die aufregendsten fünf Minuten seiner wissenschaftlichen Arbeit beginnen: An der Oberseite der Landekapsel wird sein Experiment COMARS+ (Combined Aerothermal and Radiometer Sensors Instrument Package) während der Landung durch die staubige Atmosphäre Druck, Temperatur und Wärmefluss messen. Die Landestelle in der Region Meridiani Planum wurde mit dreidimensionalen Geländemodellen ausgewählt, die die DLR-Planetenforscher erstellten. Das DLR-Raumfahrtmanagement koordiniert die deutschen Beiträge der Mission.
      Diese Bilder der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebenen, hochauflösenden Stereokamera HRSC (High Resolution Stereo Camera) an Bord der europäischen Raumsonde Mars Express zeigen die Region Colles Nili. Die "Hügel des Nils" liegen direkt an der sogenannten Dichotomiegrenze des Mars. Diese trennt das Tiefland im Norden vom südlich gelegenen Hochland.
      Das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) zählt bei jungen Berufstätigen zu den 100 beliebtesten Arbeitgebern. Dies zeigt eine Studie des Berliner Forschungsinstituts trendence. Gegenüber 2015 schob sich das DLR in der Rangliste von Platz 41 auf Platz 13 vor. Für das trendence Young Professional Barometer 2016 befragte das Institut 10.000 Berufseinsteiger nach ihren Erfahrungen und Wunscharbeitgebern, ihrer Zufriedenheit im Job und ihren Karriereplänen.
      08. Oktober 2016
      Auf Sichtkontakt zur Wiesn
      Das größte Volksfest der Welt versetzt München jedes Jahr wieder in einen Ausnahmezustand. Organisatoren, Sicherheits- und Rettungskräfte vor Ort sind bei derartigen Großveranstaltungen auf schnelle Lageinformationen zum Beispiel aus der Luft angewiesen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt, wie dies aus der Luft geschehen kann und hat hierfürdas Oktoberfest mit dem DLR-Forschungsflugzeug Dornier DO 228-212 überflogen und mit einem Kamerasystem des DLR fotografiert. Die große Menge an Bilddaten wurde dabei mit Hilfe des optischen Systems Free-Space Experimental Laser Terminal II (FELT II) optisch direkt zur Bodenstation in Oberpfaffenhofen übertragen. Neben dem erfolgreich getesteten Zusammenspiel zwischen Kamerasystem und optischem Datenlink dienen die gewonnenen Daten des Wiesnüberflugs als wertvolle Datengrundlage für die Analyse von Veranstaltungen mit großem Menschenaufkommen.
      Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben in einem europäischen Kooperationsprojekt ein wichtiges Projekt zur CO2-freien industriellen Herstellung von Wasserstoff abgeschlossen. Am Solarturm des DLR-Instituts für Solarforschung in Jülich wurde eine Anlage zur Spaltung von Schwefelsäure – einem Schritt der thermochemischen Wasserstofferzeugung - erfolgreich getestet. Die Anlage bildet in ihrer Größe die Brücke zwischen dem Labormaßstab und der industriellen Anwendung.
      Bei dem jährlichen Gipfel des International Forum for Aviation Research (IFAR) berieten führende Vertreter von 18 internationalen Luftfahrtforschungsorganisationen über die Zukunft der weltweiten Luftfahrtforschung. Das Treffen fand Ende September in Daejeon, Korea, statt. Seit der Gründung von IFAR im Jahr 2010 nimmt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bei IFAR eine tragende Rolle ein.
      Norwegian Air und Eurowings steuern zunehmend Ziele außerhalb Europas an, Ryanair mischt den deutschen Markt weiter auf und baut derweil die Marktführer-Positionen innerhalb Europas aus. Dabei verhalten sich die Ticketpreise unterschiedlich. Das Streben der Ryanair auf größeren Flughäfen zu expandieren scheint mit steigenden Entgelten seinen Preis zu haben. Dagegen sinken beispielsweise bei der vorwiegend von kleineren Flughäfen agierenden Wizzair die Verbraucherkosten. Diese Ergebnisse stehen im nun erschienenen "Low Cost Monitor 2/2016" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Der Bericht wird seit nun zehn Jahren jeweils im Frühling und Herbst veröffentlicht.
      Am 5. Oktober 2016 um 15.33 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) ist der Forschungsballon BEXUS 22 vom schwedischen Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Schweden in Richtung Stratosphäre gestartet. Bereits einen Tag später soll BEXUS 23 folgen.
      Die neue dreidimensionale Karte der Erde ist fertig. Metergenau zeigen sich jetzt die Berggipfel und Talebenen der ganzen Welt auf einen Blick. Im Rahmen der Satellitenmission TanDEM-X ist ein globales Höhenmodell entstanden, das im Vergleich zu anderen globalen Datensätzen unübertroffen genau ist und auf einer einheitlichen Datenbasis beruht. Die rund 150 Millionen Quadratkilometer Landoberfläche wurden aus dem All von Radarsensoren abgetastet. "TanDEM-X hat ein neues Kapitel in der Fernerkundung aufgeschlagen. Die Technologie zum Radarbetrieb von zwei Satelliten im engen Formationsflug ist nach wie vor einzigartig – und war der Schlüssel für die hochgenaue Neuvermessung der Erde. Damit hat das DLR seine Vorreiterrolle unter Beweis gestellt und die Voraussetzungen für den nächsten großen Entwicklungsschritt in der satellitengestützten Erdbeobachtung geschaffen - für die angestrebte Radarmission Tandem-L", sagt Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR) Prof. Pascale Ehrenfreund.
      Durch die Erfassung aktueller Verkehrsdaten lässt sich der Verkehr im städtischen Raum punktgenau steuern. Dazu testet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in einem Taxi-Flottenversuch in Berlin ein neues Sensorsystem, das Verkehrsdaten aus dem fahrenden Fahrzeug heraus detektiert.
      02. Oktober 2016
      Schlussakkord für Rosetta
      Die Sonde Rosetta hat heute um 13:19 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit ihr letztes Signal zur Erde gefunkt - mit dem Aufprall auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko endete die ESA-Mission. Von Lander Philae hatte sich das internationale Wissenschaftler-Team bereits im Februar 2016 verabschiedet, als seine lange Funkstille dafür sprach, dass er sich nicht mehr bei seinem Kontrollraumteam des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) melden würde. Für Sonde Rosetta war eigentlich keine Landung geplant - sie war nicht als Landegerät entwickelt worden. Auf dem Kollisionskurs zum Kometen konnten aber sieben Instrumente noch Daten aufnehmen und zur Erde senden.
      Einmal einen selbstgebauten Satelliten mit einer Rakete starten - dieser Traum hat sich am 28. September 2016 für 46 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland erfüllt. Beim dritten deutschen CanSat-Wettbewerb starteten sie in Rotenburg bei Bremen ihre Miniatursatelliten. Bei der Siegerehrung am 30. September 2016 wurden die Gewinner gekürt. Sieger ist das Team "Recognize" vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Bremen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Teams "ComCon" vom Ökumenischen Gymnasium Bremen und "Earth_TU_Radios" vom DLR_School_Lab der TU Dresden.
      Am 29. September 2016 startete das viersitzige Passagierflugzeug HY4 zum offiziellen Erstflug vom Flughafen Stuttgart. Die HY4 ist weltweit das erste viersitzige Passagierflugzeug, das allein mit einem Wasserstoffbrennstoffzellen-Batterie-System angetrieben wird. Der Erstflug fand im Beisein von Winfried Hermann, Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg statt. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelten den Antriebsstrang des Flugzeugs und arbeiteten in dem Projekt gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung.
      Pflanzenwelt und Erdreich verlangsamen derzeit die globale Erwärmung, indem sie rund ein Viertel der vom Menschen verursachten Kohlendioxid (CO2)-Emissionen aufnehmen. Diese Kohlenstoffsenke wird teilweise auf die zunehmende Photosyntheserate zurückgeführt. Eine neue Studie im Journal Nature zeigt: Bei einer Verdopplung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre, nimmt die Effektivität der Pflanzen Kohlenstoff über Photosynthese aufzunehmen um etwa ein Drittel zu. Dies haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Universität von Exeter aus Großbritannien im Rahmen des von der EU geförderten Kooperationsprojekts CRESCENDO (Coordinated Research in Earth Systems and Climate: Experiments, Knowledge, Dissemination and Outreach) herausgefunden.
      Jeder kennt diese Situation im Wetterbericht, wenn der Moderator auf der Landkarte ein neues Islandtief ankündigt. Schon bald, heißt es dann oft, werden die Tiefausläufer das Festland erreichen und das Wetter für viele Tage in Europa bestimmen. Kleine Fehler führen häufig dazu, dass die Prognose in Europa über einige Tage sehr unsicher ist. Denn es brodelt gewaltig in der Wetterküche über dem Atlantik und das ist schwierig in Wettermodelle zu gießen. Unter der Leitung der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) sollen nun Forschungsflüge mit hochauflösenden Messdaten mehr Licht in das für Europa so entscheidende Wettergeschehen im abgelegenen Nordatlantik bringen. Dabei gibt es sogar einen Live-Datentransfer zu den weltweiten Wetterdiensten.
      Fluglärm über bewohntem Gebiet vermindern und gleichzeitig Kerosin einsparen - eine doppelte Verbesserung ist das Ziel in einem gemeinsamen Forschungsvorhaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und des Umwelt- und Nachbarschaftshauses (UNH) in Kelsterbach. Mit dem Forschungsflugzeug A320 ATRA testet das DLR drei Tage lang vom 26. bis 28.September 2016 ein Piloten-Assistenzsystem (Low Noise Augmentation System, LNAS) für ein lärmoptimiertes Anflugverfahren.
      27. September 2016
      Gesellschaft für Lander Philae
      Seit seiner erfolgreichen Landung am 12. November 2014 steht Lander Philae auf der Oberfläche des Kometen Churyumov-Gerasimenko. Nicht an der gemütlichen Stelle, die für seine Landung ausgewählt worden war, sondern nach drei Hüpfern dort, wo es rauh und schattig ist. Nun erhält der Lander auf dem Kometen allerdings Gesellschaft: Die Raumsonde Rosetta, die bisher um den Kometen kreiste, wird am 30. September 2016 ebenfalls auf Churyumov-Gerasimenko abgesetzt. Auch wenn die vierte Landung keine Landung im wörtlichen Sinne, sondern vielmehr ein sanfter Impakt ist - Orbiter und Lander werden dann wieder vereint auf dem Kometen um die Sonne reisen. "Natürlich ist es in gewisser Weise ein sentimentaler Anlass, wenn eine Mission, an der man über zwei Jahrzehnte gearbeitet hat, mit so einem Impakt endgültig zu Ende geht“, sagt Philae-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). "Andererseits haben wir so viele Daten gewonnen, dass man auch nicht traurig sein sollte.“
      Was haben der Mond und der Vulkan Ätna gemeinsam? Eine extreme Oberfläche sowie extreme Bedingungen. 21 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR) nutzen die rauen Bedingungen des Vulkans, um Technologien für zukünftige Explorationsmissionen im Sonnensystem zu testen. Die Wissenschaftler wählten mit dem Ätna ein spezielles Szenario, das den geologischen Anforderungen an eine wirkliche Mond-Mission entspricht. "Kritische Kernkomponenten einer solchen Mission sollen getestet und validiert werden." erklärt Dr. Armin Wedler, stellvertretender Sprecher der Helmholtz-Allianz ROBEX (Robotische Exploration unter Extrembedingungen) und Leiter der Robotikaktivitäten auf dem Ätna. "Wir bereiten uns damit auf die große ROBEX Demonstrationsmission 2017 vor."
      Ohne Miniaturisierung geht in der Raumfahrt nicht viel. Das mussten auch die 46 Schülerinnen und Schüler aus zehn verschiedenen Teams lernen, die beim dritten CanSat-Wettbewerb am 28. September 2016 auf dem Flugplatz Rotenburg an der Wümme an den Start gehen. Denn ihre rund 350 Gramm leichte Nutzlast, die von einer Rakete auf einen suborbitalen Flug in bis zu 1.000 Meter Höhe geschickt wird, ist gerade einmal so groß wie eine handelsübliche Getränkedose (engl. Can) - und die gab dem Wettbewerb dann ihrem Namen.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die kanadische University of British Columbia (UBC) arbeiten ab sofort im Rahmen der Initiative DLR@UBC intensiv zusammen. Im Fokus der am 19. September 2016 mit einem Festakt in Vancouver gestarteten internationalen Kooperation stehen zukunftsweisende Lösungen für den Mobilitätsbereich. Das eigens eingerichtete Verbindungsbüro „DLR@UBC office“ soll gemeinsame Forschungsprojekte voranbringen, den Austausch von Wissenschaftlern und Studierenden erleichtern sowie Industriekontakte knüpfen und ausbauen.
      METimage, ein neues Satelliteninstrument für die Wetter- und Klimavorhersage, startet nun in die finale Phase: Am 20. September 2016 fand im Beisein von Ministerialdirektor Dr. Tobias Miethaner, Abteilungsleiter Digitale Gesellschaft im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Vertragsunterzeichnung für Design, Bau und Test des Radiometers zwischen dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Airbus Defence and Space im DLR Büro Berlin statt.
      Die Erde mit ihren zwanzig Metern Durchmesser scheint über den Besuchern im Gasometer Oberhausen zu schweben, während Wolkenbänder, Tag und Nacht oder auch Regenschauern über ihre Oberfläche ziehen. Über eine halbe Million Menschen haben die Ausstellung "Wunder der Erde" bereits besucht und die Schau in dem alten Industriedenkmal zu einer der bestbesuchten Einzelausstellungen dieses Jahres gemacht. "Die Erdbeobachtung fasziniert die Menschen", sagt Nils Sparwasser vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Mit seinem Team hat er aus Satellitenbildern die Animation erstellt, die auf die 20-Meter-Erdkugel im Gasometer projiziert wird. "Wenn die Besucher im Gasometer Oberhausen auf die künstliche Erde blicken, sehen sie vor allem eines: Wissenschaftliche Daten, mit denen die Erdbeobachtung zum Verständnis und zum Erhalt der Wunder der Natur beiträgt." Nun wird die Ausstellung, die am 30. Dezember 2016 enden sollte, um fast ein Jahr bis zum 30. November 2017 verlängert.
      Die intelligenten Autos der Zukunft kommunizieren miteinander und mit der umgebenden Infrastruktur. Möglich macht dies die sogenannte Car2X-Technologie, die zu mehr Effizienz, Komfort und Sicherheit im Straßenverkehr beitragen kann. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wendet diese Technologie nun auch verkehrsträgerübergreifend für die Kommunikation zwischen Schiene und Straße an.
      Auf der weltweit größten Fachmesse für Bahn- und Verkehrstechnik InnoTrans in Berlin geben die Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom 20. bis 23. September 2016 einen Einblick in aktuelle Forschungsprojekte, um den Schienenverkehr schneller, effizienter, sicherer und komfortabler zu machen. Auf dem rund 110 Quadratmeter großen Stand (Halle 2.2, Nummer 405) nehmen unter anderem interaktive Exponate und maßstabsgetreue Modelle die Messebesucher mit auf eine Reise in die Zukunft des Zugfahrens. Im Fokus der Arbeiten stehen die Schienenfahrzeuge von morgen ebenso wie die technischen, betrieblichen und wirtschaftlichen Aspekte eines zukunftsweisenden Bahnsystems.
      Mit dem neuen Buch "m4 Mountains – Die vierte Dimension", erschienen bei Malik, hat das Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) einen weiteren Bildband aus der Welt der satellitengestützten Erdbeobachtung vorgestellt. Auf über 200 Seiten präsentieren Stefan Dech und Nils Sparwasser zusammen mit Bergsteigerlegende Reinhold Messner faszinierende Berge unseres Planeten auf völlig neuartige Art und Weise. Durch die Weiterentwicklung photogrammetrischer Verarbeitungsverfahren am Earth Observation Center des DLR konnten mit Hilfe höchstauflösender optischer Satellitendaten die Bergriesen in bislang unerreichter Qualität vermessen und fotorealistisch visualisiert werden. Anhand von 13 ausgewählten Bergen und persönlichen Erlebnisberichten herausragender Bergsteiger verdichtet Reinhold Messner die Geschichte des Alpinismus und liefert so neben der dreidimensionalen Kartierung durch Erdbeobachtung quasi die vierte Dimension (m4). Messner betont: "Die Bilder des DLR gaben mir die Möglichkeit, die Geschichte des Alpinismus völlig neu zu erzählen".
      In Berlin haben das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Französische Raumfahrtagentur CNES im Beisein von Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und zugleich Koordinatorin der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, und Thierry Mandon, Staatssekretär im französischen Ministerium für Bildung und Forschung, am 14. September 2016 das Kooperationsabkommen über die Konstruktions-, Bau- und Betriebsphase des deutsch-französischen Klimasatelliten MERLIN geschlossen.
      Die Landung gehört zu den arbeitsintensivsten Phasen eines Fluges. Um die Piloten bei den komplexen Handlungsabläufen für einen möglichst lärmarmen Anflug zu unterstützen, hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Pilotenassistenzsystem LNAS (Low Noise Augmentation System) entwickelt. Das System zeigt dem Piloten über ein Display im Cockpit an, wann exakt welche Handlung durchzuführen ist. Vom 26. bis zum 28. September sind in einem gemeinsamen Forschungsvorhaben mit dem Umwelt- und Nachbarschaftshaus (UNH) in Kelsterbach Erprobungsflüge mit dem DLR-Forschungsflugzeug Airbus A320 ATRA unter Realbedingungen während des Hochbetriebs des Frankfurter Flughafens geplant. Zur Vorbereitung nahmen 17 Piloten vier verschiedener Airlines im Simulatorcockpit neben DLR-Testpiloten Platz.
      Am 9. September 2016 um 13.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit hat der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelte und gebaute Feuerdetektionssatellit BIROS (Bi-Spektral Infrared Optical System) den Picosatelliten BEESAT-4 (Berlin Educational and Experimental Picosatellite) in 515 Kilometern über der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen im All ausgesetzt.
      Vier Tage, vier Fälle, die für die maritime Sicherheit eine Bedrohung darstellen – das Verbundprojekt EMSec (Echtzeitdienste für die Maritime Sicherheit – Security) konnte mit verschiedenen Szenarien in der Woche vom 5. bis 9. September 2016 erfolgreich demonstrieren, welche Forschungsergebnisse in den vergangenen drei Jahren entstanden sind. Um sich beispielsweise bei der Entführung einer Fähre oder auch der Verschmutzung von Gewässern mit Gefahrstoffen einen optimalen und zeitnahen Überblick über die Lage zu verschaffen, kombinierten die Partner aus Wissenschaft und Industrie gleich mehrere Datenquellen: Satellitenaufnahmen aus dem All, Kamerabilder aus der Luft, aber auch Schiffssignalmeldungen flossen in ein System ein und konnten zeitgleich und zeitnah auf einem Lagetisch gebündelt und dargestellt werden. „Mit einem solchen System könnte ein Lagezentrum der Zukunft sehr effektiv arbeiten und gleichzeitig auf mehrere Quellen zugreifen“, erläutert Dr. Dennis Göge, Leiter der Programmkoordination Sicherheit des DLR, die das EMSec-Projekt leitete. „Dadurch könnten schnell Gegenmaßnahmen ergriffen werden, weil die Lage rechtzeitig ausreichend bekannt ist.“
      Den Unihörsaal ins Flugzeug verlegen - bei der DLR_Uni_Summer_School wird dies möglich. Vom 6. bis zum 10. September 2016 verwandelt sich in Braunschweig die Cessna C208B Grand Caravan des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zum Lernort für 32 Studierende. Im "Fliegenden Hörsaal" können sie selbst an Messflügen teilnehmen und die Arbeit im DLR-Forschungsflugbetrieb hautnah miterleben.
      Ein Netzwerk riesiger Brüche bedeckt Utopia Planitia im nördlichen Tiefland des Mars. Diese als "Polygone" bezeichneten Oberflächenstrukturen lassen darauf schließen, dass hier einst ein Ozean existierte. Die Bilder stammen vom 21. Juni 2016 und wurden von der vom DLR betriebenen HRSC-Kamera an Bord der europäischen Raumsonde Mars Express aufgenommen.
      Welche Wirkung haben tropische Wolken auf unser Klima? Wärmen oder kühlen sie die Atmosphäre? Welche Faktoren beeinflussen sie? Selbst aktuellste Modelle erfassen die Klimagröße „Wolke“ bislang nicht vollständig. Um diese Fragen zu erforschen, ging es für Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen mit Partnern anderer Forschungseinrichtungen in die Karibik. Am 8. August startete das vom DLR betriebene Forschungsflugzeug HALO (High Altitude and Long Research Aircraft) mit einem direkten Forschungs- und Transferflug vom bayerischen Oberpfaffenhofen ins 7.500 Kilometer entfernte tropische Barbados die Kampagne NARVAL II (Next generation Aircraft Remote-sensing for Validation). Die wissenschaftliche Leitung der Messflüge liegt beim Max-Planck-Institut für Meteorologie.
      Lärm auf Bestellung, damit Ruhe einzieht. Was die Septemberausgabe des DLR Magazins berichtet scheint paradox, soll im Endeffekt aber das Fliegen leiser machen. Mit 12.000 Messpunkten wollen die Forscher den störenden Schallwellen auf die Spur kommen.
      06. September 2016
      Kometenlander Philae entdeckt
      Der Kometenlander Philae ist gefunden. Am 2. September 2016 nahm die OSIRIS-Kamera auf der Raumsonde Rosetta die entscheidenden Bilder von der Oberfläche des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko auf. Sie zeigen den Lander schräg in einer Schlucht liegend, zwei der drei Landebeine deutlich sichtbar. „Jetzt haben wir endlich das Gesamtbild von Philae“, sagt Dr. Koen Geurts vom Philae-Kontrollzentrum im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln. „Schon auf den ersten Blick erkennt man, dass wir Glück gehabt haben, denn zehn Meter weiter in der Schlucht hätte Philae vermutlich kein Sonnenlicht mehr gesehen.“ Die Wissenschaftler des Philae-Kontrollzentrums haben bereits begonnen, den Verlauf der Landung und den Betrieb des Landers im Spiegel der neuen Bilder zu analysieren. "Wir sind gespannt herauszufinden, wie genau der nun bekannte Landeort die Funktion des Landers und den Funkkontakt beeinflusste", so Goerts weiter.
      Im Lagezentrum leuchtet auf dem Bildschirm ein Alarm auf - eine Personenfähre hat scheinbar grundlos ihren geplanten Kurs verlassen. Schließlich verschwindet das AIS-Signal (Automatic Identification Signal) auf der Anzeige. Spätestens jetzt müssen alle schiffsspezifischen Informationen angefordert und miteinander abgeglichen werden, um die Lage schnell zu klären und unverzüglich handeln zu können. Für das Projekt EMSec („Echtzeitdienste für die Maritime Sicherheit - Security“) gehört dieses Szenario zu den Fällen, die in der Woche vom 5. bis 9. September 2016 erprobt werden. Als entführte Fähre dient die „Bayreuth“ der Bundespolizei See, der Tatort liegt in der Deutschen Bucht bei Helgoland, und das Lagezentrum wird vom EMSec-Forschungsverbund in Cuxhaven aufgebaut und betreut. Die Informationen kommen dabei in nahezu Echtzeit von Satelliten aus dem Weltraum und von Kameras an Bord von Flugzeugen. „Wir wollen erreichen, dass aus unterschiedlichen Datenquellen eindeutige und logische Schlüsse in Echtzeit gezogen werden können - und bündeln dafür die bereits bestehenden Kompetenzen aller Partner“, erläutert Dr. Stephan Brusch, EMSec-Projektleiter im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
      Die amerikanische Weltraumbehörde NASA hat den neuen Starttermin für die InSight-Mission endgültig bestätigt: Die erste Möglichkeit für den Flug zum Roten Planeten wird am 5. Mai 2018 sein. Eigentlich hätte die Mission bereits im März 2016 starten und ein gutes halbes Jahr später landen sollen. Doch ein Vakuum-Leck bei einem der Instrumente, dem Experiment SEIS (Seismic Experiment for Interior Structure), machte den Planetenforschern einen Strich durch die Rechnung. Mit InSight (Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport) sollen die geophysikalischen Eigenschaften des Mars untersucht werden. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) nutzt die zusätzliche Zeit bis zum Start, um das Sensorpaket HP3 (Heat Flow and Physical Properties Package) - eine Thermalsonde mit einer "Maulwurf" genannten Rammsonde, die sich bis zu fünf Metern tief in den Boden hämmern soll - zu optimieren. "Wir überprüfen das Design erneut kritisch und versuchen, die Risiken für den Betrieb der Sonde weiter zu reduzieren", erläutert Prof. Tilman Spohn, Direktor des DLR-Instituts für Planetenforschung und wissenschaftlicher Leiter des HP3-Experiments.
      30. August 2016
      Wolkenjagd in Westafrika
      Westafrika ist im Wandel. Rapide wachsende Bevölkerung, massive Urbanisierung, komplexe meteorologische Einflüsse, unkontrollierter Waldabbau und Luftverschmutzung verändern die Zusammensetzung der Atmosphäre und damit das Wetter und Klima. Was für Folgen die Luftverschmutzung aber für Land und Leute hat, und wie die verschiedenen Emissionsquellen die Region langfristig verändern, ist bislang unzureichend erforscht. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) untersuchten deshalb mit dem Forschungsflugzeug Falcon die tropische Luft der westafrikanischen Küste auf ihre Zusammensetzung und wie sich diese auf die klimarelevanten Wolkeneigenschaften auswirken. Die Messflüge waren Teil des fünf Jahre dauernden EU-Projekts DACCIWA (Dynamics-aerosol-chemistry-cloud interactions in West Africa).
      Der Besuch des Bundesinnenministers Thomas de Maizière am 25. August 2016 stand ganz im Zeichen der aktuellen Sicherheitsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Gemeinsam mit der DLR-Vorstandsvorsitzenden Prof. Pascale Ehrenfreund, dem Vorstand für den Bereich Raumfahrtforschung und -technologie Prof. Hansjörg Dittus und dem Programmkoordinator Sicherheitsforschung des DLR Dr. Dennis Göge besichtigte Thomas de Maizière den Standort Neustrelitz.
      Kopfschmerzen, Übelkeit oder auch angeschwollene Hände und Füße - das alles kommt auf die Probanden zu, die derzeit zügig zu Europas höchstgelegenem Gebäude aufsteigen, um freiwillig unter der Höhenkrankheit zu leiden. Auf der italienischen Schutzhütte Regina Margherita in den Walliser Alpen werden zehn Probanden für sechs Tage genau untersucht, wenn ihr Körper auf 4554 Metern Höhe über dem Meeresspiegel auf Sauerstoffmangel und geringen Luftdruck reagiert. "Wenn in Zukunft Astronauten in einem Habitat auf dem Mars stationiert sind, werden sie sehr wahrscheinlich in einer ähnlichen Druckatmosphäre leben und arbeiten", erläutert der ärztliche Leiter der Studie, Dr. Ulrich Limper vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. "Wir können aber bisher nicht vorhersagen, bei welchen Personen die Höhenkrankheit auftritt und was ihre Ursachen sind." Eine mögliche Erklärung: "Der Sauerstoffmangel in der Höhe schädigt die Gefäßbarriere - Flüssigkeit und Eiweiße wandern daher ins Bindegewebe, und es entstehen zum Teil gefährliche Ödeme im Körper, besonders in der Lunge und dem Gehirn."
      Metallische Leichtbauweisen stehen im Fokus einer Kooperationsvereinbarung, die das Institut für Fahrzeugkonzepte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am 15. August 2016 mit dem Chinesisch-Deutschen Leichtbauzentrum Shenyang (SGLC) geschlossen hat. Gemeinsam wollen die Partner innovative Leichtbaulösungen auf Basis metallischer Werkstoffe wie Magnesiumlegierungen für den Automobilbereich erforschen und entwickeln. Diese Strukturen und Komponenten sollen zum Beispiel in Fahrzeugkarosserien zum Einsatz kommen. Ein weiterer Schwerpunkt der Kooperation ist der Leichtbau von elektrischen Antriebskomponenten für Elektrofahrzeuge.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligte sich wieder am Tag der offenen Tür der Bundesregierung in Berlin. Am 27. und 28. August 2016 konnten die Besucher im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) noch einmal die Highlights der Kometenmission Rosetta Revue passieren lassen und Experten persönlich befragen. Zudem konnten sie sich über den deutsch-französischen Klimasatelliten MERLIN, der das klimaschädliche Methangas in der Erdatmosphäre beobachten soll, und den Raumfahrt-Wettbewerb INNOSpace-Masters informieren.
      Was bei kleinen Elektrogeräten wie Mobiltelefonen oder Zahnbürsten bereits funktioniert, soll bald auch für Elektrofahrzeuge mit Batterie möglich sein: kabelloses Laden mit Hilfe induktiver Energieübertragung. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie haben Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart im Kontext des Projekts BIPoLplus die dazu benötige Technologie untersucht.
      Für die Umsetzung der Energiewende spielt die dezentrale Energieversorgung eine elementare Rolle: Erzeugt man Strom und Wärme in der Nähe des Verbrauchers, werden Verluste beim Transport und Umwandlungen auf ein Minimum reduziert. Bei Verwendung sogenannter Blockheizkraftwerke können Strom und Wärme hocheffizient und flexibel je nach Bedarf erzeugt werden. Blockheizkraftwerke auf Basis kleiner Gasturbinen, auch Mikrogasturbinen genannt, eignen sich insbesondere aufgrund ihrer äußerst geringen Schadstoffemissionen. Außerdem weisen sie eine große Flexibilität hinsichtlich gasförmiger oder flüssiger, konventioneller oder regenerativer Brennstoffe auf. Ob für private, gewerbliche oder öffentliche Gebäude sowie für kleine und mittlere Betriebe – diese relativ junge Technologie besitzt im Prinzip das Potenzial, alle Öl- und Gasheizungen klimafreundlich zu ersetzen.
      Diese Aufnahmen der Stereokamera HRSC auf Mars Express zeigen einen Teil der Region Meridiani Planum. Dort wird am 19. Oktober 2016 das ESA-Landemodul Schiaparelli aufsetzen, nicht weit entfernt von der Stelle, an der am 25. Januar 2004 der NASA-Rover Opportunity gelandet ist und seither das Gebiet erforscht.
      Zusammenstöße im Zugbereich können schon bei geringen Geschwindigkeiten verheerende Folgen haben: Oft kollidieren hunderte Tonnen bewegter Masse. Die Zugwagen schieben sich aufeinander oder entgleisen. Um Fahrgäste wie Zugpersonal besser zu schützen und Unfallfolgen zu reduzieren, haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein neuartiges Crashkonzept entwickelt.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eröffnet eine Ausstellung zur Rosetta-Mission im Museum für Naturkunde Berlin.
      Erdbeben, Hangrutschungen, Tsunamis und andere Katastrophen können die Gestalt der Erdoberfläche jah verändern. Im Einsatzfall benötigen Rettungskräfte und Behörden dann möglichst schnell aktuelle und präzise Lageinformationen. Mit Hilfe eines optischen Kamerasystems kann das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) binnen Sekunden aktuelle hochauflösende 3D-Geländemodelle liefern – direkt vom Flugzeug oder Hubschrauber aus.
      Noch bevor ein Flugzeug überhaupt startet, herrscht auf dem Vorfeld schon reger Verkehr: Gepäckschlepper, Passagierbusse oder Pushback-Fahrzeuge müssen Fluggäste und Fracht zuverlässig und pünktlich an den richtigen Ort bringen und Flugzeuge aus ihrer Parkposition schieben. Die meisten dieser Fahrzeuge verfügen bisher über einen Dieselantrieb. Gemeinsam mit dem Flughafen Stuttgart hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Projekt efleet untersucht, inwieweit diese Aufgaben auch durch Elektrofahrzeuge mit Batterie übernommen werden können.
      Wie sich Radardaten und Daten optischer Bildgebungsverfahren in Zukunft noch besser ergänzen können, testete das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) über Helgoland. Das Institut für Optische Sensorsysteme und das Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme unternahmen hierzu eine gemeinsame Befliegung, um neue Methoden der Radar-Optik-Datenfusion zu entwickeln.
      Ölverschmutzungen und andere sogenannte "Gefahrstoffteppiche" auf dem Meer sind eine Folge der immer stärkeren Nutzung der Ozeane. Derartige Verschmutzungen lassen sich selbst bei gewissenhafter und verantwortlicher Anwendung von Gerät und Technik in der Schifffahrt oder bei Offshore-Anlagen nicht immer hundertprozentig vermeiden. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) forscht im gesamten Forschungsverbund EMSec (Echtzeitdienste für die Maritime Sicherheit - Security) an weiteren Lösungen für eine schnelle und möglichst zuverlässige Detektion dieser Gefahrstoffteppiche aus der Luft und von verschiedenen Satelliten aus.
      Mit gefälschten GPS-Signalen lassen sich Schiffe auf Abwege bringen. Werden Signale zur Schiffsnavigation gestört oder getäuscht, können Position und weitere kritische Daten wie beispielsweise Kurs und Geschwindigkeit beeinflusst werden. Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erprobten in einer dreitägigen Messkampagne dazu nun neue Empfangssysteme und Verfahren zur Störunterdrückung. Mit diesen Systemen lassen sich zukünftige Stör- und Täuschversuche erkennen. Deren Einfluss auf Bordsensoren kann damit drastisch verringert werden, was wiederum zur Sicherheit des Schiffsverkehrs beiträgt.
      Ein neues Firmennetzwerk sorgt zukünftig für mehr Sicherheit und geringere Kosten beim Schiffsverkehr: Im Projekt MARSAT arbeiten nun fünf privatwirtschaftliche Unternehmen und eine Forschungseinrichtung eng zusammen, um mit Hilfe von Satellitendaten neue Dienste für die maritime Wirtschaft zu entwickeln.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat mit der europäischen Eisenbahnindustrie und -forschung eine intensive Zusammenarbeit vereinbart. Im Rahmen der EU-Initiative Shift²Rail wollen die Partner den Wandel des europäischen Eisenbahnverkehrs hin zu einem leistungsfähigen und ökonomischen Transportsystem stärken. Dafür sollen gemeinsam mit der EU insgesamt 920 Mio. Euro investiert werden.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Standort Lampoldshausen hat als einer der größten Wasserstoffnutzer in Europa ein jahrzehntelanges, fundiertes Wissen im Umgang mit dem Energieträger Wasserstoff aufgebaut. Dieses Know-how fließt in das Projekt H2ORIZON ein, bei dem lokal gewonnene Windenergie mittels Elektrolyse in regenerativen Wasserstoff umgewandelt werden soll.
      Bei einem Hyperschallflug nimmt die Oberfläche einer Rakete an der Außenseite eine extrem hohe Temperatur an. Doch wie genau verändert sich die Oberflächenstruktur bei unterschiedlichen Luftwiderständen und mit Blick auf Wärmefluss und Beschleunigung? Diese und ähnliche Fragen wollen Wissenschaftler und Ingenieure des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Studierende der RWTH Aachen University im Flugexperiment ROTEX-T untersuchen.
      Das Forschungsflugzeug Falcon des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Dienstjubiläum. Im Interview erklärt DLR-Testpilot Philipp Weber, was die Falcon so attraktiv macht und wie es war, 2010 nach einem Vulkanausbruch das einzige Flugzeug über Europa zu sein.
      Das Betrachten und Verwenden von Satellitenbildern gehört heute zum Alltag. Noch vor fünfzehn Jahren arbeiteten nur wenige Fachleute mit den kostbaren Weltraumdaten. Eine besondere Spezialisierung hat sich dabei seither sehr rasant entwickelt - die Nutzung von Satellitendaten für das Katastrophenmanagement. Ein internationales Expertenteam unter Federführung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat nun die historische Entwicklung der satellitengestützten Notfallkartierung analysiert. In der aktuellen Sonderausgabe des Fachjournals "Science" präsentieren die Forscher globale Muster sowie bisherige und kommende Trends.
      Das Reisen durch das Weltall ist nicht ohne - erst der stressige Start mit kräftigen Erschütterungen, dann der lange Flug durch Kälte und Vakuum. Asteroidenlander Mascot (Mobile Asteroid Surface Scout) ist mittlerweile seit anderthalb Jahren an Bord der japanischen Raumsonde Hayabusa 2 unterwegs und zurzeit rund 65 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Nun schalteten die Ingenieure des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) aus dem Kontrollraum des DLR in Köln den schuhkartongroßen Lander und seine vier Instrumente aus Deutschland und Frankreich am 14. Juli 2016 erneut ein, um in den nächsten Tagen vor allem eines herauszufinden: Wie steht es um die Gesundheit von Mascot und den Experimenten an Bord?
      Energiespeicher spielen eine Schlüsselrolle für die Energieversorgung der Zukunft. Am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln hat am 5. Juli 2016 der Aufbau einer Testanlage für Wärmespeicherung in geschmolzenem Salz (TESIS) begonnen.
      Eine Welt ohne Hunger – für dieses Ziel arbeitet das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (UN World Food Programme, WFP) mit Partnern aus Politik, Industrie und Wissenschaft. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt humanitäre Hilfe seit vielen Jahren. Die wachsende Bedeutung von Technologien und Innovationen im Kampf gegen den Hunger und in Reaktion auf weltweite Notlagen wurde am 11. Juli 2016 im Rahmen des offiziellen Starts des WFP Innovation Accelerators mit internationalen Akteuren auf höchster Ebene diskutiert. Die neue Einrichtung des WFP wurde von Ertharin Cousin, WFP-Exekutivdirektorin, Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller und dem Bayrischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in München eröffnet.
      Der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre gilt als einer der kritischsten Momente der Raumfahrt. Um die gewaltigen Geschwindigkeiten und Temperaturen zu simulieren, die dabei auftreten, verfügt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen seit 25 Jahren über eine einzigartige Großanlage.
      Die Abfallentsorgung Hamburgs soll in Zukunft noch umweltfreundlicher werden. Deshalb ersetzt die Stadtreinigung Hamburg (SRH) kleinere Nutzfahrzeuge durch Lastenräder. Deren Einsatz wird in einem gemeinsamen Projekt von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR) in Berlin nun begleitend erforscht.
      Bereits zum vierten Mal trafen sich am 7. Juli 2016 Akteure der Energiebranche zum Wasserstofftag beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Standort Lampoldshausen.
      Mawrth Vallis ist mit einer Länge von 600 Kilometern und einer Tiefe von bis zu zwei Kilometern eines der größten Täler auf dem Mars. Zudem könnte es eine mögliche Landestelle für die ESA-Mission ExoMars und die NASA-Mission Mars 2020 sein.
      Weltweit entstehen Jahr für Jahr neue Solarkraftwerke. Während einige Länder des Sonnengürtels der Erde erstmalig Kraftwerksprojekte mit konzentrierenden Solartechnologien errichten, bauen andere die bereits vorhandenen Kapazitäten weiter aus. Um auf dem stetig wachsenden Markt der Bauteile für Solarkraftwerke die geeigneten Komponenten auszuwählen, ist es für den Betreiber einer Anlage wichtig zu wissen, welche Teile am besten für seine Anlage geeignet sind. Diese "Qualifizierung von Solarkraftwerken" ist am 6. Juli 2016 das Schwerpunktthema des 19. Sonnenkolloquiums des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat gemeinsam mit der Fachhochschule Zittau/Görlitz und der Technischen Universität Dresden ein Verfahren entwickelt, das die Strömung von Wasserdampf in Turbomaschinen hochgenau und 10-mal schneller als bisher simuliert. Damit können Wissenschaftler die Vorgänge in einer Turbine wesentlich präziser vorhersagen und Hersteller haben fundierte Daten für die Weiterentwicklung ihrer Anlagen. Auch Weltraumforscher nutzen die Berechnungsverfahren; mit ihnen können sie die Prozesse auf Kometen, Monden und Exoplaneten besser verstehen und simulieren. Das Verfahren ist von der IAPWS (The International Association for the Properties of Water and Steam) zum neuen internationalen Standard erklärt worden.
      05. Juli 2016
      Zurück aus dem Weltall
      So unauffällig die kleinen Behälter sind, die zurzeit im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auseinandergebaut werden - in ihnen befinden sich eventuell Überlebende, die über 530 Tage die Bedingungen des Weltraums überstanden haben. Mehrere hundert Organismen wie beispielsweise Bakterien, die Biofilme formen, Pilze, Flechten, Moose und Archaen, die auf der Erde besonders salzhaltige Umgebungen lieben, kehrten gemeinsam mit Astronaut Tim Peake im Sojus-Raumschiff von der Internationalen Raumstation ISS zur Erde zurück. Dort waren auch die DLR-Experimente BIOMEX (Biology and Mars Experiment) und BOSS (Bio Organisms Surfing Space) an der Außenseite der Station befestigt und dem Weltraumvakuum sowie der starken UV-Strahlung der Sonne ausgesetzt. "Wir bauen nun die einzelnen Proben aus und schicken sie zur Auswertung an die internationalen Forschergruppen zur Auswertung", erläutert DLR-Strahlenbiologin Dr. Elke Rabbow. "Die Ergebnisse werden uns dann zeigen, welche Organismen im All überleben können."
      PMAR-MASE (Maritime Awareness and Risks - Maritime Security), eine Initiative der Europäischen Union zur Sicherung und Schutz Küstengewässer Ostafrikas vor Piraterie, die 2014/15 am JRC (Joint Research Centre) gestartet wurde, untersucht, wie verlässlich und genau AIS-Informationen den tatsächlichen Schiffsverkehr widerspiegeln. Die Forschungsstelle Maritime Sicherheit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Neustrelitz unterstützte das Projekt PMAR-MASE mit der Bereitstellung von Schiffsdetektionsprodukten auf der Basis von TerraSAR-X-Daten.
      Erstmals überschreitet die Anzahl der weltweiten Flugbewegungen in einem Juni die Marke von drei Millionen geplanten Starts – ein Plus von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist eine der Erkenntnisse des aktuellen Global Aviation Monitors. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) beleuchten regelmäßig mehr als 3500 Flughäfen und 850 Fluggesellschaften, um die aktuellen Trends des weltweiten Luftverkehrs aufzuzeigen.
      Sie fliegen in bis zu mehreren hundert Kilometern Abstand zur Erde und können doch detaillierte Informationen liefern, die den Helfern am Boden ihre Arbeit erleichtern: die Erdbeobachtungssatelliten, deren Technologie in den nächsten zwei Jahren mit dem Projekt EO4HumEn+ (Extended EO-based services for dynamic information needs in humanitarian action) auch für humanitäre Hilfsorganisationen im Einsatz ist.
      Rotoren verleihen Hubschraubern ihre einzigartigen Flugeigenschaften, sind aber auch Hauptquelle für ihren Lärm. Forscher des DLR Braunschweig haben eine neuartige Methode getestet, die Hubschrauber leiser, energiesparender und vibrationsärmer macht. 30 bis 40 Prozent Lärmverringerung sind in bestimmten Flugzuständen wie dem Landeanflug möglich.
      Im Wind wehende Blätter, wogende Kornfelder oder ein vom Wind durchgedrücktes Banner über einer Straße – Luftströme begegnen uns auf verschiedene Art und Weise. In der Luftfahrt ist der Einfluss der Luftströmung auf die Flugzeugstrukturen von entscheidender Wichtigkeit. Die dabei auftretenden Phänomene untersucht die Wissenschaft der Aeroelastik. Je besser ein Flugzeugflügel "umströmt" wird, desto weniger Treibstoff verbraucht das Flugzeug – umso umweltverträglicher fliegt es, umso mehr Passagiere kann es transportieren, umso mehr Fracht passt ins Flugzeug, umso leichter kann es gebaut werden… Die Folgeeffekte sind so vielfältig wie ökonomisch wertvoll. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erforschen deshalb erstmals, wie sich laminare Strömung auf die aeroelastische Stabilität eines beweglichen Flügelprofils auswirkt. Dazu untersuchen sie ein entsprechendes Flügelmodell im minus 173 Grad Celsius kalten kryogenen Windkanal in Köln.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Polizeipräsident in Berlin unterzeichneten am 22. Juni 2016 ein „Memorandum of Understanding“ zur Förderung der Zusammenarbeit von Wissenschaft und behördlichen Endanwendern. Vorrangige Ziele dieser Kooperation sind die Verbesserung der Verkehrslenkung in besonderen Einsatzlagen sowie die Erhöhung der Verkehrssicherheit in Berlin, insbesondere für schwächere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer.
      Vom 21. bis 24. Juni präsentiert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wieder seine Forschungshighlights im Bereich Robotik auf der 7. internationalen Fachmesse für Automation und Mechatronik AUTOMATICA in München. Das Institut für Robotik und Mechatronik sowie das Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik, Mitglieder des Forschungsclusters des Robotik und Mechatronik Zentrums (RMC) in Oberpfaffenhofen, demonstrieren während der viertägigen Ausstellung aktuelle Forschungsprojekte.
      Am 22. Juni 2016 um 5:55 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit startete der Kleinsatellit BIROS (Bi-Spektral Infrared Optical System) vom indischen Weltraumbahnhof Satish Dhawan Space Centre an Bord einer PSLV-Trägerrakete (Polar Satellite Launch Vehicle) erfolgreich ins All. Der Satellit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird nun in 515 Kilometer Höhe Hochtemperaturereignisse auf der Erde aufspüren.
      Vom 21. bis 24. Juni präsentiert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wieder seine Forschungshighlights im Bereich Robotik auf der 7. internationalen Fachmesse für Automation und Mechatronik AUTOMATICA in München. Das Institut für Robotik und Mechatronik sowie das Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik, Mitglieder des Forschungsclusters des Robotik und Mechatronik Zentrums (RMC) in Oberpfaffenhofen, demonstrieren während der viertägigen Ausstellung aktuelle Forschungsprojekte.
      Nach 40 Jahren Energieforschung blickt das DLR zurück, trägt die wichtigsten Ereignisse zusammen und reichert diese mit spektakulärem Bild- und Videomaterial aus seinen Archiven an. Zum Stöbern aufbereitet finden Sie das Material in unserer interaktiven Chronik. Der Blick zurück zeigt auch, wie Energieforschung und Energiepolitik in Deutschland deutlich von gesellschaftlichen Entwicklungen, aber auch von Katastrophen beeinflusst wurden und dass wir uns derzeit in einem spannenden Transformationsprozess befinden.
      Der Chirurg sitzt an der Konsole, und Roboterarme setzen seine Kommandos mit höchster Präzision am Patienten um - führen exakte Schnitte aus, setzen Schrauben oder vernähen auf kleinstem Raum durchtrennte Adern. Dabei spürt der Arzt über seine Steuerung genau, was die Instrumentenspitzen am Roboter ausführen, so als ob er sie selbst in den Händen halten würde. Roboter und Mensch arbeiten gemeinsam Hand in Hand zusammen. "Unser Roboter MIRO erleichtert dem Chirurgen die Arbeit, indem er zum Beispiel leichte Ungenauigkeiten der menschlichen Handbewegungen herausfiltert oder Bewegungen des Chirurgen in verkleinertem Maßstab hoch präzise ausführt und so Operationen optimiert", betont Prof. Alin Albu-Schäffer vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Lizenz für den vom DLR entwickelten Medizinroboter MIRO wurde nun an das amerikanische Unternehmen Medtronics verkauft, das weltweit größte Medizintechnik-Unternehmen, das Technologien des DLR-Robotersystems für einen Medizinroboter weiterentwickeln und in den nächsten Jahren auf den Markt bringen möchte. Mit diesem Roboter will das Unternehmen zunehmend von der invasiven zur minimal-invasiven Operationstechnik übergehen.
      Ein stetig wachsender Anteil an zeitlich schwankenden erneuerbaren Energien, der Ausstieg aus der Kernenergie und die sinkende Wirtschaftlichkeit vieler konventioneller Kraftwerke – der Energiesektor erlebt in Deutschland einen einschneidenden Wandel. Im Zuge zweiter Studien hat das Institut für Technische Thermodynamik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit dem Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung der Universität Stuttgart untersucht, im welchem Maß die Versorgungssicherheit mit Strom in den kommenden Jahren gewährleistet werden kann. Die Wissenschaftler analysierten dabei die Entwicklung in Süd- und Gesamtdeutschland sowie den europäischen Nachbarländern.
      Der Forscher-Alltag ist nicht einfach - das mussten nun auch drei Schülerteams erfahren, die im Projekt DroPs (Drop Tower Project for School Students) ihre Experimente im Fallturm Bremen testeten: Während ein Experiment reibungslos funktionierte, funktionierten die beiden technisch aufwändigeren Experimente nicht. "Das ist aber bei einem ersten Abwurf im Fallturm nicht ungewöhnlich und gehört auch zur wissenschaftlichen Arbeit", betont Dr. Dirk Stiefs, Leiter des Schülerlabors des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen. Im DLR_School_Lab hatten die Schüler des Gymnasiums Vegesack und der International School Bremen mehrere Experimente vorbereitet, die im Fallturm Bremen für 4,74 Sekunden der Schwerelosigkeit ausgesetzt wurden. Das DroPs-Projekt wurde 2014 vom Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen initiiert und wird seit Dezember 2015 in Kooperation mit dem DLR_School_Lab Bremen durchgeführt. "Egal, ob die Experimente auf Anhieb klappen oder nicht - DroPs ist für die Oberstufenschülerinnen und -schüler eine gute Vorbereitung auf Beruf und Studium."
      Bemannte Raumfahrt und Energieforschung waren die Schwerpunktthemen, über die sich der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, am 3. Juni 2016 bei seinem Besuch am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln informierte. Gemeinsam mit der DLR-Vorstandsvorsitzenden Prof. Pascale Ehrenfreund besichtigte der Bundesminister die neuesten Forschungseinrichtungen des Standortes.
      Er war einer der bedeutendsten Strömungsforscher der Welt – Théodor von Kármán. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die ungarische Botschaft sowie Stadt und Universität Göttingen haben den gebürtigen Ungarn jetzt an der Stätte seiner größten wissenschaftlichen Erfolge, in Göttingen, geehrt. Prof. Rolf Henke, Vorstand Luftfahrt des DLR, der ungarische Generalkonsul Dr. Péter Ballai, Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und der Vizepräsident der Universität Göttingen Prof. Ulf Diederichsen enthüllten an einem der Wohnhäuser des Physikers eine marmorne Gedenktafel. In einem anschließenden Kolloquium wurden Leben und Werk von Kármáns gewürdigt.
      Der zehnte Wettbewerb des deutsch-schwedischen Studentenprogramms REXUS/BEXUS ist eröffnet: Vom 13. Juni bis zum Einsendeschluss am 17. Oktober 2016 können Studententeams deutscher Universitäten und Hochschulen spannende Vorschläge für die Forschung auf Stratosphärenballons oder Forschungsraketen beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) einreichen.
      Von den über 550 Astronauten, die im Weltall geflogen sind, waren nur knapp 60 Frauen. Die vier europäischen Raumfahrerinnen dieser kleinen Gruppe kamen aus England, Frankreich und Italien. Und Deutschland war bisher noch nicht mit einer Astronautin vertreten. Nun sucht das Unternehmen HE Space die erste deutsche Astronautin, die für zehn Tage auf der Internationalen Raumstation ISS leben und arbeiten soll. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt das Projekt und führt die psychologischen und medizinischen Untersuchungen der Bewerberinnen durch.
      Seine erste Nacht auf irdischem Boden nach sechs Monaten im All war für ESA-Astronaut Tim Peake nicht besonders lang: Zunächst musste er von der Internationalen Raumstation ISS bis nach Köln in die Forschungsanlage :envihab des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) reisen, anschließend führten die DLR-Mediziner unmittelbar nach seiner Ankunft die ersten medizinischen und wissenschaftlichen Untersuchungen durch. Für das Team des DLR ist Tim Peake nach dem Deutschen Alexander Gerst und dem Dänen Andreas Mogensen bereits der dritte Astronaut, der für diesen "Gesundheitscheck" nach Köln geflogen wurde. Um 11.15 Uhr mitteleuropäischer Zeit war Peake am 18. Juni 2016 nach einem dreistündigen Flug mit der Sojus-Kapsel in der kasachischen Steppe gelandet. Per Hubschrauber und Flugzeug ging es dann über Moskau nach Köln, wo er am 19. Juni 2016 gegen 3 Uhr landete.
      Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben gemeinsam mit der Energie Baden-Württemberg (EnBW) und weiteren Forschungspartnern erfolgreich eine Pilotanlage entwickelt und getestet, um Biomasse aus der Landschaftspflege – etwa Schnittgut und Holzabfälle – direkt vor Ort für die Energieversorgung zu nutzen. Dafür rüsteten sie ein bereits bestehendes Holzvergaserkraftwerk mit einer kleinen Turbine, einer sogenannten Mikrogasturbine, aus. Diese verfügt über eine spezielle Brennkammer, die es ermöglicht, das aus Biomasse gewonnene Gas sehr effizient und schadstoffarm zu verbrennen. Das Projekt zeigte, dass die Mikrogasturbine für die Gewinnung von Strom und Wärme aus Holzgas eine Alternative zum Gasmotor sein kann.
      Das Institut für Kommunikation und Navigation des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Fünf Jahrzehnte in denen für die Mitarbeiter des Instituts das Credo galt: gemeinsam loten wir Neues aus, verschieben Grenzen und sind Vorreiter für neue Technologien. Wie erfolgreich dies dem Institut seit seiner Gründung gelang, zeigt die Beteiligung an zahlreichen bahnbrechenden Entwicklungen und Projekten der Luft- und Raumfahrt. Am 09. Juni 2016 feierten die Mitarbeiter zusammen mit zahlreichen Gästen den goldenen Geburtstag des Instituts, das in Oberpfaffenhofen und in Neustrelitz beheimatet ist. Neben einem Kolloquium zu Ehren des Institutsgründers Philipp Hartl und der Möglichkeit sich bei einem Laborrundgang von den aktuellen Projekten des Instituts zu überzeugen, rundete ein offizieller Festakt mit einem Grußwort aus dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie die Feierlichkeiten ab. Im Rahmen des Festaktes unterzeichneten die Vorstandsvorsitzende des DLR Prof. Pascale Ehrenfreund und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Firma Tesat-Spacecom GmbH & Co. KG einen Kooperationsvertrag. Gegenstand der Kooperation ist die Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung optischer Freiraumkommunikationstechnologien für Weltraumanwendungen.
      SOFIA ist - nach 2013 und 2015 - zum dritten Mal in Neuseeland unterwegs: Am 6. Juni 2016 um 1.37 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (11.37 Uhr Ortszeit) ist die fliegende Sternwarte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA am Flughafen von Christchurch gelandet. Bereits am 9. Juni startet SOFIA zum ersten Wissenschaftsflug der diesjährigen Kampagne in der Südhemisphäre.
      Lastenräder können in Innenstädten einen beträchtlichen Teil des Wirtschaftsverkehrs leise und umweltschonend abwickeln. Verkehrsforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben untersucht, welche Potenziale für eine Fahrradnutzung im Wirtschaftsverkehr bestehen und wie diese gefördert werden können. Die Studie wurde am 12. Mai 2016 der parlamentarischen Staatssekretärin im BMVI und Koordinatorin der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik, Dorothee Bär, übergeben.
      Vor 125 Jahren - im Frühjahr 1891 - unternahm Otto Lilienthal in Derwitz bei Berlin die ersten erfolgreichen Flüge mit einem selbst entworfenen und gebauten Gleitflugzeug. Sein Erfolg beruhte dabei nicht nur auf der Beobachtung des Vogelflugs, sondern auch auf systematischen aerodynamischen Studien, die er ab 1866 mit Unterstützung seines Bruders Gustav unternahm. Seine Methoden werden bis heute in der Aerodynamik angewandt - zum Beispiel mit dem "Lilienthal Polar-Diagramm", das Auftrieb und Widerstand eines Flügels in Beziehung setzt.
      Die Erde bebt, Flüsse treten über die Ufer, Tsunamis verwüsten Küstenregionen. Natur- und menschgemachte Katastrophen treffen unsere hochtechnisierte Gesellschaft immer empfindlicher. Die derzeit existierenden Krisenmanagementsysteme haben den Nachteil, dass man sie nicht flexibel an die jeweilige Situation anpassen kann. Gefahren und Katastrophen haben einen ähnlichen Ablauf aber sind doch jeweils unterschiedlich. Am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wurde jetzt ein multifunktionales Krisenmanagmentsystem entwickelt das diesen Umstand berücksichtigt. PHAROS (Project on a Multi-Hazard Open Platform for Satellite Based Downstream Services) unterstützt Krisenmanager, Einsatzleiter und Helfer in jeder Phase der Katastrophenbewältigung. Das System ist als offene Service-Plattform aufgebaut und kann an die jeweiligen Gegebenheiten flexibel angepasst werden. Hierfür greift das System auf Technologien der Erdbeobachtung aus dem All, der Satellitenkommunikation und –navigation zurück. Erdbeobachtungsdaten, Messungen von Sensoren, Simulationswerkzeuge und Kommunikationstechniken werden in einer einzigen Plattform zusammengebracht.
      Vom 26. bis zum 29 April 2016 besuchte eine türkische Delegation das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Sie folgte einer Einladung von Dr. Gerd Gruppe, dem DLR-Vorstand für das Raumfahrtmanagement. Die Besucher erhielten einen umfassenden Überblick über die Raumfahrt-Aktivitäten des DLR und der deutschen Industrie. Ziel war es, den wechselseitigen Austausch zu stärken und eine Basis für mögliche Kooperationen zu legen.
      Unterschiedliche Strategien der Airlines führen zu einer veränderten Angebotslandschaft im Billigflug-Sektor: Statt das Streckennetz weiter auszubauen, flogen die betrachteten Billig-Fluggesellschaften mehr Flüge auf weniger angebotenen Strecken. Während Ryanair sein Angebot im deutschen Markt aufstockt, bietet Germanwings/Eurowings erstmalig auch Low Cost Flüge auf Langstrecken, wie Amerika und Asien, an. Das - und vieles mehr - geht aus den Analysen der Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hervor, die im aktuellen Low Cost Monitor 2016 aufgeführt sind.
      Ein drahtloser Satellit, innovative Laserkommunikations-Technologien für das Weltall und ein Universaladapter für die Raumfahrt - dies sind nur einige der Gewinner-Beiträge beim ersten INNOspace Masters Wettbewerb des Raumfahrtmanagements im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Der Ideenwettbewerb hatte unter dem Stichwort "Satellite 4.0" dazu aufgerufen, neue Vorschläge und Konzepte für die Raumfahrt der Zukunft (New Space Economy) zu entwickeln.
      Luft-und Raumfahrtmedizin, Nachwuchsförderung, Energieforschung und Neuerungen im Bereich der Antriebstechnik waren Themen, über die sich die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, bei ihrem Besuch des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am 4. Mai 2016 informierte. Klaus Hamacher, stellvertretender Vorsitzender des DLR-Vorstands, begrüßte sie auf dem Gelände in Köln. Zuvor hatte sich die Ministerpräsidentin im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) mit dem deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst über dessen Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation (ISS) unterhalten.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) schlägt ein neues Kapitel der Erdbeobachtung auf. Der Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommerns Erwin Sellering und die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Pascale Ehrenfreund gaben am 4. Mai 2016 den Startschuss für den Betrieb der Tri-Band-Bodenstation in Neustrelitz.
      Turbulenzen und Wirbelschleppen sollten Flugzeuge normalerweise tunlichst vermeiden… Doch mit normalen Bedingungen hat Forschung wenig zu tun. Testpiloten und Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sind in Flugversuchen gezielt in Luftwirbel geflogen, um numerische Modelle und ein neues Online-Monitoringverfahren zur sofortigen Bewertung der aeroelastischen Stabilität zu prüfen. Im Projekt iLOADS wird an der Betriebsgrenze des Forschungsflugzeugs HALO (High Altitude LOng Range Research Aircraft) geforscht, um so die Kapazitäten für wissenschaftliche Instrumentierungen auszuloten. Dank der Ergebnisse lassen sich zukünftige Forschungsmissionen noch gewinnbringender durchführen.
      Einen Tag lang experimentieren, Forschungsanlagen besichtigen, die Arbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus nächster Nähe erleben: Die Teilnehmerinnen des Girls'Day erlebten am 28. April 2016 einen spannenden Tag beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Insgesamt sieben DLR-Standorte beteiligten sich am "Mädchenzukunftstag" und boten den Schülerinnen Einblicke in die Forschungsbereiche Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Sicherheit und Verkehr. Außerdem konnten die Schülerinnen in den DLR_School_Labs selbst als Nachwuchs-Forscherinnen tätig werden.
      Das Spektrum reicht von der Raumfahrt bis hin zur Mikrobiologie - inhaltlich sind die elf Forschungseinrichtungen in Bremen durchaus unterschiedlich, gemeinsam verfolgen sie jedoch das Ziel, abgestimmte Forschungsstrategien zu erarbeiten, Wissenschaftsressourcen und -infrastrukturen auszubauen, Hürden ihrer gemeinsamen Nutzung abzubauen und ein abgestimmtes Wissenschaftsmarketing zu betreiben. Um die bereits bestehende enge Zusammenarbeit zu verstärken, unterzeichneten die Partner am 27. April 2016 die Vereinbarung "U Bremen Research Alliance". "Über die bestehenden bilateralen Vereinbarungen wird nun ein multilaterales Dach gelegt. Damit sind wir wieder einen Schritt weiter", betont Prof. Andreas, Rittweger, Leiter des DLR-Instituts für Raumfahrtsysteme in Bremen.
      Die aktuellen Aufnahmen der DLR-Kamera HRSC zeigen einen Teil der Region Memnonia Fossae auf dem Mars. Dieses Netz von Grabenbrüchen befindet sich westlich der Vulkanregion Tharsis. Sie sind sie das Ergebnis von tektonischen Spannungen in der Marskruste.
      Das Fahrzeug von morgen steht vor großen Herausforderungen: Es soll automatisiert und kooperativ sein, um sich sicher, energieeffizient und komfortabel in den Verkehr von morgen einzufügen. Mit einer Vielzahl technischer Systeme ausgestattet, soll es den Fahrer entlasten und dabei den Wunsch nach individueller Mobilität berücksichtigen. Im Projekt Next Generation Car (NGC) erarbeitet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) leistungsfähige Methoden und Technologien zur Entwicklung intelligenter Fahrzeuge. Erste Ergebnisse wurden am 27. April am DLR-Standort Braunschweig bei der Veranstaltung "Das intelligente Fahrzeug der Zukunft – Komponenten und Entwicklungswerkzeuge" präsentiert.
      Elektrisch angetriebene und damit lokal emissionsfreie Passagierflugzeuge können die Mobilität der Zukunft nachhaltiger und flexibler gestalten. Sie haben das Potenzial, in den nächsten Jahrzehnten die Elektromobilität in die Luft zu bringen, sich mit bodengebundenen Verkehrsträgern zu vernetzen und so das Reisen für Passagiere schneller und einfacher zu machen. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) arbeiten aktuell mit Partnern aus Industrie und Forschung an der Entwicklung der Versuchsplattform HY4.
      Mit dem Zweiten sieht man besser - das gilt auch für die beiden Radar-Augen der Sentinel-1-Mission: Am 25. April 2016 ist um 23.02 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) der Erdbeobachtungssatellit Sentinel-1B mit einer Sojus-Trägerrakete vom europäischen Raumfahrtzentrum in Kourou (Französisch-Guyana) ins All gestartet.
      Wie können in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen und auch gehörlose Fahrgäste bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln besser unterstützt werden? Dieser Frage stellte sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und entwickelte ein Konzept für eine mobile Reiseassistenz, das das Reisen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zukünftig einfacher macht – und zwar für alle.
      Mit ihrer Expertise aus der Luftfahrt haben Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) neue Ideen für die Rotoren für Windenergieanlagen erarbeitet. Auf der Hannover Messe vom 25. bis 29. April 2016 stellen sie vor, wie sich ihre intelligenten Rotorblätter der aktuellen Windlast anpassen. Einen weiteren Fokus legt das DLR auf Energiespeicher, einer Schlüsselkomponente für ein Energiesystem, das immer mehr erneuerbare Energien nutzt. DLR-Forscher entwickeln unter anderem Speicherlösungen für den industriellen Einsatz, wo große Energiemengen in Form von Wärme zwischengespeichert werden können und stellen auf der Messe eine neue Testanlage für Wärmespeicher vor. Zudem feiert das DLR ein Jubiläum und blickt zurück auf erfolg- und ereignisreiche 40 Jahre Energieforschung.
      Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erproben bei Flugversuchen mit dem Airbus A320 D-ATRA (Advanced Technology Research Aircraft) in Braunschweig neue automatische Landeverfahren und satellitengestützte Positionsbestimmungen. Gekrümmte Anflüge und hochpräzise Landungen können Lärm reduzieren und die Umwelt schonen. Die Forscher untersuchten speziell die Kombination von satellitengestützten und traditionellen Landehilfen sowie Verfahren, die allein auf Satellitennavigation beruhen.
      Bei einer Messkampagne in Italien vermisst das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Übertragungseigenschaften zwischen einzelnen Wagen von Hochgeschwindigkeitszügen und ganzen Zugformationen, um damit Systeme entwickeln zu können, die eine zuverlässige Kommunikation ermöglichen. Solche Systeme werden gebraucht, damit sich Wagen und Züge in Zukunft selbstständig zu längeren Zügen während der Fahrt verbinden und bei Bedarf wieder trennen können. Dieses Verfahren wird "dynamisches Flügeln" oder "virtual coupling" genannt.
      Das Robotik und Mechatronik Zentrum (RMC) ist weltweit eines der größten und bedeutendsten Forschungszentren für angewandte Automation und Robotik. Nun verfügt das aus drei DLR-Instituten bestehende Cluster über die notwendige Infrastruktur: In einem feierlichen Akt wurde am 15. April 2016 das neue RMC Gebäude am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen durch Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie und Stellvertretende Ministerpräsidentin, Holger Schlienkamp, Ministerialdirigent im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, und Prof. Dr. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand für Raumfahrtforschung und –technologie, eröffnet.
      Ohne sie könnte kein Raumfahrzeug unsere Erde verlassen, die internationale Raumstation ISS würde nicht um die Erde kreisen und Neil Armstrong hätte den Mond nie betreten: elektrische, elektronische und elektromechanische (EEE-) Bauteile, wie Widerstände, Konverter und Transistoren. Sie werden in Raumfahrzeugen, Satelliten oder Landern eingesetzt. Ihre Zuverlässigkeit, Haltbarkeit und Lebensdauer sind in der Raumfahrt erfolgsentscheidende Faktoren für die Qualitätssicherung, so auch beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Für den Einsatz dieser winzigen Bestandteile werden daher hohe Anforderungen an ihre Strahlungs-, Vibrations- und Temperaturfestigkeit gestellt.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) feiert 2016 40 Jahre Energieforschung und lässt Entscheider aus dieser Zeit zurückblicken. Einer davon ist Michael Geyer, Physiker, Ingenieur und Experte für Solarthermische Kraftwerke. Für das DLR forschte er mehrere Jahre am Forschungszentrum Plataforma Solar in der spanischen Provinz Almería. Zudem war er für deutsche und internationale Industrieunternehmen tätig, bevor er im Jahr 2007 zum spanischen Energieunternehmen Abengoa Solar wechselte. Als Direktor für internationale Geschäftsentwicklung ist er dort für die Abwicklung von großen solaren Kraftwerksprojekten weltweit tätig. An der Fachhochschule Regensburg hatte Geyer in den 1990er-Jahren eine Professur für Energie, Kraftwerkstechnologie und Prozesstechnik inne. Mit ihm sprach Wissenschaftsjournalist Tim Schröder.
      "ZEIGT UNS EURE POWER!" Unter diesem Titel ruft das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu einem neuen Schülerwettbewerb auf. Die Aufgabenstellung: Aus Sonne, Wind oder Wasser soll Energie gewonnen und in origineller Weise genutzt werden. Gelingt beispielsweise mit einem selbst gebauten Solarkocher das perfekte Fünf-Minuten-Ei oder bringt ein Windrad "Marke Eigenbau" eine Glühbirne zum Leuchten? Lässt sich mit einem Wasserrad etwas in Bewegung versetzen – oder kann man vielleicht sogar mehrere dieser "Energiequellen" zu einem ganz anderen Zweck kombinieren? All das ist dem Einfallsreichtum und dem technischen Geschick der Teilnehmer überlassen.
      Um das Auto der Zukunft leichter und gleichzeitig noch sicherer zu machen, arbeiten Wissenschaftler am Institut für Fahrzeugkonzepte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) intensiv an neuartigen Leicht- und Hybridbauweisen sowie innovativen Konzepten für die Crashsicherheit. Um diese wegweisenden Forschungsarbeiten international zu vernetzen und deren wissenschaftliche Sichtbarkeit zu steigern, hat das in Stuttgart beheimatete DLR-Institut am 11. April 2016 eine Kooperation mit der University of Waterloo und der University of Windsor geschlossen.
      In einer Dragon-Kapsel an Bord einer Falcon-9-Trägerrakete des US-amerikanischen Raumfahrtunternehmens SpaceX ist am 8. April 2016 um 22.43 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit ein deutsches Experiment zur Internationalen Raumstation ISS gestartet: SPHEROIDS.
      Dr.-Ing. Gerd Eisenbeiß war von 1990 bis 2001 Programmdirektor für Energie- und Verkehrsforschung im DLR, anschließend Vorstand für Energie- und Materialforschung im Forschungszentrum Jülich. Eisenbeiß hat an der Universität Karlsruhe Physik studiert und promoviert. 1973 ging er in die damalige Bundeshauptstadt Bonn, zunächst als Referent im Bundeskanzleramt, später im Bundesforschungsministerium. Dort war er mit den Themen Energietechnik, Energiepolitik und Informationstechnik betraut. Zudem war er in verschiedenen EU-Gremien in Brüssel für die europäische Zusammenarbeit in Forschungsangelegenheiten zuständig. Eisenbeiß war mehrfach Sprecher des Forschungsverbunds Solarenergie (FVS). 1996 wurde er von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie mit dem DGS-Solarpreis geehrt. Wissenschaftsjournalist Tim Schröder im Gespräch mit Dr.-Ing. Gerd Eisenbeiß über die Anfänge der Energieforschung im DLR - und in ganz Deutschland
      Speziell und exklusiv sollen die Veranstaltungen sein, die das DLR_School_Lab Bremen für seine Club-Mitglieder ab dem 30. Juni 2016 anbieten möchte. Wer mit dabei sein will, kann sich bis 15. Mai 2016 als Teilnehmer bewerben. Insgesamt 25 Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahre können in den DLR_School_Lab-Club aufgenommen werden. "Uns kommt es dabei nicht auf die Schulnoten, sondern auf die Motivation und das Interesse an Wissenschaft an", betont Dr. Dirk Stiefs, Leiter des DLR_School_Labs Bremen. Rund vier bis sechs Mal im Jahr soll es Sonderveranstaltung geben. "Wir suchen Forschergeist und Kreativität."
      Dürren, Überschwemmungen und der steigende Meeresspiegel gehören zu extremen Konsequenzen des Klimawandels. Die Auseinandersetzung mit den anthropogenen Einflüssen auf das Weltklima, besonders der vom Menschen verursachte Anstieg des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2), gehört zu den wichtigsten Aufgaben dieses Zeitalters. Vom 05. bis zum 07. April 2016 diskutieren international renommierte Klimaforscher und internationale Politiker auf der "DLR Conference on Climate Change" über die Herausforderungen des Klimawandels. Veranstaltet wird die Konferenz vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Unterstützung des UN Office for Outer Space (UNOOSA). "Durch die zukunftsorientierte Forschung auf den Gebieten Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr kann das DLR entscheidend daran mitwirken, die komplexen Prozesse in der Atmosphäre besser zu verstehen und so einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Pariser Abkommens leisten. Mit dieser Konferenz soll ein Forum geschaffen werden, um den wissenschaftlichen Sachstand zusammenzufassen, offene wissenschaftliche Fragen anzusprechen und die Möglichkeiten eines unabhängigen Monitorings zu diskutieren", betont Frau Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR.
      Moderne Verkehrsflugzeuge fliegen sicher und hoch automatisiert. Die Piloten müssen in den seltensten Fällen manuell fliegen – aber trotzdem auf alles vorbereitet sein. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) arbeitet an der Anpassung von Pilotentraining und Cockpitverfahren. Dazu fanden zwei umfangreiche Versuchsreihen mit 17 Crews verschiedener europäischer Airlines im Simulatorzentrum AVES (Air Vehicle Simulator) in Braunschweig statt.
      Für die europäischen Raumfahrtprojekte Galileo und Copernicus waren und sind die Jahre 2015 und 2016 von besonderer Bedeutung. Im vergangenen Jahr wurden sechs weitere Galileo-Satelliten in ihre genaue Position gebracht, so dass das Galileo-System jetzt 12 Satelliten umfasst. Mit den 2016 anstehenden Starts sind die sogenannten "Early Services" demnächst verfügbar.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wirkte bei der Erprobung der Umrüstung der Flugzeuge der Bundesregierung vom Typ A319 CJ im amerikanischen Victorville mit. Seit 2014 wird während verschiedener Kampagnen in den USA sowie in Deutschland das LAIRCM-System (Large Aircraft Infrared Countermeasures) als Modifikation erprobt. Bei dieser Einrüstung handelt es sich um eine reine Selbstschutzanlage. Die Regierungsmaschinen sollen so beispielsweise vor Angriffen mit infrarotgelenkten Boden-Luft-Raketen durch Terroristen geschützt werden. Nun kamen die in den USA durchgeführten Tests zu einem erfolgreichen Abschluss.
      Durchmesser 2200 Kilometer, Tiefe bis zu neun Kilometer: Das sind die Eckdaten des größten Einschlagskraters auf dem Mars - Hellas Planitia. Die aktuellen Bilder der vom DLR betriebenen hochauflösenden Stereokamera (HRSC) an Bord der europäischen Raumsonde Mars Express zeigen einen Teil seines westlichen Kraterrandes.
      Es war einmal am 20. August 2012, als das Forschungsflugzeug HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft) feierlich der Wissenschaft übergeben wurde. Bei einem Treffen des Betreiberkonsortiums wurde nun im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen auf fünf sehr erfolgreiche Einsatzjahre zurückgeblickt. Das Treffen des Konsortiums hatte zudem noch einen weiteren besonderen Anlass: Die Mitglieder tagten das erste Mal unter einem neuen Konsortialrahmenvertrag, der den Betrieb von HALO für weitere spannende Forschungsjahre sichert.
      Umso detaillierter die Planetenforscher der Dawn-Mission auf Zwergplanet Ceres blicken können, desto rätselhafter - und spannender - wird der Himmelskörper. Die kontrastverstärkten Echtfarben zeigen bläuliches Material an einigen Kratern und Berghängen. "Man könnte zunächst davon ausgehen, dass es sich dabei um Impaktschmelzen handelt, die sich bei der Entstehung der Krater gebildet haben - aber wir sehen das Material auch an Ceres’ höchstem Berg, dem Ahuna Mons", erläutert Prof. Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). "Außerdem müsste man dieses bläuliche Material dann auch bei allen Kratern sehen." Eine exakte Erklärung für dieses Phänomen haben die Forscher noch nicht. Auf der 47. "Lunar and Planetary Science Conference" in Texas zeigte das Dawn-Team nun neue Aufnahmen des Zwergplaneten aus nur 385 Kilometern Höhe.
      Der Titel "Vom Fernmeldesatelliten zur Schwarmintelligenz" weist schon darauf hin: Das erste DLR-Magazin 2016 kommt mehr als sonst historisch daher. Dafür gibt es gute Gründe: Das Institut für Kommunikation und Navigation wird 50. Einen Exkurs in die Welt der unsichtbaren Signale und nicht zu übersehenden Antennen ist das allemal wert.
      Am 18. März 2016 ist um 6.10 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) die Forschungsrakete REXUS 19 erfolgreich vom Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Nordschweden gestartet. Bereits drei Tage zuvor, am 15. März 2016, flog REXUS 20.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) feiert 2016 40 Jahre Energieforschung und lässt die Protagonisten der Anfangszeit zurück blicken. Einer davon ist Prof. Dr. Carl-Jochen Winter, Wasserstoffforscher der ersten Stunde. Von 1976 bis 1992 war er Vorstand des Bereichs "Werkstoffe/Bauweisen und Energetik" bei der damaligen DFVLR. Bereits zwei Jahre nach der Etablierung des neuen Forschungsbereichs "Energetik" stellte die DFVLR 1978 Europas erstes Wasserstoffauto vor. Im Interview mit Wissenschaftsjournalist Tim Schröder erzählt Winter von den Anfängen der Wasserstofftechnologie und warum diese Zeit für die Entwickler extrem spannend war.
      Wer kennt das nicht? Man hat einen Termin und findet einfach keinen Parkplatz. Und dann wollen ja auch noch die Einkäufe für das Abendessen erledigt werden. Wie schön wäre es, wenn das Auto einen Teil der Aufgaben übernehmen könnte? Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat gemeinsam mit T-Systems eine Anwendung entwickelt, die Autofahrer zukünftig bei diesen alltäglichen Dingen unterstützen kann. Auf der CeBIT 2016 in Hannover wurde das Zukunftsszenario vorgestellt.
      Bei einem Besuch am gemeinsamen Stand des Zentrums für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG) auf der IT-Messe CeBIT informierte sich Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière am Dienstag über deren Arbeit. Beide Institutionen unterstützen zurzeit Bundeseinrichtungen unter anderem bei der Bewältigung der Flüchtlingslage. Das ZKI präsentiert dabei vor Ort den ZKI-Service für Bundesbehörden (ZKI-DE) und zeigt, wie Erdbeobachtungsdaten Regierungsbehörden und Rettungskräften in Notsituationen helfen können.
      Am 14. März 2016 um 10.31 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) ist die ExoMars 2016-Mission der Europäischen Weltraumagentur ESA und der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos vom russischen Kosmodrom Baikonur zu unserem Nachbarplaneten aufgebrochen. An Bord der Proton-Rakete sind der Trace Gas Orbiter (TGO) und der Landedemonstrator Schiaparelli (Entry, descent and landing Demonstrator Module EDM) untergebracht.
      Der Name ist Programm: Mit "Electra" möchte die Europäische Weltraumorganisation ESA einen Kommunikationssatelliten rein elektrisch statt - wie bislang üblich mit chemischen Triebwerken - entwickeln, bauen und starten. Die Energie liefert die Sonne.
      Die Raumfahrt befindet sich in einem signifikanten Wandel - um langfristig erfolgreich zu sein, gilt es, die Veränderungen in der Raumfahrt aktiv mit zu gestalten, neue Raumfahrtmärkte zu erschließen sowie die Chancen fortschrittlicher Technologien zu nutzen. Dem hohen Stellenwert dieser Thematik trägt das DLR mit dem diesjährigen Industrial Day Rechnung.
      Normalerweise sitzen Wettersatelliten in der ersten Reihe, wenn es um den besten Blick auf die Erde geht. Im Gasometer Oberhausen kann allerdings ab dem 11. März 2016 jeder diesen ganz speziellen Blick auf den blauen Planeten werfen: Im mächtigen, 100 Meter hohen Turm des Industriedenkmals schwebt für die neue Ausstellung "Wunder der Natur" als Highlight eine Erdkugel mit 20 Metern Durchmessern. Aus Satellitendaten hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Stück für Stück und Schicht für Schicht eine Animation erstellt, die von zwölf Projektoren auf die Erdkugel gespielt wird. "Unser Ziel ist es, zum einen die Schönheit der Erde zu zeigen und zum anderen den Blick wie aus dem All zurück zur Erde zu ermöglichen", sagt Nils Sparwasser vom Earth Observation Center des DLR. 1,5 Millionen Bilder erzeugten die Forscher dafür. Das Ergebnis: Eine Erdkugel, auf der sich Tag und Nacht abwechseln oder auch Wolkenbänder die Luftströmungen um die Erde sichtbar machen. Wer mit dem Panorama-Aufzug an der Innenwand des Gasometers in die Höhe fährt, blickt umgerechnet aus 36.000 Kilometern Entfernung auf den Erdball. Zudem zeigt der Gasometer Oberhausen 150 großformatige Fotos von Tieren und Pflanzen von namhaften Fotografen wie Frans Lanting, Tim Flach oder Anup Shah.
      Dem Wärmesektor kommt bei der nachhaltigen Umgestaltung des Energiesystems eine zentrale Rolle zu. Denn die Erzeugung von Wärme für Industrie, Haushalte sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen macht fast die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs in der Europäischen Union aus.
      195 Staaten haben sich im Pariser Klimaschutzabkommen verpflichtet, die Erderwärmung auf "deutlich unter zwei Grad Celsius bezogen auf vorindustrielle Werte" - möglichst sogar auf 1,5 Grad zu beschränken. Dafür muss der Treibhausgasausstoß weiter gesenkt werden - ein völkerrechtliches Plädoyer zum Ausbau von erneuerbarer Energien.
      Die im Dezember 2015 auf Eis gelegte Marsmission InSight wird voraussichtlich zur nächsten Gelegenheit - im Mai 2018 - zum Roten Planeten starten. Technische Schwierigkeiten mit einem der beiden Hauptexperimente, dem Seismometer, hatten dazu geführt, dass die amerikanische Weltraumbehörde NASA den für März 2016 geplanten Start absagte. Nun fiel die Entscheidung: Die Mission erhält Aufschub und einen neuen Starttermin in zwei Jahren. "Das sind für uns sehr gute Nachrichten", sagt Prof. Tilman Spohn vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Er ist der wissenschaftliche Leiter für das zweite Hauptexperiment: Das Sensorpaket HP3 (Heat Flow and Physical Properties Package) des DLR mit einem "Maulwurf", der sich auf dem Mars bis zu fünf Meter tief in den Boden hämmern und die Wärmeströme im Inneren des Planeten messen soll - "eine Messung, die zum ersten Mal durchgeführt wird und uns Informationen über die Entwicklung des Planeten und seinen Wärmehaushalt geben wird".
      Mit dem "Single European Sky" (SES) hat die Europäische Kommission 1999 ein Programm gestartet, damit die nationalen Lufträume zusammen wachsen, um einen einheitlicheren und effizienteren gesamteuropäischen Luftraum zu schaffen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird zusammen mit dem Nationalen Luft- und Raumfahrtlabor der Niederlande (NLR) Mitglied des EU-Forschungsprogramms "Single European Sky ATM (Air Traffic Management) Research" – kurz SESAR 2020. Ziel von SESAR 2020 ist es, neue Systeme zur Vereinheitlichung des europäischen Luftraums bis zur Marktreife zu entwickeln und den Herausforderungen eines wachsenden Luftverkehrs gerecht zu werden.
      Das Erdbeben auf Haiti 2010, der durch ein Seebeben ausgelöste Tsunami in Japan 2011 oder die schweren Überschwemmungen, die immer wieder Länder wie Indien oder Bangladesch heimsuchen: Mit der Frage, wie Naturgefahren mit Hilfe von Erdbeobachtungssatelliten besser erkannt und untersucht werden können, beschäftigt sich seit 2013 eine internationale Arbeitsgruppe im Rahmen des Committee on Earth Observation Satellites (CEOS).
      Auf der JEC World Composites Show in Paris, der weltweit führenden Fachmesse für Verbundwerkstoffe, zeigt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom 8. bis 10. März 2016 aktuelle Forschungsprojekte rund um das Thema faserverstärkte Hochleistungskunststoffe.
      Joachim Nitsch war ursprünglich Ingenieur und Spezialist für Luft- und Raumfahrttechnik. Als das DLR 1976 seine Arbeit in der Energieforschung ausweitete kehrt er den Raketentestständen den Rücken. Mit den ersten Analysen zum Energiesystem in Deutschland ging er der Frage nach, mit welchen Energieformen sich Deutschland künftig sicher und umweltverträglich versorgen lassen könnte. Bekannt wurde Nitsch vor allem für seine Szenarien zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland, mit denen er den Grundstein für die Energiewende gelegt hat. Im Interview mit Wissenschaftsjournalist Tim Schröder blickt er zurück auf 40 Jahre Energieforschung im DLR und in Deutschland.
      Wohin mit überschüssigem Strom aus Windkraft, wenn der Wind zwar weht, aber die Nachfrage auf dem Strommarkt gering ist? Ein Lösungsansatz ist die Herstellung von Wasserstoff mittels Elektrolyse. Elektrische Energie wird dabei in chemische Energie umgewandelt, also der Strom genutzt, um Wasserstoff zu erzeugen.
      Mobile Inspektionsroboter kriechen mit Magneträdern über Pipelines und ermitteln mit speziellen Sensoren kritische Stellen: Was wie Zukunftsmusik klingt, ist längst Realität. Doch sobald diese Roboter gewartet und inspiziert werden müssen, führte bisher kein Weg am Menschen vorbei. Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist es nun im EU-Projekt ARCAS (Aerial Robotics Cooperative Assembly System) erstmals gelungen, einen industriellen robotischen Greifarm mit sieben Freiheitsgraden in ein autonom fliegendes Hubschrauber-System zu integrieren. Damit ist es ohne Gefahr möglich die Roboter auf den Pipelines zu inspizieren und zu warten. Ähnliche Systeme könnten auch zur Wartung von Satelliten oder sogar zum Aufbau von Habitaten auf anderen Planeten eingesetzt werden.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) präsentierte sich vom 23. bis 25. Februar 2016 auf der Konferenz "Angewandte Forschung für Verteidigung und Sicherheit in Deutschland" der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik e.V. (DWT) in Bonn.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) schlossen am 25. Februar 2016 in der Deutschen Botschaft in Tokio ein "Inter Agency Arrangement for Strategic Partnership" (behördenübergreifendes Abkommen für strategische Partnerschaft). Beide Partner wollen hiermit gemeinsam die neue Rolle von Raumfahrtbehörden verwirklichen sowie maßgeblich zum Fortschritt der weltweiten Raumfahrtentwicklung beitragen.
      24. Februar 2016
      Regenwald unterm Radar
      Dichter Regenwald, ein zweimotoriges Forschungsflugzeug und hochmoderne Radartechnologie: Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) fliegen vom 01. bis zum 29. Februar im zentralafrikanischen Gabun zahlreiche Messflüge, um den Zustand des Regenwaldes zu bestimmen. Die gewonnenen Daten helfen dabei, Klimamodelle zu verbessern und die Erderwärmung besser zu verstehen. Die Kampagne wird in Kooperation mit der europäischen (ESA), der französischen (ONERA), der gabunischen (AGEOS) und dem amerikanischen Raumfahrtzentrum (NASA) durchgeführt. ONERA führte bereits im Juli 2015 Messflüge zur Trockenzeit durch, während das DLR und die NASA mit insgesamt drei Flugzeugen den Regenwald zur Regenzeit erforschen. Die Ergebnisse dienen der für 2020 geplanten ESA-Satellitenmission BIOMASS und dem deutschen Missionsvorschlag Tandem-L als Referenzdaten.
      24. Februar 2016
      Heute ist Schalttag
      Für Arbeitgeber sind sie von Vorteil, doch bei Geburtstagskindern oft weniger beliebt: Schalttage. Sie sind eine Besonderheit in unserem Kalender und wurden ursprünglich auf den 24. Februar festgelegt. Doch warum bekommen wir in der Regel alle vier Jahre diesen zusätzlichen Tag "geschenkt"? Und warum ausgerechnet Ende Februar und nicht beispielsweise im Juli?
      Die Dekarbonisierung der Energieversorgung – sprich der Verzicht auf kohlenstoffhaltige Energieträger und der Ausbau der erneuerbaren Energien – ist ohne Speicher nicht denkbar. Beim fünften Stuttgarter EnergieSpeicherSymposium des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) diskutierten am 24. Februar 2016 mehr als 100 Vertreter aus Industrie, Politik und Wissenschaft über aktuelle Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Energiespeicher.
      Der Winter hat Skifahrer und Wintersportorte bislang enttäuscht. Der erste Schnee kam vielerorts erst spät und ein milder Januar ließ die dünne weiße Decke bis in die Höhenlagen schmelzen. Eine Satellitenbildanalyse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt das Ausmaß des Schneemangels für ganz Europa. Der europäische Winter 2015/16 war bis Ende Januar in Bezug auf die Schneebedeckungsdauer deutlich schneeärmer als in einer durchschnittlichen Saison. Gerade in großen Teilen der Alpen blieb es über 40 Tage länger schneefrei als im langjährigen Mittel. Mit Hilfe einer Kartierung der statistischen Schneebedeckungsdauer, dem Global SnowPack, können die Wissenschaftler des Earth Observation Center (EOC) des DLR nahezu global bestimmen, ab wann, wie lange und bis wann Schnee gelegen hat. Anhand von Daten aus mehreren Jahren wurden langjährige Mittel berechnet. Diese werden dann mit den Werten eines einzelnen Jahres verglichen.
      Alle 20 bis 30 Minuten tritt irgendwo auf der Welt ein Mensch - oft ein Kind - auf eine Landmine. Über 100 Millionen Antipersonenminen sind Schätzungen zu Folge weltweit vergraben und weitere 200 bis 250 Millionen Stück werden in Militärdepots vermutet. Damit stellen sie auch lange nach dem Ende eines militärischen Konflikts eine permanente Gefahr dar. Für den Wiederaufbau des Landes und die ungefährdete Rückkehr von Flüchtlingen ist es erforderlich, die im Boden verborgenen Sprengkörper zu räumen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat daher ein Radar-basiertes Verfahren entwickelt, das die schnelle, sichere und kostengünstige Detektion von Landminen ermöglichen soll: "TIRAMI-SAR".
      Betrachtet man die großräumige Topographie entlang des Marsäquators, so fallen mehrere extrem breite Abflusskanäle auf, die ohne viele seitliche Zuflüsse nach Norden führen. Weniger auffällig sind die auf diesen Bildern zu sehenden kleineren Talsysteme. Sie sind vielfach verzweigt und schlängeln sich mit vielen Windungen durch das Gelände. Solche Talsysteme kennen wir typischerweise von der Erde. Die Arda Valles im Marshochland sind ein sehr anschauliches Beispiel für ein derartiges Entwässerungssystem.
      Damit Flugzeuge leichter, komfortabler und sparsamer werden, werden zunehmend Materialien aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) eingesetzt. Um diese Flugzeuge auch noch sicherer zu machen und die Wartung zu erleichtern hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Rahmen des EU-Projekts SARISTU (Smart Intelligent Airframe Structures) ein großes Flugzeugbauteil aus CFK entwickelt und gebaut, das Auskunft über die Größe und den Ort einer Beschädigung geben kann.
      Elektrisches Fliegen bietet eine Reihe von Vorteilen: Es ist lokal emissionsfrei, wesentlich leiser und sehr energieeffizient. Doch welche technologischen Hürden gilt es noch zu nehmen, bis Elektromobilität in die Luft gehen kann? Über diese Herausforderungen, die bei der Realisierung von Flugzeugen mit elektrischem Antrieb auftreten, tauschten sich mehr als einhundert Vertreter aus Wissenschaft und Industrie am 18. und 19. Februar 2016 beim Symposium E2-Fliegen in Stuttgart aus.
      Ein breites Spektrum an neuen Technologien und Lösungen wird notwendig sein, um den Übergang vom fossilen zum erneuerbaren Energiezeitalter verlässlich und wirtschaftlich zu gestalten. Gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Ludwig-Bölkow-Systemtechnik hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Auftrag des Clusters Brennstoffzelle BW untersucht, welchen Beitrag der Energieträger Wasserstoff zum Energie- und Verkehrssystem bis zum Jahr 2030 leisten und wie er aus erneuerbarem Strom hergestellt werden kann.
      Das Gebiet, in dem sich Polarforscher Arved Fuchs derzeit mit seinem Schiff "Dagmar Aaen" aufhält, ist nicht einfach zu befahren: Die Expedition "Ocean Change" soll die Antarktische Halbinsel bereisen, verschiedene Forschungsstationen anfahren und den Klimawandel vor Ort untersuchen. Seitdem das Expeditionsschiff die Deception Island erreicht hat, erhält es Unterstützung durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR): Das Earth Observation Center (EOC) des DLR versorgt die Crew an Bord mit hoch aufgelösten Radaraufnahmen der Satelliten TerraSAR-X und TanDEM-X. Die Daten aus dem All werden an der DLR-Antarktisstation GARS O’Higgins (German Antarctic Receiving Station) empfangen, vor Ort in naher Echtzeit automatisch weiterverarbeitet und von der Station direkt an die Schiffscrew verschickt. Bereits ein bis zwei Stunden nach der Aufnahme liegen die Informationen dem Team der "Dagmar Aaen" für die Navigation durch die Eiswelt der Antarktis vor.
      Die zuletzt andauernde Funkstille hatte es bereits angedeutet: Ein Kontakt mit Lander Philae wird immer unwahrscheinlicher, und die Bedingungen für den Lander auf dem Kometen schlechter. "Die Chancen, dass Philae noch einmal Kontakt zu unserem Team im Lander-Kontrollzentrum des DLR aufnimmt, gehen leider gegen Null, und wir senden auch keine Kommandos mehr - es wäre sehr überraschend, wenn wir jetzt noch ein Signal empfangen würden", sagt Philae-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Für Philae bedeutet das, dass er zwar sehr wahrscheinlich eisfrei, aber voraussichtlich mit Staub bedeckt an seinem schattigen Platz auf Komet Churuymov-Gerasimenko in den ewigen Winterschlaf übergeht und sich in der Kälte nicht mehr einschaltet. Die Sonde Rosetta der europäischen Weltraumorganisation ESA wird hingegen noch bis September 2016 um den Kometen kreisen und weiterhin mit ihren wissenschaftlichen Instrumenten Messungen durchführen. Auch die Kommunikationseinheit auf Rosetta wird noch nicht abgeschaltet - sie wird in den nächsten Monaten solange weiterhin auf Signale des Landers horchen, bis die dafür notwendige Energie nicht mehr zur Verfügung steht.
      Wenn Schiffe miteinander kommunizieren, geschieht dies heute über Sprechfunk, mit Licht oder Flaggen - für die Übertragung hoher Datenmengen sind diese Wege nicht geeignet. Lediglich die kostenaufwendige Kommunikation über Satelliten würde einen hochratigeren Datenverkehr ermöglichen. "Derzeit existiert im maritimen Bereich noch keine günstige, robuste Alternative, um umfangreichere Informationen auszutauschen", sagt Projektleiter Dr. Simon Plass vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). "Deshalb arbeiten wir an neuen digitalen Kommunikationstechnologien für den Einsatz auf See." Die Übertragung von hohen Datenmengen könnte in Zukunft im Breitbandbereich erfolgen. Mit einer Messkampagne vor Helgoland hat ein Team des DLR-Instituts für Kommunikation und Navigation deshalb jetzt erstmals untersucht, wie sich die realen Bedingungen auf See auf die Übertragung von Signalen bei fünf Gigahertz auswirken. Voraussetzung dafür: eine unruhige See mit drei bis vier Meter hohen Wellen, der Seenotrettungskreuzer "Hermann Marwede" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger, das Mehrzweckschiff "Neuwerk" des Wasser- und Schifffahrtsamts Cuxhaven - und ein möglichst seefestes DLR-Team, das während der Fahrt die eingebauten Sende- und Empfangsgeräte bedient.
      Welchen Schwankungen unterliegt der Meeresspiegel? Wie hoch ist die Wasserqualität von Nord- und Ostsee? Welche Rolle spielt der Ozean im Kohlenstoffkreislauf der Erde? Welchen Einfluss hat die Oberflächentemperatur der Meere auf die Ozeanzirkulation? Wie ändert sich Pflanzenproduktivität mit dem Klimawandel? Der Erdbeobachtungssatellit Sentinel-3A ist am 16. Februar 2016 um 18.57 Uhr MEZ mit einer Rockot-Rakete vom russischen Weltraumbahnhof in Plesetsk gestartet und liefert nun die Grundlagen, um diese wichtigen Fragen zu beantworten.
      Ob mit dem öffentlichen Nahverkehr, dem Auto oder mit dem Fahrrad – Menschen in Großstädten nutzen und kombinieren für ihre täglichen Wege verschiedene Verkehrsmittel. Die mobile App STREETLIFE stellt dazu Nutzern personalisierte Informationen auf Smartphones bereit, um nicht nur den schnellsten, sondern auch umweltfreundlichsten Weg zu finden.
      Diese Frage soll in einer weltweit einmaligen Feldstudie beantwortet werden. Hierzu untersuchen Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bis 2018 das Schlafverhalten von insgesamt 50 Kindern, die in der Umgebung des auch in der Nacht durchgängig beflogenen Flughafens Köln/Bonn wohnen. Die Studie soll darüber Erkenntnisse liefern, wie sich nächtlicher Fluglärm auf den Schlaf, die kognitive Leistungsfähigkeit und das psychische Wohlbefinden von Kindern auswirkt.
      Faserverstärkte Kunststoffe (FVK) sind Hochleistungsmaterialien und zeichnen sich durch ihr geringes Gewicht bei gleichzeitig hoher Festigkeit aus. Aus diesem Grund kommen sie immer häufiger zum Einsatz: ob in der Luft- und Raumfahrt, im Automobil- und Zugbau oder für Windkraftanlagen.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) plant, das erste Serienflugzeug der Welt erstmals originalgetreu nachzubauen und wissenschaftlich zu untersuchen. Damit soll das Wirken des Luftfahrtpioniers Otto Lilienthal, der vor 125 Jahren als erster Mensch in einem Flugzeug geflogen ist, gewürdigt werden. Zudem erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse über den tödlichen Absturz Lilienthals.
      Der Bus kommt an den gewünschten Abholungsort und zwar genau dann, wenn man ihn braucht. Was wie ein Traum für jeden Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs klingt, könnte schon bald in der baden-württembergischen Stadt Schorndorf Wirklichkeit werden: Im Zuge des Projekts "Reallabor Schorndorf" arbeiten Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit Partnern an einem bedarfsorientierten, digital gestützten Buskonzept. Es soll ohne feste Haltestellen auskommen und den Nahverkehr an die individuellen Ansprüche der Nutzer anpassen.
      Wie können Rotorblätter von Windenergieanlagen Strom in Zukunft noch effizienter produzieren – sowohl in den windstarken Offshore-Gebieten als auch in windschwächeren Regionen im Binnenland? Im Projekt SmartBlades entwickelten und prüften die Forscher des Forschungsverbundes Windenergie (FVWE) neue Ideen für intelligente Rotorblätter, die sich dem Wind anpassen können. Zum Abschluss des Projektes SmartBlades stellen die Forscher am 3. und 4. Februar 2016 ihre Ergebnisse in Stade bei einer Konferenz mit nationalen und internationalen Gästen aus Wissenschaft und Industrie vor. SmartBlades war ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit rund zwölf Millionen Euro gefördertes dreijähriges Forschungsprojekt.
      Der Eintritt von Raumfahrzeugen in die Atmosphäre von Planeten gehört zu den heikelsten Phasen einer Raumfahrtmission. Die enorme Hitzeentwicklung beim Wiedereintritt beansprucht nicht nur das Material der Kapsel, sie verursacht auch einen elektrisch geladenen Plasmastrom. Dadurch werden Radiowellen abgeschirmt und die Besatzung kann während dieser kritischen Phase zum Teil minutenlang nicht mit der Bodenstation kommunizieren. In einem gemeinsamen Projekt forschen Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit ihren Kollegen der kalifornischen Stanford Universität an der Lösung dieses Problems.
      Es ist der Startschuss für Europas neue "Datenautobahn im All": An Bord einer Proton-Rakete ist am 29. Januar 2016 um 23.20 Uhr Mitteleuropäischer Zeit mit EDRS-A der erste Laserknoten des Europäischen Datenrelais-Systems EDRS an Bord des Kommunikationssatelliten Eutelsat 9B vom russischen Raumfahrtzentrum in Baikonur (Kasachstan) ins All aufgebrochen - auf dem Weg in den geostationären Orbit, 36.000 Kilometer von der Erde entfernt.
      Der Zwergplanet Ceres wäre ein ungemütlicher Platz, stünde man tatsächlich auf seiner Oberfläche: Etwa frostige minus 60 Grad Celsius am Tag, kältere Temperaturen in der Nacht, ein harter, gefrorener Boden und kilometergroße Krater in allen Formen hätte Ceres zu bieten. Im Vakuum würde Stille den Besucher umgeben – bei einem Spaziergang wäre noch nicht einmal das Knirschen des Bodens unter seinen Füßen zu hören. Wesentlich komfortabler ist die Sicht mit den Augen von Raumsonde Dawn. Die Planetenforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben aus Kameradaten, die Dawn aus 1450 Kilometern Entfernung aufgenommen hat, einen Film erstellt, in dem der Zuschauer minutenlang über die abwechslungsreiche Krater-Welt und über den Berg Ahuna Mons des Zwergplaneten fliegt. "Der simulierte Überflug zeigt das breite Spektrum an Kraterformen, auf die wir bei Ceres gestoßen sind: Der Betrachter blickt auf die steilen Wände von Krater Occator, die an die Eiger Nordwand herankommen, aber auch auf Dantu und Yalode, deren Krater deutlich flacher sind", erläutert Prof. Ralf Jaumann, Planetenforscher am DLR und Wissenschaftler der amerikanischen Dawn-Mission.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt den indischen Energieversorger NTPC beim Aufbau eines Forschungszentrums in dem Solarkraftwerke und ihre Bauteile getestet und weiterentwickelt werden. DLR-Forscher stellen Anlagen, Messgeräte sowie Know-how zur Verfügung und unterstützen bei der Auswahl der geeigneten Standorte für die Kraftwerke. Das nun gestartete Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt gefördert.
      Der baden-württembergische Minister für Verkehr und Infrastruktur Winfried Hermann hat am 27. Januar 2016 den DLR-Standort Stuttgart besucht. Im Fokus standen aktuelle Forschungsprojekte und Technologien für die Mobilität von morgen.
      Direkt westlich des gigantischen Grabensystems der Valles Marineris auf dem Mars schließt sich ein nicht minder beeindruckendes Gebiet an: das sogenannte Noctis Labyrinthus - das Labyrinth der Nacht. Es besteht aus einem Wirrwarr sich kreuzender Täler und bis zu sechs Kilometer tiefen Schluchten. Mit einer Ost-West-Ausdehnung von über 1200 Kilometern entspricht es in etwa der Länge des Rheins und könnte auf der Erde weit mehr als das Gebiet Deutschlands von den Alpen bis hin zur Nordsee bedecken.
      Schwerewellen beeinflussen das Klima und unser Wetter. Erstmals ist es Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit Kollegen des KIT, des Forschungszentrums Jülich sowie weiteren nationalen und internationalen Partnern gelungen, den Lebenszyklus von atmosphärischen Schwerewellen nahezu vollständig zu vermessen. Mit den Forschungsflugzeugen HALO (High Altitude LOng Range Research Aircraft) und Falcon flogen die Atmosphärenforscher dazu vom nordschwedischen Kiruna aus koordinierte Messflüge.
      Welche Vorteile haben Radarsatelliten? Wie bringt man Robotern "Fingerspitzengefühl" bei? Und wie "parkt" man einen Satelliten in der Umlaufbahn? Diese und viele andere Fragen beantworteten Fachleute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Rahmen der 16. DLR_Talent_School. Bei dieser zweitägigen Veranstaltung (25./26. Januar) zur Nachwuchsförderung waren 20 Bundessiegerinnen und -sieger von Jugend forscht im Standort Oberpfaffenhofen zu Gast. Eines der Highlights des Besuchs: ein ausführliches Hintergrundgespräch, an dem auch die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Pascale Ehrenfreund teilnahm – gemeinsam mit ESA-Astronaut Pedro Duque und mehreren DLR-Institutsleitern. Dabei ging es um aktuelle Forschungsprojekte, aber auch um Karrieretipps. Daneben standen zahlreiche Fachvorträge und Laborbesichtigungen auf dem Programm. Unter anderem erfuhren die jungen Besucher, wie das DLR Satellitendaten aufbereitet, um bei Naturkatastrophen die Hilfskräfte schnell mit Informationen zu versorgen. Andere Themen waren das Einsatzspektrum von Forschungsflugzeugen in der Atmosphärenforschung, die Weltraum-Robotik und ihre "irdischen" Anwendungen sowie die Aktivitäten des Raumfahrtkontrollzentrums. Wie man einen Mars-Rover steuert, das konnten die Jugend-forscht-Sieger sogar selbst ausprobieren – und zwar auf einer kleinen "Mars-Landschaft" im DLR_School_Lab Oberpfaffenhofen, wo Miniatur-Rover verschiedene Aufgaben erfüllen mussten. Und auch mit Wasserraketen, die bei rund 50 Meter Flughöhe immerhin einige Sekunden Schwerelosigkeit ermöglichen, konnten die Nachwuchsforscher experimentieren. Die DLR_Talent_School ist eine von vielen Maßnahmen, mit denen das DLR seiner gesellschaftlichen Verantwortung in der Nachwuchsförderung nachkommt. Während es hier um die Spitzenförderung geht, zielen andere Maßnahmen auf Breitenwirkung. So betreuen die 12 DLR_School_Labs jährlich über 35.000 Schülerinnen und Schüler aller Schulformen und Altersklassen. Hinzu kommen Unterrichtsmaterialien, die Schulen gratis anfordern können, und viele weitere Angebote, die über den schulischen Bereich hinaus auch Studierende und Doktorandinnen bzw. Doktoranden betreffen. Mit Jugend forscht verbindet das DLR eine lange Partnerschaft, die Sonderpreise, Praktika für Landessieger und Angebote für inzwischen studierende oder promovierende Jugend-forscht-Alumni einschließt.
      In Anwesenheit von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und des chinesischen Ministers für Forschung und Technologie, Wan Gang, unterzeichneten Klaus Uckel, Leiter des DLR Projektträgers, und Wang Ruijun, Leiter des National Center for Science and Technology Evaluation (NCSTE) am 19. Januar 2016 in Peking eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei der Fortentwicklung von Forschungs- und Innovationsfördersystemen.
      Die Luftfahrt in Europa soll umweltfreundlicher und leiser werden. Um dem Kern des Fluglärms auf den Grund zu gehen, nahmen Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nun Flugzeugtriebwerke auseinander und erstellten physikalische Modellierungen. In umfangreichen Tests gingen die Forscher auf die Suche nach Antworten auf die Fragen: Wie und wo genau entsteht der Lärm in Flugzeugtriebwerken? Wie verändern sich Lärmquellen bei bestimmten Umbauten an Triebwerksbauteilen? Das Ergebnis: Ein neues Modell für die Konzeption von leiseren Triebwerken.
      Am 23. Januar 2016 haben fünf Experimente deutscher Wissenschaftler an Bord einer TEXUS-Forschungsrakete des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom Raumfahrtzentrum Esrange im nordschwedischen Kiruna aus einen "kurzen Abstecher" in die Schwerelosigkeit gemacht: Rund sechs Minuten lang konnten die Versuche aus Biologie, Physik und Materialforschung ohne den Einfluss irdischer Schwerkraft ablaufen. Die Experimente sollen unter anderem dazu beitragen, Fragen aus der Krebsforschung zu beantworten und Solarzellen verbessern.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) leistet mit seiner Forschung und den Managementbereichen Beiträge zur Lösung der globalen Herausforderungen. So wird nicht nur an der Senkung der durch den Luftverkehr verursachten Emissionen gearbeitet, sondern auch am hochautomatisierten Fahren für die Mobilität der Zukunft, kostengünstigen Energiespeichern und der Umweltüberwachung zum Schutz der Atmosphäre. Ebenso erbringt das DLR Dienstleistungen zur Unterstützung von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft - von der Analyse und Beratung bis zur Entwicklung und Umsetzung. "Die exzellenten Kompetenzen und Ergebnisse des DLR - die nicht zuletzt durch das effiziente Ausschöpfen der einzigartigen Synergiepotenziale unserer Forschungs- und Managementbereiche zustande kommen - geben Impulse, um die gesellschaftlichen Veränderungen in der nahen Zukunft positiv mitzugestalten", sagt Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR. Im Folgenden finden sie eine Auswahl der DLR-Forschungsthemen im Jahr 2016 aus unseren Forschungsbereichen: Raumfahrt, Luftfahrt, Verkehr, Energie und Sicherheit.
      Gerade einmal so groß wie eine Getränkedose, voll funktionsfähig und mit einer "Raumfahrt-Mission" bis in eine Höhe von 1000 Metern unterwegs - so sollen die Satelliten sein, die von Schülern ab 14 Jahre (Sekundarstufe II) beim dritten deutschen CanSat-Wettbewerb vorgeschlagen werden können. Bis zum 12. Februar 2016 können Schulteams ihre Vorschläge einreichen. "Wir achten auf wissenschaftlichen Anspruch, auf die Technik, aber auch auf Teamarbeit, Lernfortschritt und auch Öffentlichkeitsarbeit", erläutert Dr. Dirk Stiefs, Leiter des DLR_School_Lab Bremen und Mitglied in der sechsköpfigen CanSat-Jury. Von den eingereichten Vorschlägen wählt die Jury zehn Teams aus, die dann Ende September 2016 mit ihren Dosen-Satelliten gegeneinander antreten.
      Ein unbemanntes, elektrisches, autonomes Luftfahrzeug landet mit 75 Kilometer pro Stunde sanft auf dem Dach eines fahrenden Autos: Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) konnten erstmals die dafür entwickelte Technik erfolgreich vorführen. Das System könnte auf ultraleichte Solarflugzeuge angewendet werden, welche klassische Satellitensysteme in der Stratosphäre ergänzen. Diese könnten beispielsweise in Katastrophenfällen das Krisenmanagement durch Live-Lagebilder unterstützen, ausgefallene Kommunikationsnetze ersetzen oder auch Daten zum Klimaschutz liefern. Durch das Weglassen der Landevorrichtung kann die verfügbare Nutzlast dieser Solarflugzeuge erheblich vergrößert werden. Das schafft wiederum mehr Platz für wissenschaftliche Instrumente. Gleichzeitig wird das Landen mit Seitenwind deutlich vereinfacht, wodurch auch Landungen bei schlechtem Wetter möglich werden.
      Ein Komet besteht zwar zu einem großen Teil aus Wassereis, und in seiner Atmosphäre, der sich in Sonnennähe bildenden Koma, überwiegt Wasserdampf. Aber auf der eigentlichen Kometenoberfläche ist von Wassereis nichts zu sehen. Jetzt aber haben Wissenschaftler mit dem Instrument VIRTIS auf der Kometensonde Rosetta an zwei Stellen auf dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko die Existenz von Wassereis auf der Oberfläche nachgewiesen. "Wir konnten in den Spektrometerdaten vom September und November 2014 erkennen, dass in der Region Imhotep zwei metergroße helle Flecken tatsächlich aus Eis bestanden", erklärt Dr. Gabriele Arnold vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Berliner Planetenforscherin leitet die deutschen wissenschaftlichen Beiträge zum Instrument VIRTIS und veröffentlicht mit einem internationalen Team ihre Forschungsergebnisse nun in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature".
      Derzeit nur noch 385 Kilometer von der Oberfläche entfernt, fliegt die Raumsonde Dawn über Ceres hinweg. Das Ergebnis: Fotos, die den Zwergplaneten in der bisher besten Auflösung von 35 Meter pro Bildpunkt zeigen und die Wissenschaftler auf eine Oberfläche voller Krater, Risse, Aufwölbungen und helle Flecken blicken lassen. "Ceres hat einen recht anständigen Eisanteil und ist daher ein sehr dynamischer Körper - das macht den Zwergplaneten auch so spannend", erläutert Prof. Ralf Jaumann, Planetenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Mitglied im Dawn-Team der Mission. Seit Dezember 2015 kreist Dawn in diesem niedrigen Orbit um Ceres. "Es gibt vollkommen unterschiedliche Krater, stellenweise ist die Oberfläche auch schon wieder ausgeglichen und es gibt rätselhaftes helles Material… Uns Planetenforschern stellen sich jede Menge Fragen."
      10. Januar 2016
      Schwung für Philae
      Das letzte eindeutige Lebenszeichen von Philae kam am 9. Juli 2015 - seitdem ist es still geblieben. Für den Lander wird es nun eng: Mit jedem weiteren Tag entfernt sich Komet Churyumov-Gerasimenko weiter von der Sonne, und die Temperaturen auf der Kometenoberfläche fallen. Voraussichtlich Ende Januar werden die Bedingungen auf Churyumov-Gerasimenko so "Lander-feindlich", dass die Mission mit Philae ihr natürliches Ende finden wird. Die Ingenieure und Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) horchen seit September vergeblich auf ein Zeichen von Philae, deshalb schicken sie am 10. Januar 2016 auch erstmals ein Kommando ins All, das Philaes Drallrad im Inneren des Landers in Bewegung versetzt. "Die Zeit wird knapp, deshalb wollen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen", sagt Philae-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec vom DLR.
      Als das Skispringen sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts als neue Sportart etablierte, war sie von Versuch und Irrtum geprägt. Erst die Versuche eines Schweizer Flugzeugingenieurs in einem Windkanal des Vorläufers des heutigen Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen lieferten wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse über die optimale Körperhaltung. Erstmals eingesetzt wurde sie bei der ersten Vierschanzentournee 1953.
      Das Jahr 2015 war für das DLR und seine Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erfolgreich und spannend. Eine der wichtigsten Veränderungen im vergangenen Jahr war sicherlich der Amtsantritt der Vorstandsvorsitzenden Prof. Pascale Ehrenfreund, die diesen unter anderem mit einem erfolgreichen Tag der Luft- und Raumfahrt beginnen durfte. 60.000 Gäste konnten Einblicke in die aktuellen Forschungsprojekte und Missionen des DLR gewinnen. In den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit wurde auch in diesem Jahr wieder viel Forschungsarbeit geleistet. Die Highlights sind im DLR-Jahresfilm zu sehen.
      Bis zum Jahr 2030 wird ein starkes Wachstum im Passagieraufkommen erwartet. Das geht aus dem aktuellen Luftverkehrsbericht des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hervor. Während in Deutschland 2014 rund 105 Millionen Passagiere registriert wurden, prognostizieren die Wissenschaftler 175 Millionen Fluggäste für das Jahr 2030. Das entspricht einem jährlichen Durchschnittswachstum von rund 3,3 Prozent.
      Petra Georgi ist Leiterin des Projektmanagementsupports beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Von Köln aus unterstützt sie Forscherinnen und Forscher. Sie hilft Wissenschaftlern, Ingenieuren und Technikern Drittmittel für ihre Forschungsprojekte zu akquirieren. Auch während die Laufzeit der Forschungsarbeit steht Petra Georgi mit Rat und Tat zur Seite und sorgt für einen erfolgreichen Abschluss. Neuen Schwung holt sie sich in ihrer freien Zeit beim Golf.
      Die Kanarischen Inseln können bis zum Jahr 2050 ihren gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Energiequellen decken und so langfristig eine nachhaltige, emissionsfreie sowie ökonomisch sinnvolle Energieversorgung aufbauen. Das zeigt eine jüngst veröffentliche Studie, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Auftrag von Greenpeace erstellt hat.
      Eines der auffallendsten Merkmale bei einer globalen Betrachtung des Planeten Mars ist die Zweiteilung in ein topographisch sehr vielgestaltiges Hochland auf der Südhalbkugel und flache, ausgedehnte Tiefebenen in der Nordhemisphäre. Geologisch interessant ist vor allem die Übergangszone zwischen Hoch- und Tiefland, da dort an vielen Landschaftsmerkmalen das Ergebnis von Erosionsprozessen beobachtet werden kann. Die hier vorgestellten Bilder zeigen Tafelberge in Aeolis Mensae und Formen intensiver Winderosion in der Übergangszone zum Tiefland.
      Eine einfache Geste der Begrüßung und doch außergewöhnlich: Händeschütteln zwischen einem Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS und Wissenschaftlern am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Interaktion erfolgte mittels des humanoiden DLR-Roboters SpaceJustin, der sich in Oberpfaffenhofen befindet und am 17. Dezember 2015 von der ISS aus ferngesteuert wurde. Der Kosmonaut Sergei Volkov auf der ISS und DLR-Institutsdirektor Prof. Alin Albu-Schäffer auf der Erde konnten sich gegenseitig sehen, miteinander sprechen und - dank Kraftrückkoppelung - die Kraft und die Bewegung des Händeschüttelns spüren.
      Einen Hubschrauber unter eingeschränkten Sichtbedingungen sicher zu landen, ist eine enorme Herausforderung für den Piloten. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat eine Anzeige für ein Helmsystem entwickelt, das Piloten besonders bei der Landung unter schlechten Sichtbedingungen unterstützen soll. In Flugversuchen mit dem DLR-Hubschrauber ACT/FHS, einem umgebauten Eurocopter EC135, wurde getestet, ob das Helmdisplay die Beanspruchung des Piloten im Landeanflug verringern kann.
      Gibt oder gab es Leben auf dem Mars? Die zweigeteilte europäisch-russische Mission ExoMars soll diese Frage beantworten. Der erste Teil dieses Projekts - der Trace Gas Orbiter (TGO) und der Landedemonstrator Schiaparelli - wird im März 2016 vom russischen Kosmodrom Baikonur aus mit einer Proton-Rakete in Richtung Mars starten, um Spurengase auf dem Roten Planeten aufzuspüren. Der zweite Teil ist ein Rover, der 2018 aufbrechen soll. Der Trace Gas Orbiter wird nun seine Reise nach Kasachstan antreten und dort am 23. Dezember 2015 ankommen. Schiaparelli landet zuvor schon am 21. Dezember in Baikonur. Das Raumfahrtmanagement im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt die ExoMars 2016 und 2018-Missionen durch die Koordination der deutschen Beiträge für die Europäische Weltraumorganisation ESA . Zudem sind drei DLR-Institute und zahlreiche deutsche Firmen an beiden Teilen der Mission beteiligt.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat in Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Braunschweig eine Tourenplanungssoftware entwickelt, die Streifenfahrten optimieren kann. Damit hilft die Software mit dem Namen TAG (Touren Auswahl Generator) laut Kriminalstatistik kritische Bereiche besser zu beobachten und die Ressourcen von Sicherheitsbehörden effizienter einzusetzen. Die Software ist in ihrem Aufbau unabhängig von der verwendeten Behördensoftware.
      An Bord einer russischen Sojus-Trägerrakete sind am 17. Dezember 2015 um 12.51 Uhr mitteleuropäischer Zeit (8.51 Uhr Ortszeit) zwei neue Galileo-Satelliten mit den Namen "Andriana" und "Liene" vom europäischen Raumfahrtzentrum in Kourou (Französisch-Guayana) gestartet.
      Thomas Scherwenke bekocht jede Woche die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DLR-Standorts Stuttgart. Er ist dort Kantinenleiter und Leiter der Wirtschaftsbetriebe und damit verantwortlich für die Auswahl und die Zusammenstellung der täglich wechselnden Gerichte. Hier kann er neue Ideen ausprobieren und seine Vorstellungen kreativ umsetzen. Mit den limitierenden Möglichkeiten seiner Küche, hat er allerdings zu kämpfen. Wenn er sich eine Ruhepause gönnen möchte, fährt er von Stuttgart in den Norden ans Meer.
      Thermoelektrische Generatoren (TEG) wandeln Wärme in elektrischen Strom um. Ein vielversprechendes Einsatzgebiet für diese Art von Generatoren ist der Automobilbereich: Die dort verwendeten Verbrennungsmotoren nutzen nur rund ein Drittel der im Kraftstoff gebundenen Energie für den Antrieb, die restlichen zwei Drittel gehen als Abwärme verloren. Im Zuge des Projekts RExTEG haben Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik (IPM) das Potenzial dieser Technologie für den Einsatz in Hybrid- und Range-Extender-Fahrzeugen (REx) untersucht und erstmalig für diese ein Funktionsmuster entwickelt.
      Ackerflächen mitten in der Stadt, direkt vor Ort, gibt es längst nicht mehr - stattdessen werden Lebensmittel über weite Strecken hin zum Verbraucher transportiert. Mit der "Vertical Farm 2.0", die Ingenieure des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit internationalen Partnern entworfen haben, wäre Pflanzenanbau in Großstädten möglich – auf mehreren Etagen, mit extrem kurzen Transportwegen und ganz ohne Ackerboden. Salat, Tomaten, Gurken und Kräuter könnten dabei das gesamte Jahr über gezüchtet und geerntet werden. "In unserer Produktionsfabrik würden wir die Pflanzen unter genau kontrollierten und optimalen Bedingungen züchten", erläutert Conrad Zeidler vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme. "Dabei unterscheidet sich unser Salat oder unsere Tomate im Geschmack nicht von den Lebensmitteln, wie man sie heute in Supermärkten kauft."
      355.400 Menschen arbeiteten im Jahr 2014 in Deutschland im Bereich der erneuerbaren Energien, etwa vier Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Von dem Rückgang besonders betroffen war einmal mehr die Solarbranche, die Windenergie konnte dagegen eine positive Beschäftigungsentwicklung verzeichnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Abschätzung, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) vorgenommen hat.
      Am eisigen Nordpolarkreis planen Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in enger Kooperation mit weiteren deutschen Forschungseinrichtungen, die komplexen Prozesse des Klimawandels und deren Auswirkungen auf die polare Atmosphäre zu erkunden. Mit dem Forschungsflugzeug HALO (High Altitude and LOng Range Research Aircraft) sollen in drei Messkampagnen Veränderungen der Zusammensetzung der oberen Troposphäre und unteren Stratosphäre im Polarwinter untersucht werden.
      Kathrin Kaus arbeitet beim DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik in Braunschweig. Dort ist sie zuständig für die Fertigung maßgeschneiderter Testbauteile für Flugzeuge aus carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK). Diese Kunststoffe haben gegenüber Aluminium oder Stahl den Vorteil, dass sie leicht und gleichzeitig sehr fest sind - ideal also für die Luftfahrt. Kathrin Kaus gibt damit den Ideen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erstmals eine Form. Den Kopf wieder frei bekommt sie bei langen Ausritten mit ihrem Pferd.
      Energieforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben in Köln eine neuartige Anlage zur Speicherung von Energie in Betrieb genommen. Das Speichermaterial des im DLR entwickelten Verfahrens ist Kalk, der die Wärme durch eine endotherme Reaktion speichern kann. Solche thermochemischen Speicher haben das Potenzial, in Industrieprozessen und privaten Haushalten große Energiemengen einzusparen. Die Kalkspeicheranlage ist die Weiterentwicklung eines ersten Prototyps und kann Energie noch kostengünstiger und effizienter speichern.
      Bei einem bilateralen Treffen anlässlich der UN-Klimakonferenz (COP 21) in Paris haben Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und Koordinatorin der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, und Thierry Mandon, Staatssekretär im französischen Ministerium für Bildung und Forschung, die Bedeutung und Rolle der satellitengestützten Erdbeobachtung zur Dokumentation und Erforschung des Klimawandels betont. Bei einer Pressekonferenz am 8. Dezember 2015 im französischen Pavillon haben die beiden Staatssekretäre im Beisein von Dr. Gerd Gruppe, Vorstandsmitglied des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), und Jean-Yves Le Gall, Präsident der französischen Raumfahrtagentur CNES, die deutsch-französische Klimamission Merlin (Methane Remote Sensing LIDAR Mission) vorgestellt. Diese soll ab 2020 die Methankonzentration in der Erdatmosphäre mit einer bislang unerreichten Genauigkeit messen.
      Guido Petrat betreut die Kurzarm-Humanzentrifuge am DLR-Standort Köln. Mit diesem Trainingsgerät der Forschungsanlage :envihab können die Einflüsse von erhöhter Schwerkraft auf den menschlichen Körper untersucht werden. Der längere Aufenthalt im All in Schwerelosigkeit birgt für Astronauten und Weltraumtouristen gesundheitliche Risiken. Künstliche Schwerkraft wäre für sie eine vielversprechende Gegenmaßnahme. Petrat war zunächst selbst Experimentator und ist jetzt dafür verantwortlich, dass die Wissenschaftler ihre Instrumente auf der Zentrifuge anbringen und ihre Messungen durchführen können. Auch in seiner Freizeit beschäftigt er sich gerne mit Technik und bastelt an seinem Chevrolet Blazer.
      Die japanische Raumsonde Hayabusa-2 hat noch einmal Schwung an der Erde geholt und dabei auch ihre Bahn geändert. In den nächsten zweieinhalb Jahren wird sie auf ihr Ziel, den Asteroiden 1999 JU3, der mittlerweile auf den Namen Ryugu getauft wurde, zufliegen. Während des erfolgreichen Swingby-Manövers am 3. Dezember 2015 nahm die Navigationskamera an Bord auch Photos von der Annäherung an die Erde von 200000 Kilometer auf 30000 Kilometer auf. Den erdnächsten Punkt erreichte die Sonde um 11.08 Uhr mitteleuropäischer Zeit über Hawaii in einer Entfernung von nur 3090 Kilometern. Mit an Bord der Raumsonde ist der Lander Mascot des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), der 2018 mit vier Instrumenten die Asteroidenoberfläche untersuchen und sich dabei hüpfend weiterbewegen wird. "Bei unseren Kontakten zu Mascot während des Flugs hat sich gezeigt, dass unser Lander die Reise bisher gut überstanden hat", sagt Christian Krause vom „Mascot Control Center“ des DLR in Köln.
      Im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu haben sintflutartige Niederschläge die bereits seit vier Wochen andauernden Überschwemmungen weiter verschärft. Es sind die stärksten Regenfälle seit Jahrzehnten in dieser Region. Die Seen haben bereits einen hohen Wasserstand und können kein weiteres Wasser aufnehmen. Aus diesem Grund hat die Indische Weltraumagentur ISRO (Indian Space Research Organisation) die International Charter on Space and Major Disasters (Charter) ausgelöst und um Hilfe gebeten.
      Am 3. Dezember 2015 ist die Sonde LISA Pathfinder um 5.04 Uhr Mitteleuropäischer Zeit an Bord einer Vega-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou (Französisch-Guyana) ins All gestartet. Mehr als zehn Jahre lang dauerte die Vorbereitung dieser ESA-Mission zur wissenschaftlichen Technologie-Erprobung, die einzigartige Anforderungen an Nutzlast und Sonde stellt.
      Gabin Ananou arbeitet für den DLR-Projektträger in Bonn. Hier werden wichtige Projekte verschiedener Ministerien fachlich und organisatorisch umgesetzt. Ananou betreut die Klimakompetenzzentren des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Afrika. Er koordiniert und organisiert Forschungsinitiativen gegen die negativen Folgen des Klimawandels und ist verantwortlich für eine gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen dem BMBF und den afrikanischen Partnerländern.
      Mobil telefonieren, schnelles Surfen im Internet, aktuelle Wetterdaten und Navigationsprogramme, die immer und überall verfügbar sind - Satelliten machen dies möglich. Eine wesentliche Rolle spielen hier Bandbreiten und Frequenzen, die alle drei bis vier Jahre auf der Weltfunkkonferenz verhandelt werden.
      Am 1. Dezember 2014 zeigte sich Zwergplanet Ceres gerade einmal neun Pixel groß auf der Aufnahme der amerikanischen Dawn-Sonde. Seitdem haben die Wissenschaftler mehrere Tausend Fotos erhalten, die den Zwergplaneten mit seiner ungewöhnlich abwechslungsreichen Oberfläche zeigen. Aus 42 ausgewählten Fotos des so genannten "Survey Orbits", aus dem Dawn im Juni 2015 aus 4400 Kilometern Entfernung auf Ceres blickte, haben die Planetenforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nun den ersten Atlas des Zwergplaneten erstellt und online gestellt. Am längsten dauerte dabei die Berechnung des dreidimensionalen Höhenmodells, bei dem die DLR-Forscher von insgesamt 12 000 Punkten auf Ceres die Höhe ermittelten. "Wichtig war es, Aufnahmen auszuwählen, die den Zwergplaneten komplett abdecken und bei einer gleichen Beleuchtung aufgenommen wurden", erläutert Dr. Thomas Roatsch vom DLR-Institut für Planetenforschung. "Wir haben dadurch ein einheitliches, homogenes Geländemodell berechnet." Dieses diente dann als Basis für die weitere Verarbeitung, bei der aus einzelnen Bildern ein globales Mosaik des Zwergplaneten erstellt wurde, aus dem wiederum die verschiedenen Karten für den Atlas abgeleitet wurden. Der Krater Kait, benannt nach einer asiatischen Getreidegöttin, wurde als Referenzkrater für den nullten Längengrad ausgewählt.
      Der Planet Mars rückt zunehmend in den Fokus der internationalen Raumfahrt. Bei der Erforschung unseres Nachbarplaneten nimmt die Suche nach Leben einen besonderen Stellenwert ein. Eine grundlegende Voraussetzung um Spuren des Lebens zu erkennen ist, zu wissen wonach man suchen muss. Dieses Wissen zu vertiefen ist das Ziel der Astrobiologen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die gemeinsam mit internationalen Kollegen im Rahmen des Projektes MASE (Mars Analogues for Space Exploration) forschen. Die Projektgruppe tagt vom 23. bis 25. November 2015 beim DLR in Köln.
      Zukünftige Flugzeugtriebwerke sollen deutlich effizienter und leiser sein. Dafür braucht es massive Anstrengungen in Forschung und Entwicklung. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Triebwerkshersteller Rolls-Royce kooperieren nun noch enger bei gemeinsamen Forschungsprojekten.
      Fluglärm über bewohntem Gebiet vermindern - Das ist die Motivation zweier Forschungsvorhaben, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) heute gemeinsam mit dem Umwelt- und Nachbarschaftshaus (UNH), einer Tochter des Landes Hessen und Teil des Forums Flughafen und Region (FFR), in Kelsterbach vorgestellt hat. Im Auftrag des UNH wird das DLR voraussichtlich im Spätsommer 2016 ein Piloten-Assistenzsystem für ein lärmoptimiertes Anflugverfahren mit dem Forschungsflugzeug A320 ATRA im Regelbetrieb des Flughafens Frankfurt testen. Außerdem untersucht das DLR in einem weiteren Forschungsprojekt, wie sich der segmentierte Anflug zur Lärmentlastung von dichtbesiedelten Siedlungsschwerpunkten von den verkehrsarmen Randzeiten auf weitere Tageszeiten mit mehr Flugverkehr übertragen lässt. Auch dieses Projekt wird vom UNH gefördert.
      Die Auswahl unter den vorgeschlagenen Ideen der Schüler fiel schwer - und so dürfen in diesem Jahr gleich drei Teams bei DroPS, dem "Drop Tower Project for School Students", teilnehmen. Bis Mai 2016 bauen von nun an Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Vegesack und der International School of Bremen im DLR_School_Lab Bremen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt drei Experimente, die anschließend im Fallturm des ZARM (Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitiation) für knapp 5 Sekunden der Schwerelosigkeit ausgesetzt werden. Unter anderem testen die Oberstufenschüler, wie sich eine Ölblase im Wasser in Schwerelosigkeit verhält. "Mit dieser Aktion können Schülerinnen und Schüler schon früh erfahren, wie spannend Wissenschaft sein kann und wie man Forschung betreibt", betont Prof. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand für Raumfahrtforschung und -technologie.
      20. November 2015
      Im Robotaxi in die Zukunft
      Stefan Trommer weiß, wer ein Elektroauto fährt, und auch, warum viele Menschen bislang mit dem Kauf zögern. Das hat er gemeinsam mit seinen Kollegen in der größten Nutzerstudie zur Elektromobilität in Deutschland herausgefunden. Dabei ist er selbst ein ganz klassischer Verkehrsteilnehmer. Vor Kurzem hat der Vater einer kleinen Tochter sein Motorrad verkauft und fährt die Tochter jetzt mit dem Fahrrad oder mit der Familienkutsche in die Kita. Dass seine Tochter das Auto zukünftig einmal genauso nutzen wird wie die meisten von uns heute, bezweifelt er. Durch mobile Internetkommunikation, umweltfreundliche Antriebe und selbstfahrende Autos rechnet er mit großen Veränderungen in der Art und Weise, wie sich Menschen in Zukunft bewegen.
      Die Jahresendausgabe des DLR Magazins startet mit Skyfall. In der Hauptrolle Studenten. Sie brachten physikalische Experimente mit Forschungsballonen in die Stratosphäre. „Das war richtig spannend!“ fand unsere Reporterin, die sich nach Kiruna in Nordschweden aufgemacht hatte, um über das BEXUS-Programm zu berichten.
      Prof. Karsten Lemmer ist am 19. November 2015 durch den Senat des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) einstimmig als neuer Fachvorstand für die Forschungsbereiche Energie und Verkehr gewählt worden.
      Aktuelle Bilder der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebenen, hochauflösenden Stereokamera HRSC auf der ESA-Sonde Mars Express zeigen einen Ausläufer des Gebiets Aurorae Chaos - eine östliche Fortsetzung des gewaltigen Canyonsystems der Valles Marineris auf dem Mars.
      Größere und leistungsstärkere Triebwerke machen das Fliegen effizienter. Immer mehr Platz beanspruchen diese gigantischen Antriebsmaschinen an den Tragflächen moderner Passagiermaschinen. Dort beeinflussen sie die Strömung an der Flügeloberfläche und verringern so den Auftrieb. Insbesondere bei Starts und Landungen muss wegen der Riesentriebwerke schneller geflogen werden, um den Auftrieb und die Stabilität zu erhalten. Die Konsequenz: Mit der fortschreitenden Entwicklung größerer Triebwerke wären bald längere Start- und Landebahnen notwendig. Um das zu verhindern, arbeiten Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) an einem System, mit dem sich die Strömung beeinflussen und damit der Auftrieb steigern lässt.
      Die Bundesnetzagentur (BNetzA) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben die Zusammenarbeit beim Thema F&E für die Maritime Sicherheit und entsprechende Echtzeitdienste vereinbart. In einem speziell ausgewiesenen Bereich in der Ostsee wird dazu erstmals ein Gebiet zur Verfügung stehen, in dem die Manipulation von Navigationssystemen und entsprechende Gegenmaßnahmen getestet werden können.
      Kälte, Regen, Schnee – der Winter stellt auch Fahrzeugkarosserien auf die Probe. Trifft ein Kratzer im Lack auf das typische Gemisch aus hoher Feuchtigkeit und Streusalz, kann sich dort Rost bilden. Am Institut für Fahrzeugkonzepte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart untersuchen Forscher mit Hilfe einer speziellen Prüfanlage, wie stark und an welchen Stellen Korrosion auftreten kann.
      15. November 2015
      PARIS - Frankreich - Europa
      Die unmenschlichen Anschläge in Paris am Freitagabend erschüttern und erfüllen uns mit Schrecken. Dieser Terror ist nicht nur ein Angriff auf die französische Nation, er ist ein Angriff auf unsere friedlichen Gemeinschaft. In Gedanken und tiefer Trauer sind wir bei den Familien der Opfer, aber auch bei unseren französischen Kollegen.
      Bislang galten die Gletscher im Nordosten Grönlands wegen der starken Kälte als sicher vor der Klimaerwärmung. Ein Forscherteam der amerikanischen University of California, Irvine (UCI) konnte nun jedoch in einer Langzeitstudie am Gletscher Zachariæ Isstrøm zeigen, dass die riesigen Eismassen schneller schmelzen als bisher angenommen: "Die Form und Dynamik haben sich in den letzten Jahren drastisch verändert. Der Gletscher bricht auf und kalbt große Mengen Eisberge in den Atlantik", sagt Jeremie Mouginot, Forscher am Institut für Erdsystemwissenschaften der UCI. Für ihre Studie nutzten die Forscher auch Daten der beiden Satelliten TerraSAR-X und TanDEM-X des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in der aktuellen Ausgabe der Science.
      Als Philae vor einem Jahr, am 12. November 2014, auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko landete, war er über 500 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. "Wir hatten fast 20 Jahre diese Mission begleitet, sie geplant und die Rosetta-Sonde und Philae durchs All geschickt - der Tag der Landung war dann schon sehr besonders", erinnert sich Philae-Projektleiter Dr. Stephen Ulamec vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Rund 60 Stunden arbeitete das Team des Lander-Kontrollzentrums des DLR mit Philae und seinen zehn Instrumenten an Bord, dann war dessen erste, aufgeladene Batterie erschöpft. Aufnahmen des akustischen SESAME-Experiments belegen nun: Der Lander steht an seiner schroffen Landestelle mit allen drei Füßen auf dem Boden. Mit der erneuten Annäherung der europäischen Rosetta-Sonde der ESA an den Kometen ist auch die Kommunikationseinheit des Orbiters wieder eingeschaltet und "horcht" auf ein Signal des Landers. "Es ist aber schwierig einzuschätzen, ob und wann wir Kontakt bekommen", sagt DLR-Wissenschaftler Stephan Ulamec.
      Zehn Weltraumrobotik-Teams aus ganz Deutschland schlagen am 13. November 2015 in den Medienparks NRW in Hürth ihr Lager auf und setzen ihre Rover auf einer fiktiven Planetenoberfläche ab, um diese zu erkunden - eines der anspruchsvollsten Szenarien der Raumfahrt. Die Studenten haben ein Jahr lang an ihren Robotern gearbeitet. Nun wollen sie zeigen, was in ihren Systemen steckt.
      Eigentlich hätte vieles anders laufen sollen, an diesem 12. November 2014. Es gab Schichtpläne, wann wer im Lander-Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) an der Konsole sitzen sollte, es gab Kommando-Sequenzen, die Lander Philae eine nach der anderen abarbeiten sollte. Nach einer zehnjährigen Anreise sollte Philae um kurz nach 17 Uhr als erstes von Menschen geschaffenes Objekt sanft auf dem Kometen Churuyumov-Gerasimenko aufsetzen und mit den ersten wissenschaftlichen Messungen überhaupt auf einer Kometenoberfläche beginnen. Doch das eine waren die sorgfältig ausgearbeiteten Pläne - und das andere die Realität, wie sie auf einem Kometen in rund 500 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde ablief. Philae machte zwar fast eine Punktlandung auf Landeplatz Agilkia - doch seine Reise war damit noch nicht beendet. Mehrfach prallte er von der Kometenoberfläche ab und kam schließlich um 18.32 Uhr zum Stehen. "An einem Landeplatz, der so schroff war, dass wir es niemals gewagt hätten, dort zu landen", erinnert sich Philae-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec vom DLR.
      Das Geschäft mit den günstigen Flugtickets erreicht einen neuen Höchstwert. Im Sommer 2015 haben die Fluggesellschaften im Niedrigpreissegment in und ab Deutschland 754 Strecken angeboten: Ein Plus von rund 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auffällig stark fällt das Wachstum bei den innerdeutschen Strecken aus, die um fünf Prozent zulegten, besonders befördert durch die weitere Verschiebung von Strecken der Lufthansa auf die Germanwings. Mit mittlerweile 300 Zielen im Sommerflugplan baut Germanwings die Spitzenstellung im deutschen Low Cost Verkehr aus. Europaweit kann Ryanair seine Dominanz auf das Rekordniveau von 2500 Verbindungen steigern und strebt dabei weiter in den deutschen Markt mit zunehmendem Engagement an großen Flughäfen. Immer stärker gehen die Günstigflieger untereinander auf beliebten Strecken in den Wettbewerb, was zu weiter sinkenden Flugpreisen führt. Diese Ergebnisse stehen im nun erschienenen "Low Cost Monitor 2/2015" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Der Bericht wird seit 2006 jeweils im Frühling und Herbst veröffentlicht.
      Effektiverer Umweltschutz und besseres Krisenmanagement mit Unterstützung von Satelliten aus dem All - das ist mit Europas Copernicus-Programm möglich. Die ersten Satelliten der so genannten Sentinel-Reihe sind gestartet, jetzt geht es darum, gemeinsam mit den Nutzern dieser Umweltdaten deren Wert und die Anwendungsfelder zu entwickeln.
      Indonesien brennt: Der Inselstaat kämpft derzeit gegen großflächige Wald- und Moorbrände auf Sumatra und Borneo. Ursachen sind wahrscheinlich illegale Brandrodungen, durch die Platz für Plantagen für Palmöl oder Nutzholz geschaffen werden soll. Die extreme Trockenheit, die das Wetterphänomen El Niño verursacht, verschlimmert die Lage zusätzlich. Um den Bränden entgegenzuwirken und deren Folgen für die Ökologie abzuschätzen, sind zuverlässige Informationen über Ursprung und Ausbreitung der Feuer wichtig. Satellitenbilder können diese liefern, müssen sich jedoch der Herausforderung stellen, dass dicke Wolken oder Rauch die Ortung und Abbildung von Bränden erschweren können. Zurzeit ist deshalb der Kleinsatellit TET-1 (Technologie-Erprobungsträger) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Einsatz. "Durch die hohe Empfindlichkeit und bessere räumliche Auflösung der Kamera auf TET können wir sehr kleine Brände auch trotz Rauch erfassen und vermessen", sagt Dr. Eckehard Lorenz vom DLR-Institut für Optische Sensorsysteme, der an der Entwicklung der Kamera beteiligt war.
      Als Astronaut William Shepherd am 31. Oktober 2000 mit dem Space Shuttle Discovery von der Erde abhob, machte er sich auf den Weg zu einem ganz besonderen Domizil: In über 400 Kilometern Höhe, mit einem unverbaubaren Ausblick auf die Erde und ohne Risiko, auf unsympathische Nachbarn zu treffen. Der Amerikaner war Commander der Expedition 1 – der ersten Langzeit-Crew, die am 2. November 2000 in die Internationale Raumstation ISS einzog. Der ehemalige Marineoffizier der Navy Seals erzählt im Interview, wie das Team die ISS in Betrieb nahm, die ersten Traditionen im All einführte und mit der Forschung begann.
      Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Göttingen hat am Donnerstag, 29. Oktober 2015, einen der weltweit leistungsstärksten Prüfstände für Flugzeug- und Kraftwerksturbinen in Betrieb genommen. Die insgesamt 15,6 Millionen Euro teure Anlage „Next-Generation Turbine (NG-Turb)“ wurde von DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke und Niedersachsens Ministerpräsident Stefan Weil symbolisch gestartet.
      Europaweit ist es die größte Studie zu den Auswirkungen des Flug-, Straßen- und Schienenverkehrslärms: NORAH (Noise-Related Annoyance, Cognition, and Health) ist jüngst durch das Umwelt- und Nachbarschaftshaus, einer Tochter des Landes Hessen und Teil des Forums Flughafen und Region veröffentlicht worden. Wissenschaftler aus verschiedensten Disziplinen führten seit 2011 im Rahmen der Studie Untersuchungen in der Umgebung des Frankfurter Flughafens durch. Darunter Dr. Uwe Müller vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Er leitete die Teilstudie zu Auswirkungen des Fluglärms auf den Schlaf. Am DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin ist er in der Abteilung Flugphysiologie als Projektleiter im Bereich Lärmwirkungsforschung tätig. Im Interview erzählt er, wie der Forschungsbereich am DLR entstand, wie eine neue Methode seine Arbeit vereinfacht und welche Forschungsfragen und -projekte ihn und die Lärmwirkungsforscher der Abteilung in den nächsten Jahren beschäftigen werden.
      Dr. Thomas Strang und Dr. Andreas Lehner, Wissenschaftler des DLR und Gründer des Unternehmens "Intelligence on Wheels", wurden am 27. Oktober 2015 in Köln mit dem Manfred-Fuchs-Innovationspreis ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt die Gesellschaft von Freunden des DLR e.V. (GvF) die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Industrie. Die GvF, die bereits seit mehr als 30 Jahren die wissenschaftlichen Aufgaben des DLR fördert, ehrt mit dem Preis in besonderer Weise das innovative Denken und unternehmerische Handeln der Preisträger.
      Der Jubel unter den Studenten war groß: Am 27. Oktober 2015 um 14.53 Uhr startete die Experimentalrakete DECAN vom Raumfahrtzentrum Esrange in Nordschweden und erreichte dabei eine Höhe von rund fünfeinhalb Kilometern. Die Rakete hatte ein Studententeam der TU Berlin im Rahmen des neuen Programms STERN des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) selbst konstruiert, gebaut und gestartet.
      Das Ozonloch über der Antarktis erstreckt sich derzeit über 26 Millionen Quadratkilometer, eine Fläche, größer als der nordamerikanische Kontinent. Aktuell ist es um circa 2,5 Millionen Quadratkilometer größer als zum selben Zeitpunkt im Jahr 2014. Nur im Jahr 2006 war es mit 27 Millionen Quadratkilometern noch größer. Mit Hilfe von Satelliten haben Wissenschaftler des Erdbeobachtungszentrums (EOC) am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) diese Entwicklung dokumentiert. Sie beobachten permanent die schützende Ozonschicht und analysieren die Veränderungen.
      Europa ist die Heimat von rund 450 Airlines, 700 Flughäfen und einer weltweit führenden Luftfahrtindustrie. Seit 15 Jahren bringt das Advisory Council of Aviation Research (ACARE) die führenden Vertreter der europäischen Luftfahrtbranche aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um gemeinsam die Leitlinien der europäischen Luftfahrtforschung zu erarbeiten. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist seit Beginn in tragender Rolle im Rahmen von ACARE aktiv und stellt nun erneut den Vorsitz.
      Extrem leichte und gleichzeitig sehr schadenstolerante Bauteile aus Faserverbundmaterialien sind von großem Interesse für die Industrie. Deren automatisierte Produktion für Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt stand im Fokus des Besuchs des bayrischen Staatsministers Dr. Marcel Huber beim Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Augsburg am 22. Oktober 2015.

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      Trailer: DLR at a glance / Das DLR in zwei Minuten



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